Serienstart: WOCHENBLATT begleitet Krebs-Patientin Iris Brehm (52) aus Nordkehdingen

Geburtstagsfeier im Kreise lieber Verwandter: Iris Brehm mit ihrem Sohn René und Enkel Milan
3Bilder
  • Geburtstagsfeier im Kreise lieber Verwandter: Iris Brehm mit ihrem Sohn René und Enkel Milan
  • hochgeladen von Thorsten Penz

Serienstart: WOCHENBLATT begleitet Bruskrebs-Patientin Iris Brehm (52) aus Nordkehdingen / Abschied von den langen Haaren

tp. Freiburg. Schnell wachsender, bösartiger Brustkrebs: Diese Schock-Diagnose traf Iris Brehm aus Freiburg in Nordkehdingen wie ein Schlag. Offen und mit viel Tapferkeit schilderte die Hartz-IV-Empfängerin Anfang Juni in dem Artikel "Krebserkrankung ist kein Härtefall" ihre seelische und gesundheitliche Ausnahme-Situation, die sich durch einen Behördenstreit um eine Kostenerstattung für Krankenfahrten ins Hancken-Klinikum nach Stade verschärfte. Dank des Berichts fanden sich Menschen mit Herz, die ihr in der ersten Krankheitsphase helfend zur Seite standen. Iris Brehm fasste Vertrauen zum WOCHENBLATT und lud die Leser ein, sie im Rahmen einer Serie durch die schweren Zeiten zu begleiten. In loser Reihenfolge gibt die Alleinstehende, die früher als Tresenkraft arbeitete, Einblick in ihr neues, besonderes Leben, das durch die Krebserkrankung auf den Kopf gestellt wurde. Zum Start: ihr 52. Geburtstag.

Selbstbewusst und gut gelaunt empfing Iris Brehm die Geburtstagsgäste in ihrer kleinen Single-Wohnung und überraschte alle mit ihrem völlig veränderten Aussehen: "Die Haare sind ab", kommentierte sie ihren ungewohnten Look. Noch vor Einsetzen des Haarausfalls - bedingt durch die Chemotherapie - beschloss Iris Brehm, sich in einem buchstäblichen Radikal-Schnitt von ihren geliebten langen Haaren zu trennen. Sie folgte damit auch der Empfehlung des behandelnden Arztes und ihres Sohnes René (31).

Der Sohn bestellte seiner Mutter schließlich einen Friseur ins Haus, der ihr das dunkelbraune Haar bis auf die Kopfhaut schor. Kämpferin Iris Brehm stand die Prozedur tapfer durch: "Lieber so, als weinend von jeder einzelnen Strähne Abschied zu nehmen."
"Es steht dir gar nicht so schlecht", beteuerten die Geburtstagsgäste. Mit ihren beiden Söhnen, der Schwiegertochter, zwei Enkeln, Onkel, Tante und dem netten Nachbarn Ernst-August Ackermann (74), der einen Topf blühender Blumen mitbrachte, feierte Iris Brehm bei Kaffee, Kuchen und Gegrilltem. Am Rand der Feier, die für sie "eine willkommene Ablenkung vom Krankenalltag" war, gab sich Iris Brehm nachdenklich: "Wer weiß schon, was in einem Jahr ist?"

Wenngleich sich Iris Brehm vor ihren Geburtstagsgästen zwanglos mit kahlem Kopf zeigte und alltags nur ein Cappy trägt, möchte sie sich - je nach Anlass und Stimmung - in der Öffentlichkeit mit ihrem gewohntem Aussehen präsentieren können. Die Krankenkasse finanzierte ihr den Kauf einer Langhaar-Perücke. Iris Brehm probt vor dem Spiegel fleißig das Frisieren und verschiedene Kopftücher aus. Zusätzliche Kosmetik-Tipps holt sie sich im Internet.

In Kürze folgt Iris Brehm der Einladung des Vereins Krebsnachsorge Stade. In den Räumen der Hancken-Klinik findet unter der Regie einer Profi-Kosmetikerin ein Frisier- und Schmink-Workshop für Krebspatientinnen statt: "Das Angebot nehme ich gerne an", sagt Iris Brehm, die bereits weiß: "Demnächst fallen mir auch die Augenbrauen und Wimpern aus."
Zwischenzeitlich unterzog sich Iris Brehm ihrer zweiten ambulanten Chemotherapie-Behandlung, die sie als "strapaziös" empfand: Blutabnahme, Infusionen und die Einnahme verschiedener, starker Medikamente innerhalb eines halben Tages hätten ihr körperlich und geistig zugesetzt: Die Krebspatientin berichtet von Verwirrungszuständen, Wortfindungsstörungen, trockener Mundschleimhaut und nicht zuletzt dem belastenden Anblick leidender Mitpatienten.

Einen weiteren Hautnah-Report über Iris Brehms Krankengeschichte lesen Sie in einer kommenden WOCHENBLATT-Ausgabe

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

Politik
Freiwillig mit Mund- und Nasenschutz kehrten Grundschüler in Maschen Anfang Mai nach der Corona-Zwangspause in die Schule zurück

Corona - eingeschränkter Regelbetrieb
Niedersachsen will auf eine Maskenpflicht in Schulen verzichten

(ts). Nach der Corona-Zwangspause und den Sommerferien dürfen Hamburgs Schüler seit vergangenem Donnerstag wieder zur Schule gehen - an den weiterführenden Schulen herrscht für Schüler, Lehrer und Besucher Maskenpflicht. Im Klassenzimmer dürfen sie den Mund- und Nasenschutz allerdings abnehmen. In Niedersachsen sollen die Schulen zum Schulstart am 27. August ebenfalls in einem eingeschränkten Regelbetrieb anlaufen können - allerdings lockerer beim Mund- und Nasenschutz. Im Unterricht und...

Politik
Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln, ist das nicht gefährlich, beruhigt der Landkreis

Antwort des Landkreises Harburg auf FDP-Antrag
Maden in Biotonnen sind ungefährlich

(os). Wenn sich in der Biotonne Maden sammeln oder die Tonne einen unangenehmen Geruch verbreitet, ist das für Menschen ungefährlich. Das geht aus der Antwort des Landkreises Harburg auf eine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion hervor. Wie berichtet, wollten die Freidemokraten wissen, ob es möglich ist, die Biotonne in den Monaten zwischen Mai und September jede Woche und nicht wie derzeit alle 14 Tage leeren zu lassen. Die FDP-Fraktion hatte auf viele Klagen von Bürgern verwiesen, denen beim...

Panorama
Die Container der inzwischen geschlossenen Testzentren - wie hier am Krankenhaus Buchholz - bleiben zunächst stehen Foto: os

Corona-Testzentren in der Pampa

KVN eröffnet Testeinrichtung für Urlaubsrückkehrer in Rosche (Uelzen) / Landkreis Harburg stinksauer thl. Winsen. "Corona-Testzentren werden für Urlaubsrückkehrer neu eröffnet" - so lautet die vollmundige Überschrift einer Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN). Wie das WOCHENBLATT berichtete, gab es heftige Kritik an der KVN, nachdem sie die Abstrichzentren in der Region, wie z.B. an den Krankenhäusern Winsen und Buchholz, geschlossen hatte. Deswegen hat die...

Panorama
Bei Drochtersen soll die A 20 die Elbe unterqueren. Der Tunnelbau könnte - wenn alles gut läuft - 2025 beginnen

Fertigstellung der A 20 weiter für 2030 angepeilt
Neuer Elbtunnel: Baubeginn soll 2025 sein

Ab 2030 sollen die ersten Autos durch den neuen Elbtunnel bei Drochtersen rollen.(jd).  Der Termin 2030 wurde in den Vorjahren immer wieder von Planern und Politikern genannt. Jetzt bestätigte der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Bernd Buchholz noch einmal indirekt die Zeitplanung: Er rechne damit, dass die A 20 in seinem Bundesland ab 2030 in ihrer kompletten Länge befahren werden kann, erklärte der Minister. Er dürfte dabei auch an die Elbquerung gedacht haben. Denn ohne den Tunnel...

Panorama
  3 Bilder

Eklat zwischen dem Künstler Erwin Hilbert und dem Vorstand der St.-Petri-Kirche
Kunstausstellung in Buxtehuder Kirche vorzeitig beendet

sla. Buxtehude. Nach etlichen Vorfällen, über die das WOCHENBLATT berichtete, hat der Kirchenvorstand der St.-Petri-Kirchengemeinde die Kunstausstellung "Jesus und andere Gestalten" sowie die weitere Zusammenarbeit mit dem Künstler Erwin Hilbert vorzeitig beendet. Der Entschluss wurde durch Pastor Michael Glawion nach dem Druck der Wochenendausgabe bekanntgegeben. Die genauen Hintergründe, die zu dieser Entscheidung führten, werden in der nächsten WOCHENBLATT-Ausgabe am Mittwoch ausführlich...

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen