jd. Stade. Die Verkehrsplanung in Stade war in den vergangenen Jahrzehnten überwiegend auf den Autoverkehr ausgerichtet. Die Folge: Vor allem Radfahrer hatten das Nachsehen. Viele Radwege in der Hansestadt entsprechen nicht den amtlichen Vorgaben. Sie sind oft deutlich zu schmal.
Mittlerweile gibt es ein Umdenken bei Politik und Verwaltung: Die Situation für Radfahrer soll verbessert werden. Stade will fahrradfreundlicher werden. Jetzt hat die Verwaltung zwei weitere Maßnahmen vorgestellt, mit denen dieses Ziel erreicht werden soll.

Radler haben Vorrang vor Autofahrern: Diese Regel gilt demnächst in der Neubourgstraße. Zum Ende der Herbstferien soll der komplette Straßenzug in eine Fahrradstraße umgewandelt werden. Damit gilt maximal Tempo 30 für alle Fahrzeuge. Außerdem dürfen jeweils zwei Radler nebeneinander fahren. Autofahrer sind nur zugelassen, wenn sie Anlieger sind. Weiterhin ändert sich die bestehende Einbahnstraßenregelung: Die Neubourgstraße ist künftig durchgehend von der Wallstraße bis zur Bahnhofstraße eine Einbahnstraße.

Auf mehr Radler auf der Fahrbahn müssen sich die Autofahrer ebenfalls ab Ende der Herbstferien in der Thuner Straße einstellen. Dort wird die Radwegebenutzungspflicht aufgehoben. Die Radwege würden nicht dem aktuellen Regelwerk entsprechen, so die Begründung der Verwaltung. Als besonders kritisch wird bewertet, dass Radler trotz der unübersichtlichen Straßenführung teilweise auf der linken Seite den Radweg nutzen müssen.

Wer künftig auf der Fahrbahn radelt, ist aus Sicht der Stadt nicht gefährdet: "Weder die Verkehrsstärken noch die Unfallzahlen lassen eine besondere Gefahrenlage erkennen", heißt es in einer Mitteilung an die Politik. Dennoch soll Radfahrern, die sich auf der Straße unsicher fühlen, erlaubt werden, auf dem Gehweg zu fahren. Immerhin sind zu Spitzenzeiten fast 700 Fahrzeuge pro Stunde in der Thuner Straße unterwegs.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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