Satellitensender für den Artenschutz
Naturschutzstation Unterelbe erforscht Zugwege der Uferschnepfen

„Up Kamerun“, ein Sender-Vogel von der Unterelbe, zog bis zum 14. Juni 2020 zwei Jungvögel auf. Seit dem 1. August verweilt die Uferschnepfe im Casamance-Delta im Senegal
  • „Up Kamerun“, ein Sender-Vogel von der Unterelbe, zog bis zum 14. Juni 2020 zwei Jungvögel auf. Seit dem 1. August verweilt die Uferschnepfe im Casamance-Delta im Senegal
  • Foto: Jürgen Ludwig/NLWKN
  • hochgeladen von Susanne Böttcher

nw/bo. Freiburg. Hinter dem Elbdeich bei Freiburg, nahe der Elbmündung bei Cuxhaven liegt das EU-Vogelschutzgebiet „Unterelbe“. Das Gebiet zwischen Krautsand und Otterndorf ist eines der wichtigsten Brutgebiete der Uferschnepfe in Niedersachsen. Im Rahmen des seit 2011 laufenden "LIFE+"-Projekts "Wiesenvögel" wird der Schutz dieser Vogelart, aber auch weiterer Wiesenvögel mit ähnlichen Lebensraumansprüchen, besonders gefördert. Schutzmaßnahmen sind notwendig, da der Bestand der Wiesenvögel stark abgenommen hat. Hauptursache ist der agrarstrukturelle Wandel der vergangenen Jahrzehnte, aber auch die Flächenentwässerung, denn die meisten Vögel dieser Art benötigen zu Brutbeginn im Frühjahr feuchte und nasse Flächen.

Im Rahmen des Projekts soll jetzt erforscht werden, was mit der Uferschnepfe auf ihrem langen Zugweg in die Wintergebiete in Afrika geschieht. Dazu legte ein Team aus erfahrenen Vogelberingern im Mai vier Altvögeln Satelliten-Sender an. Das Gewicht der Sender beträgt lediglich fünf Gramm. Jürgen Ludwig, der für das "LIFE+"-Projekt beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in der Naturschutzstation Freiburg tätig ist, erklärt: „Die hier verwendeten sogenannten Rucksacksysteme wurden bereits in der Naturschutzstation Dümmer erprobt. Sie senden uns in bestimmten Abständen den momentanen Aufenthaltsort der Vögel. So können wir ihre Routen online verfolgen.“

Das Projektteam verspricht sich von der Auswertung der Daten neue Erkenntnisse, wo Schutzbemühungen auch über Deutschland hinaus ansetzen sollten. Im Fokus der Untersuchungen stehen neben den Zugrouten die Raststationen, Überwinterungsorte sowie die Mauser- und Sammelgebiete. Die Wissenschaftler interessiert, welche Lebensräume genutzt werden und wie sie vernetzt sind, damit Schutzbemühungen zielgenauer in die Wege geleitet werden können. Erste Erkenntnisse gibt es von dem Projektgebiet am Dümmer: Sie belegen, dass jede Uferschnepfe ihre eigene Zugstrategie hat, was Zwischenstopps und Reisegeschwindigkeit angeht. Bei der Zugstrecke sind sich die Sendervögel einig: Ihre Route führt über Frankreich und Spanien.

Das "LIFE+"-Projekt mit einem Gesamtvolumen von 22,3 Millionen Euro ist auf neun Jahre bis 2020 angelegt. Die EU fördert das Projekt mit 60 Prozent, 40 Prozent der Kosten trägt das Land Niedersachsen. Derzeit ist die Verlängerung des Projektes bis 2022 geplant.

Autor:

Susanne Böttcher aus Buxtehude

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