Mit dem Auto durch die Wüste
Stader nehmen an Rallye durch Europa und Afrika teil

Mit ihrem 13 Jahre alten Kombi soll es für Inga und Jörg Oberscheven nach Afrika gehen
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Blaulicht
Konstantin Keuneke (40) übernahm vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz im Landkreis Harburg

Auf den Ernstfall vorbereitet
Konstantin Keuneke leitet seit zwei Jahren die Abteilung Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz beim Landkreis Harburg

(nw/tw). Manchmal ist das Leben schneller, als man Pläne schmieden kann. Als Konstantin Keuneke (40) vor zwei Jahren die Leitung der damals neu geschaffenen Abteilung für Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz übernommen hatte, stand eines ganz oben auf der To-do-Liste: zu prüfen, in welchen Bereichen und durch welche Projekte Rettungsdienste, Brand- und Katastrophenschutz weiter gestärkt werden können. „Dabei kam auch der Gedanke auf, den bestehenden Pandemie-Plan zu erneuern“, erinnert...

Politik
Nimmt den Prüfbericht gelassen: Hollenstedts Bürgermeister Jürgen Böhme
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In Hollenstedt
Verstößt Bürgermeister gegen geltendes Recht?

bim. Hollenstedt. Der Tagesordnungspunkt "Jahresabschluss" in einer Ratssitzung ist eigentlich eine Regularie, die per Handzeichen abgenickt und in der Öffentlichkeit nicht wirklich wahrgenommen wird. Zumal es sich in der Regel um länger zurückliegende Jahresabschlüsse handelt. Die für die Jahre 2015 und 2016 sorgt in der Gemeinde Hollenstedt für einigen Zündstoff - und Kritik an Bürgermeister Jürgen Böhme durch die Wählergemeinschaft Hollenstedt (WGH). Hintergrund sind u.a. vom...

Politik
Rettungshubschrauber können das Elbe Klinikum in Buxtehude nicht anfliegen. Sie landen daher im Jahnstadion

Elbe Klinikum Buxtehude wird nicht angeflogen
Stadt soll Helikopterlandeplatz schaffen

tk. Buxtehude. Die Stadt Buxtehude soll eine befestigte Landefläche für Helikopter ausweisen, die von allen Rettungsdiensten mit ihren Fahrzeugen gut angefahren werden kann. Diesen Antrag stellt Janet Hüsgen (Grüne). Die Ratsfrau, die seit der Wahl im Buxtehuder Stadtparlament sitzt, weiß, worüber sie redet. Sie ist nämlich auch Feuerwehrfrau im Zug II der Freiwilligen Feuerwehren Buxtehude. Ende 2021 sollte ein Patient vom Elbe Klinikum mit dem Rettungshubschrauber in ein anderes Krankenhaus...

Service

Zahl der Infektionen steigt weiter
Alle Landkreise im Elbe-Weser-Dreieck haben jetzt Inzidenzen über 500

jd. Stade. Jetzt ist die 500er-Marke übersprungen: Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Stade ist am Mittwoch, 19. Januar, auf 519,1 angestiegen. Im gesamten Elbe-Weser-Dreieck ist jetzt die Schwelle von 500 überschritten. In allen Landkreisen der Region entwickelt sich ein dynamisches Infektionsgeschehen. Aktuell sind im Landkreis 1.559 Personen mit dem Coronavirus infiziert (positiver Corona-Test). Innerhalb von 24 Stunden wurden 250 Neuinfektionen verzeichnet. Die Gesamtzahl der seit...

Wirtschaft
Die Tiefbauarbeiten für den Autohof an der A7-Anschlussstelle Evendorf sind bereits abgeschlossen. Auf 15 Hektar sollen ein "Auto Reise Center" und ein Gewerbegebiet entstehen
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Hotel, Restaurants und Raststätte
Evendorf: Autohof der Zukunft soll Anfang 2023 fertig sein

as. Evendorf. Das Fundament liegt bereits: Die Arbeiten am Autohof an der A7-Abfahrt Evendorf schreiten voran. Laut Thorsten Neumann, Projektentwickler der Nanz-Gruppe, sollen Hotel, Restaurants und Rastanlage im Frühjahr 2023 eröffnet werden. Nach Workshops mit Bürgern, Politik, Verwaltung und Investor wurde im vergangenen Jahr die Änderung des Bebauungsplanes „Thaneberg, Döhle/Evendorf“ beschlossen. Wie berichtet, investiert die Nanz-Gruppe rund 20 Millionen Euro, um auf rund 15 Hektar unter...

Politik
Rednerin Dörte Schnell (rote Jacke) rief dazu auf, den Auftritt rechter Gruppierungen bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen nicht zu tolerieren
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Protest-Aktion gegen Corona-Leugner
"Omas gegen Rechts" demonstrieren in Stade gegen Querdenker

jd. Stade. "Impfen statt schimpfen", "Mehr denken statt querdenken", "Eure Freiheit ist Egoismus": Mit Transparenten dieser Art wurde am Montagabend in Stade gegen Impfgegner, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker protestiert. Rund 140 Menschen fanden sich auf dem Platz Am Sande ein, um darauf hinzuweisen, welche Gefahr für die Demokratie und die freiheitliche Gesellschaft von den sogenannten "Montagsspaziergängen" ausgehen kann. Der Platz in der Stader City war an diesem Abend auch...

Blaulicht
Der Pkw wurde bei dem Unfall völlig zerstört

Zeugen gesucht
Lebensgefahr nach Unfall auf der A1 bei Hollenstedt

thl. Hollenstedt. Bei einem Verkehrsunfall auf der Hansalinie A1 ist am Montagnachmittag ein 23-jähriger Rotenburger lebensgefährlich verletzt worden. Der junge Mann war gegen 15 Uhr mit seinem BMW auf dem linken Überholfahrstreifen laut Zeugen mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Hamburg unterwegs. Bei einem Bremsmanöver verlor er die Kontrolle über sein Fahrzeug und schleuderte über alle drei Fahrstreifen nach rechts in einen Lärmschutzwall. Dann überschlug sich der Pkw mehrfach und kam...

Panorama
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Corona-Zahlen am 19. Januar
Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg nur noch knapp unter 1.000

(lm). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 19. Januar, von 898,0 am Vortag auf 976,9 gestiegen und liegt damit nur noch knapp unter einem Wert von 1.000. Vor einer Woche lag die Inzidenz noch bei 516,8. 402 neue Corona-Fälle wurden heute übermittelt, in den vergangenen sieben Tagen wurden 2.501 Fälle registriert (+202 im Vergleich zum Vortag).  Die landesweite Hospitalisierungsinzidenz ist von 5,2 auf 5,6 gestiegen, die Intensivbettenbelegung verzeichnet einen...

jab. Stade. Tagelang durch die Wüste und dabei ganz auf sich gestellt, direkt am Meer entlang oder einfach über Schotterpisten: So sieht die Charity-Rallye "Dresden Dakar Banjul" aus. Die Stader Inga und Jörg Oberscheven (34 und 38) wollen in diesem Jahr das erste Mal an der mehr als 7.000 Kilometer langen Tour, die u.a. durch die westafrikanischen Länder Senegal und Gambia verläuft, teilnehmen. Das Paar will auf diese Weise nicht nur seinen Abenteuerdurst stillen, sondern gleichzeitig auch etwas Gutes tun. Denn ihr Auto wird im Anschluss an die Reise vor Ort versteigert.

Versteigerung für gemeinnützige Projekte

Auf die Idee zur Teilnahme an der Rallye kamen sie durch einen Freund. Er habe ihnen von seiner Fahrt erzählt und Fotos gezeigt. Die Fahrzeuge, die an der Rallye teilnehmen, werden samt Inhalt im Anschluss bei einer Veranstaltung versteigert. Das Geld und Spenden kommen dem Verein Breitengrad zugute, der vor Ort gemeinnützige Organisationen mit ihren Projekten unterstützt, z.B. Schulen, Waisen- und Krankenhäuser.

"Wir wollten unseren 13 Jahre alten Skoda ohnehin verkaufen und durch ein neues Fahrzeug ersetzen", erklärt Inga Oberscheven. Für diesen würden sie mit ca. 250.000 gefahrenen Kilometern hier nur noch 1.500 Euro bekommen. "Danach würde das Auto aufs Schiff geladen und nach Afrika gebracht werden", weiß ihr Partner. Denn auf der Südhalbkugel werden die alten Fahrzeuge noch viele Jahre weitergefahren, beispielsweise von Taxiunternehmen. Bei den Versteigerungen kämen aber weit höhere Summen heraus, die dann auch noch vor Ort eingesetzt werden. Zudem wüssten sie so, wo das Geld hingeht und dass nichts für einen Verwaltungsapparat von Spendenorganisationen draufgeht.

"Aus ökologischer Sicht wäre es besser, wir verkaufen das Auto und spenden das Geld", sagt Jörg Oberscheven. Allerdings käme so wesentlich weniger Geld zusammen. "Und es geht auch um das Erlebnis." Zudem sei es für das Auto der gleiche Weg.

Eine abenteuerliche Reise

"Diese Reise wird allerdings nicht ganz ungefährlich", weiß Jörg Oberscheven. Zwar gebe es eine vorgegebene Route, die über mehrere Ländergrenzen durch Europa und Afrika führt. Diese können die Teilnehmer aber auch verlassen und abseits des Weges die jeweilige Region erkunden. Das Problem: "Dort erhält man dann keine technische Hilfe, wenn etwas passiert." Doch das Risiko werden die beiden eingehen, um auch die Länder und die Menschen kennenzulernen. 21 Tage sind für die Strecke eingeplant. Geschlafen wird in Unterkünften, im Zelt in den Camps oder auf der Rückbank.

Während der Rallye wird die Strecke die Teilnehmer direkt am Strand entlang führen
  • Während der Rallye wird die Strecke die Teilnehmer direkt am Strand entlang führen
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Die Vorbereitungen für die Rallye laufen bereits, auch wenn die Veranstaltung wegen Corona unter Vorbehalt erst im November stattfindet. Das Startgeld von rund 850 Euro pro Person sowie sämtliche Versicherungen, internationale Führerscheine und Pässe müssen aber schon jetzt organisiert werden. Das Auto muss entsprechend umgerüstet, Ersatzteile und ausreichend Vorräte besorgt werden. "Wir fahren z.B. vier bis fünf Tage durch die Sahara, wenn da etwas passiert, sind wir lange Zeit auf uns gestellt", sagt Jörg Oberscheven. Bis Hilfe kommt, könne es dauern.

Vom heimischen Esstisch hinters Steuer in Richtung Afrika: Jörg und Inga Oberscheven stecken bereits tief in der Planung
  • Vom heimischen Esstisch hinters Steuer in Richtung Afrika: Jörg und Inga Oberscheven stecken bereits tief in der Planung
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Unterstützung ist gern gesehen

Außerdem, so sagt das Paar, können sie nicht genug Gepäck mitnehmen. Denn am Ende kommt alles unter den Hammer. Auch ihre vier Kinder, die während der Reise zu Hause bleiben, sortieren alte Kleidung und Spiele aus, um sie zu spenden. Das sei auch ein Grund, ihr Vorhaben publik zu machen. "Vielleicht können wir noch andere mitziehen, die auch überlegen, was sie Gutes tun können", so Jörg Oberscheven. Außerdem suchen die beiden stets nach Unterstützung. Wer einen Beitrag (Know-how, Sachspenden etc.) leisten möchte, kann sich auf www.rallye-meets-charity.de informieren oder sich direkt bei Jörg Oberscheven unter der Telefonnummer 0152-55909277 oder per Mail an spenden@rallye-meets-charity.de melden.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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