"Mammut-Projekt in Windeseile"

Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers auf dem Dachboden. Dort wird die Bibliothek des "Schwedenspeichers" neu eingerichtet
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Schnell noch das Fördergeld ausgeben: Schwedenspeicher-Umbau in Stade soll im März abgeschlossen sein

tp. Stade. Der Stader Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers eilt von einer Baubesprechung zur nächsten: Bei der Sanierung des Schwedenspeichers am Alten Hafen ist Schnelligkeit gefordert: Das restliche Geld aus dem EFRE-Fonds der EU, aus dem die Modernisierung mit 900.000 Euro gefördert wird, muss bis Ende März 2015 ausgegeben sein. "Ein Mammut-Projekt in Windeseile", sagt Möllers. Er ist optimistisch, dass die Handwerker im Zeitrahmen bleiben und - wie geplant - am 1. März Wiedereröffnung gefeiert werden kann.

Wie berichtet, läuft seit Sommer der insgesamt 1,2 Millionen Euro teure Umbau, zu dem die Stadt Stade als Gebäudeeigentümerin 300.000 Euro beisteuert. Die betroffenen Bereiche des Altbaus wurden für den Umbau, der im laufenden Museumsbetrieb stattfindet, für Besucher gesperrt, die Büros in ein Nachbargebäude verlegt.

Ein Schmuckstück moderner Museumsgestaltung wird das zweite Obergeschoss mit der ur- und frühgeschichtlichen Ausstellung. Besonders kostbare Exponate aus dem Elbe-Weser-Dreieck wie die "Stader Bronzeräder“, der "Flintdolch von Wiepenkathen“ oder der „Goldarmreif aus Himmelpforten werden durch eine stimmungsvolle Inszenierung in den Mittelpunkt gerückt. Nach Epochen gegliederte Ausstellungsbereiche, sogenannte "Zeitinseln", laden zum Erkundung der Museumsschätze ein. Neben ausgewählten Exponaten befinden sich auf den "Zeitinseln“ und „Medientischen" Bildschirme, Grafiken, Landkarten, große Fotos und Comics zur Forschungsgeschichte der Fundstücke.

An fünf Cumputern (iMACs) können sich Besucher über Fundstellen, Denkmale und Aktuelles aus der Archäologie informieren. Die geschwungenen Tische und Tresen wurden von dem auf Museumsausstattung spezialisierten Berliner Architekturbüro "Neo Studio" entworfen und werden derzeit von der Tischlerei Gerken aus Kutenholz-Aspe maßgefertigt.

Für Kinder gibt es einen gesonderten Erlebnisbereich. Die jungen Gäste können unter dort anderem verschiedene „Höhlen" erkunden.

Ein komplettes "Facelifting" bekommt die Verwaltung in der dritten Etage: Neben den neuen Büros mit modernem Mobiliar wird der Veranstaltungsraum ein Hingucker: Die Wände des Saals werden mit Werken aus der Ausstellung "Die Peitsche der Erinnerung" (2007) der Künstler Jonathan Meese und Daniel Richter ausgestattet.

Nicht zuletzt wird die ca. 6.000 Bände umfassende Museumsbibliothek auf dem Spitzboden neu eingerichtet. Künftig stellt das Museum Informationen zu den Büchern im "Regionalkatalog des Gemeinsamen Bibliotheksverbundes (GBV)" im Internet zur Verfügung.

Der Millionen-Umbau wird sich nicht auf den Eintrittspreis auswirken. Dieser bleibt konstant: Das "Museen Stade Ticket - ein Preis, drei Museen" kostet 6 Euro pro Tag.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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