Zu wenig Impfstoff: Impfungen in den Altenheimen noch nicht beendet
Stader Impfzentrum: Start wohl erst am 1. Februar

jd. Stade. Sie sind angelaufen, wenn auch äußerst schleppend: die Corona-Schutzimpfungen. Der Landkreis hat jetzt auch einen Termin für die Eröffnung des Impfzentrums im Stade-Ottenbeck genannt: Es soll am 1. Februar an den Start gehen, um mit der Impfung der über 80-Jährigen zu beginnen - sofern ausreichend Impfstoff vorhanden ist.

Bei den aktuellen mobilen Impfungen haben etwas mehr als zwei Prozent der Menschen im Landkreis Stade aus Sicht der Behörden höchste Priorität. Es handelt sich neben ausgewählten Beschäftigten der Elbe Kliniken  um die rund 2.500 Bewohner der kreisweit 28 Alten- und Pflegeheime sowie die 2.200 dort Beschäftigten. Bis alle Pflegeeinrichtungen durchgeimpft sind, wird es nach Auskunft des Landkreises aber noch einige Zeit dauern. Denn die Auslieferung des Impfstoffes erfolgt weiter nur tröpfchenweise. In der vergangenen und in dieser Woche kamen jeweils 1.000 Impfdosen in Stade an, in der kommenden Woche verschiebt das Land die Lieferung weiterer 1.000 Impfdosen von Montag auf Freitag.

"Seit dem Beginn der Impfungen konnte jeden Tag ein Heim versorgt werden", so die Leiterin des Impfzentrums, Nicole Streitz. Derzeit seien vier mobile Teams im Einsatz, um Bewohnern und Personal der Heime das Vakzin zu verabreichen. Bleibt es allerdings bei diesem Tempo, wird es mehr als einen Monat dauern, bis alle stationären Pflegeeinrichtungen versorgt sind.

Denn auch der Landkreis rechnet offenbar nicht damit, dass sich die Liefermenge bei den Impfdosen in absehbarer Zeit erhöhen wird. "Wir gehen davon aus, dass wir ab dem 25. Januar mehr als 1.000 Impfdosen pro Woche vom Land bekommen, damit neben den Wiederholungsimpfungen auch noch neue Impfungen möglich sind und das Impfzentrum in Stade-Ottenbeck seine stationäre Arbeit aufnehmen kann", erklärte Streitz noch vor ein paar Tagen. Nun heißt es, dass das Land mangels Nachschub den Lieferrhythmus von sieben auf neun Tage ausdehne.

Sofern dann ausreichend Impfstoff und Ärzte zur Verfügung stehen, könnten später acht Impfstrecken in Ottenbeck bedient werden. Die organisatorischen und räumlichen Voraussetzungen werden dafür gerade geschaffen. Außerdem bereitet der Landkreis den Einsatz von zwei weiteren mobilen Teams vor. Dafür werden seit dem gestrigen Freitag zusätzlich zu den 29 vorhandenen Kräften 40 weitere Mitarbeiter im Impfzentrum geschult und eingearbeitet.

Streitz gibt aber auch zu bedenken, dass bei den bereits Geimpften in den Heimen nach jeweils drei Wochen die Auffrischungsimpfung ansteht. Diese Zweitimpfungen sollen am 26. Januar beginnen. Im Anschluss werde man die mobilen Teams dafür einsetzen, andere, nicht-stationäre Senioren-Einrichtungen aufzusuchen. Dazu zählen Einrichtungen betreuten Wohnens, Tagespflegen und Pflege-Wohngemeinschaften.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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