Super-Kick in Drochtersen: Zum Anpfiff ein Hit von den "Rolling Stones"

Mit dem Mikro am Mischpult: Dirk Ludewig auf der Sprecher-Kanzel im Kehdinger Stadion   Foto: privat
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  • hochgeladen von Christoph Kunst

Freut sich auf FC Bayern in Kehdingen: Stadion-Sprecher Dirk Ludewig (72)

tp. Drochtersen. tp. Drochtersen. Vor dem Anpfiff wird er den Fußballfans mit den Rolling Stones einheizen und "Start Me Up" über die Stadion-Boxen schicken. Dirk Ludewig (72) aus Drochtersen erreicht den Zenit seiner Karriere als Stadion-Sprecher: Am Samstag, 18. August, um 15.30 Uhr ist Anstoß in der ersten Runde um den DFB-Pokal.

Regionalligist Drochtersen/Assel (D/A) kickt im Kehdinger Stadion gegen Spitzen-Bundesligist FC Bayern München. Dirk Ludewig wird konzentriert und mit klopfendem Herzen in der Sprecherkabine sitzen. "Der absolute Höhepunkt" seiner Kommentatorenlaufbahn, sagt der Lehrer im Ruhestand und langjährige Mitarbeiter der WOCHENBLATT-Redaktion.

Seit zwei Jahrzehnten ist Ludewig Handball-Hallensprecher in Fredenbeck, und seit gut zehn Jahren Fußball-Stadion-Sprecher in seinem Wohnort Drochtersen. Bisherige Highlights dieses besonderen sportlichen Ehrenamtes waren die Freundschaftsspiele von Stader Kreisauswahl-Teams gegen Inter Mailand in Freiburg oder vor zwei Jahren in Drochtersen gegen Borussia Mönchengladbach, das die Kehdinger Gastgeber mit einem spektakulären 0:1 nur ganz knapp verloren.

Jetzt fiebert er "erwartungsvoll aber nicht aufgeregt" dem Spitzenspiel der Kehdinger gegen den mehrfachen Deutschen Meister und Champions-League-Gewinner entgegen: "Ich freue mich riesig darauf, die Nummern der Stars aufzurufen", sagt Ludewig: Jérôme Boateng, Robert Lewandowski, Torwart Manuel Neuer. Auch sei er gespannt, wie es Bayern-Boss Uli Hoeneß in Kehdingen gefalle und ob ihm die legendäre Stadion-Bratwurst schmecke. "Immerhin ist er Wurstfabrikant", sagt Ludewig mit einem Schmunzeln. Und: "Hoffentlich findet er mit seiner Manager-Limousine das Kehdinger Stadion, schließlich sei die Verkehrslage in Drochtersen wegen zahlreicher Baustellen derzeit "ganz schön unübersichtlich".

Die letzten Tage bis zum großen Spiel macht sich der routinierte Stadionsprecher noch in Sachen Sicherheit schlau: "Ich studiere täglich die DFB-Stadion-Fiebel, um angemessen auf unerwünschte Zwischenfälle reagieren zu können, etwa wenn ein Fan plötzlich einen Feuerwerkskörper zündet." Insgesamt hofft Vollblut-Sportsmann Dirk Ludewig, bekennender Fan von D/A, FC St. Pauli und Werder Bremen, "auf ein fröhliches und friedliches Spiel".

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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