Richtlinien des Landes fehlen noch
Oft nur Schwimmen in Freibädern der Region erlaubt

In Harsefeld laufen die Vorbereitungen zum Start der Freibadsaison auf Hochtouren
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sc/mke. Landkreis Stade/Harburg. Die Freibäder in Niedersachsen dürfen am 25. Mai wieder öffnen. Doch noch eine Woche vor Start in die Freibadsaison gibt es vom Land keine Richtlinien, unter welchen Bedingungen die Freibäder eröffnen können. Ein unbeschwertes Badevergnügen wird es in Zeiten von Corona nicht geben - so viel steht schon mal fest. Mit Hochdruck arbeiten die Freibäder in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsämtern und den Dachverbänden an einem Hygienekonzept.

Stade orientiert sich an Nordrhein-Westfalen

In Stade hat man sich an Plänen aus Nordrhein-Westfalen orientiert, wo die Freibäder bereits geöffnet haben. "Wir haben ein Hygienekonzept erstellt, aber es fehlt noch die Abstimmung mit dem Land", so Olaf Schacht, Technischer Prokurist bei den Stadtwerken Stade, die über ihre Tochterfirma "Stader Bädergesellschaft" das Freibad betreiben. Das Freibad in Stade wird am 25. Mai definitiv öffnen. Einzelne Bereiche wie Sammelumkleiden werden voraussichtlich gesperrt, duschen wird nur einzeln möglich sein. Wie es mit dem Sonnenbad auf der Liegewiese aussieht, ist noch unklar. "Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten", so Schacht. Entweder müsse auf Abstand zwischen den Liegenden strengstens geachtet werden oder die Liegewiese wird komplett gesperrt, sodass nur geschwommen werden kann. "Letztlich hängt auch alles davon ab, wie sich unsere Gäste verhalten", gibt der Technische Prokurist zu bedenken.

Frühestens Eröffnung ab dem 9. Juni

Das Eröffnungsdatum 25. Mai wird in Hollern-Twielenfleth nicht einzuhalten sein. "Wir brauchen drei Wochen für die Vorbereitungen", gibt Hauptamtsleiter Kim Siol zu bedenken. Dazu gehöre unter anderem die Befüllung des Beckens, die Renovierungsarbeiten sowie das Beheizen des Wassers. Mit etwas Glück können die Gäste ab dem 9. Juni dem Freibad einen Besuch abstatten.

Viele werden enttäuscht wieder nach Hause fahren

"Die Schwimmbadsaison wird nicht mit den Jahren davor zu vergleichen sein", warnt Harsefelds Samtgemeinde-Bürgermeister Rainer Schlichtmann. Die Besucherzahlen müssen reduziert werden. An guten Tagen werden daher viele enttäuscht nach Hause fahren, so Schlichtmann. Momentan arbeitet die Harsefelder Verwaltung um Vize-Chef Bernd Meinke und Freibad-Betriebsleiter Michael Wege in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und den anderen Freibädern im Landkreis an einem Konzept, eröffnet wird hier allerdings auch frühestens nach Pfingsten. Damit die Abstandsregeln auch im Freibad umgesetzt werden können, hat die Deutsche Gesellschaft für Badewesen Richtlinien entwickelt, berichtet Bernd Meinke. Die Besucherzahl richtet sich demnach nach der Größe der Wasserfläche und der Liegewiese. 15 Quadratmeter Fläche sei pro Badegast vorgesehen. Um dies zu gewährleisten, könnten die Bahnen im Schwimmbecken abgeteilt werden. So können die Schwimmer geregelt hintereinander ihre Bahnen ziehen. Sammelduschen und -umkleiden werden gesperrt. Zudem wird es diesen Sommer nur Tages- und Zehnerkarten geben. Inwiefern die Rutschen und andere Spielgeräte zugänglich sind, müsse noch geklärt werden.

Attraktionen wie Wasserrutsche werden gesperrt

Auch in Horneburg heißt es in diesem Sommer "Abstand halten". Mit Hochdruck wird gerade an einem Konzept gefeilt, um rechtzeitig eröffnen zu können. Es gelte Besucherzahlen festzulegen, Hygieneregeln aufzustellen und den gesamten Ablauf neu zu organisieren, berichtet Knut Willenbockel, Verwaltungsvertreter des Samtgemeinde-Bürgermeisters. Attraktionen wie die Rutsche, der Sprungturm und die Spielgeräte werden ebenso wie die Liegewiese gesperrt. Zudem darf nur eine gewisse Besucheranzahl im Bad sein, dafür werden Zeitfenster aufgestellt, um möglichst vielen Schwimmern einen Besuch zu ermöglichen. „Wir versuchen das Beste draus zu machen und hoffen, voraussichtlich kurz nach Pfingsten mit dem Schwimmbetrieb starten zu können“ so Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede. Saisonkarten wird es auch hier in diesem Jahr nicht geben, sondern nur Tages- und Zehnerkarten.

Autor:

Mareike Kerouche aus Stade

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