Ausdrucksstarke Kunst
Schüler der Freien Waldorfschule Stade verschönern Bahnhofsunterführung

Miriam Börner (v.li.), Fenja Bungenstock, Paula Orwat, Linn Kottmann und Lea Basiucionek haben gemeinsam mit ihrer Klasse mit viel Kreativität die Bahnhofsunterführung verschönert
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  • Miriam Börner (v.li.), Fenja Bungenstock, Paula Orwat, Linn Kottmann und Lea Basiucionek haben gemeinsam mit ihrer Klasse mit viel Kreativität die Bahnhofsunterführung verschönert
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jab. Stade. Es wurde gespachtelt, getupft und gemalt am Stader Bahnhof: So verschieden wie die Schüler der Freien Waldorfschule Stade, so unterschiedlich sind auch ihre Bilder, die sie vergangene Woche an die Wände der Bahnhofsunterführung in Stade gebracht haben. "Bildnerische Bahnhofspflege" heißt das Projekt, das die Schüler der Waldorfschule bereits im neunten Jahr in Folge umsetzen - dank Corona aber nicht wie üblich in der elften, sondern diesmal erst in der zwölften Klasse.

"Ich bin froh, dass das Projekt doch noch stattfinden konnte", sagt Hans-Wolfgang Roth, Kunstlehrer der Waldorfschule. Dafür mussten viele Gespräche geführt werden, bis die Deutsche Bahn und die Stadt Stade schließlich zugestimmt hatten. Roth betreut das Projekt, bereitet die Schüler vor und gibt währenddessen Hilfestellung. Das Thema in diesem Jahr "Unter der Maske - Seelisches und Eigenheiten" greift das Thema Corona auf. Und auch die Schüler müssen während ihrer Arbeit dauerhaft eine Mund-Nasen-Maske tragen.

Lea Basiucionek, Miriam Börner und Paula Orwat (alle 17) sind bei diesem Projekt für die Pressearbeit zuständig und erklären, was es mit dem Thema und den Bildern auf sich hat. "Jeder hat eine andere Sicht und eine eigene Meinung zu Corona", so Lea. Die Bilder zeigten Emotionales, die Zerrissenheit, aber auch Angst, meint Paula. Und Miriam ergänzt: "Vieles kann man auch unter der Maske verstecken."

Das Malen an sich ist ein Prozess, auch wenn sie zu Beginn meist schon eine grobe Vorstellung davon hätten, was sie malen wollen, erklären die Mädchen. Zunächst wurden die Vorgängerbilder übermalt, Rahmen geklebt und erst Mittwoch mit der eigentlichen Kunst begonnen. Nach und nach entwickelten sich die unterschiedlichen Werke. Miriam war eine der Ersten, die Farbe an die Wand gebracht hatte. "Ich habe einfach losgelegt, um einen Start zu haben. Erst habe ich zu viel nachgedacht und Angst gehabt, anzufangen." Schließlich könne man hier nicht einfach ein neues Papier nehmen wie im Unterricht.
Auf den Austausch mit den anderen Schülern legen die Mädchen während des Schaffungsprozesses Wert. Hierbei werde nicht nur über die Kunst, sondern auch über private Themen gesprochen, die dann ebenfalls mit in die Bilder einfließen. Auch die Mittagspause sei wichtig, da sie so Abstand zu ihren Bildern bekommen und sich durch andere Dinge inspirieren lassen können.

Ein Jahr lang können Passanten die kreativen Werke an den Wänden der Bahnhofsunterführung bewundern. Um die Bilder wirklich auf sich wirken zu lassen, sollten sich die Menschen ruhig etwas Zeit nehmen, empfiehlt Roth.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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