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Übertragungsfehler in der Tabelle: Inzidenzwert lag bereits gestern über 200

Aktionstage "Orange Days"
Stade macht sich stark gegen Gewalt an Frauen

Orange Schuhe sollen am Stader Rathaus auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen
  • Orange Schuhe sollen am Stader Rathaus auf das Thema Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen
  • Foto: Marlene Apmann
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

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„Neben der bundesweiten Social-Media-Kampagne planen wir nunmehr bis zum 10. Dezember eine eigene mediale Kampagne zusammen mit den Stader Geschäftsleuten“, so Präsidentin Regina Stoldt. Dazu wurden Stader Geschäftsfrauen und Geschäftsmänner mit dem Statement "NEIN! Zu Gewalt gegen Frauen" fotografiert. Als ein weiteres Zeichen der Solidarität erhielten alle Geschäftsleute ein orangefarbenes Band. Ein Transparent am Heinz-Dabelow-Platz macht darüber hinaus auf die Kampagne aufmerksam.

Am Samstag, 28. November, hängen zudem am Stader Rathaus 84 orange gefärbte Schuhpaare. Sie stehen für die 605 von häuslicher Gewalt betroffenen Frauen, die 2019 im Landkreis Stade gezählt wurden. „Dieses Zeichen mitten in der Stadt ist uns ganz wichtig“, sagt Soroptimistin Tina Helms, die im Club die Schuhe gesammelt und seit Monaten mit Farbe besprüht hat. Die von der Fotografin Marlene Apmann bereits gefertigten Fotos von den Schuhen werden für die Social-Media-Kampagne genutzt.

„Die ursprünglich vorgesehenen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen, den Verkauf von alkoholfreien Orangenpunsch für einen guten Zweck, das Beleuchten des Rathauses in Orange und auch die geplante Schuhaktion am Fischmarkt im Rahmen der landkreisweiten 16-Tage-Kampagne verschieben wir auf andere frauenpolitisch wichtige Tage oder Wochen in 2021‟, sind sich die Veranstalterinnen einig.
Laut Stoldt ergeben Studien, dass etwa jede dritte Frau während ihres Lebens Opfer von körperlicher und/oder sexueller Gewalt wird. Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen hätten weltweit zu einem weiteren Anstieg geführt. „Berufliche und daraus resultierende soziale Probleme innerhalb der Familien oder die phasenweisen Ausgangsbeschränkungen sind nur zwei der Gründe“, führt die Präsidentin aus.

„Wir haben große Sorgen, dass Millionen von Frauen und Mädchen weltweit unbemerkt erhebliches physisches und psychisches Leid erfahren“, so ihre Befürchtung. Als gesamte Gesellschaft müsse man die Orange Days deshalb nutzen, um auf die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. „Die Pandemie wirkt in dieser Hinsicht wie ein Brandbeschleuniger“, so Karina Holst, Gleichstellungsbeauftragte der Hansestadt Stade.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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