Oma freute sich noch über bunte Bilder hinterm Türchen

Hedi Jens zeigt auf den Uralt-Kalender von 1920
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Nach WOCHENBLATT-Aufruf: 100 Adventskalender für Ausstellung gesammelt

tp. Drochtersen-Assel. „Wir sind überwältigt“, strahlt Hedi Jens (64) vom Bürgerverein Assel. Bei den Planungen für eine Adventskalender-Ausstellung in dem Kehdinger Dorf half das WOCHENBLATT mit einem Aufruf. Innerhalb weniger Wochen stellten Leser insgesamt fast 100 originelle Kalender von historisch bis modern zur Verfügung.

Hedi Jens, die die Kalender-Aktion gemeinsam mit ihrer Vereinskameradin Marlies Moldenhauer (55) ins Leben rief, hat nun alle Hände voll zu tun, die Kalender für die Ausstellung im Museum „Heimatstube“ in Assel ins rechte Licht zu rücken. An den Wänden hängen Kalender aller Stilepochen, vom aktuellen „Playmobil“-Kalender mit Plastikspielzeug über einen Überraschungsei-Kalender von 1999 bis zu einem mit Glittermotiven verzierten Pappkalender aus den 1950er Jahren.

„Der älteste stammt von 1920“, sagt Hedi Jens. Exakt in diesem Jahr wurden Adventskalender mit aufklappbaren Türchen erfunden. Kurios: Das betagte Exemplar mit dem Namen „Münchener Weihnachtskalender“, das eine alte Dame aus Kehdingen dem Heimatverein lieh, hat nur 18 Türchen. Die Wartezeit aufs Fest der Liebe begann seinerzeit erst am Nikolaustag. Zu „Omas Zeiten“ war mein bescheiden: Statt der heute üblichen Schokolade verbargen sich hinter den Türchen bunte Bilder. Und: Die grafischen Kalender wurden mehrere Jahre benutzt.

Hedi Jens freut sich zudem über eine besonders edle Handarbeit. Eine Frau aus Drochtersen bereicherte die Sammlung um einen farbenfrohen, selbst geschneiderten Kalender. Hinter jedem mit einer kleinen Rollgardine verschlossenen Fensterchen versteckt sich eine akkurate Stickerei.
24 nummerierte Geschenkkartons, Girlanden aus bunten Stricksocken sowie handgeknüpfte Kalender und ein hölzerner Tannenbaum-Kalender zum Hinstellen vervollständigen das Potpourri der vorweihnachtlichen Tage-Zähler.

• Die Ausstellung ist am ersten Advent, Sonntag, 1. Dezember, sowie am Samstag, 7. Dezember, und dem zweiten Adventssonntag, 8. Dezember, jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt frei

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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