Tages-Omi dringend in Himmelpforten gesucht

Mama Najla und Sohn Hassan
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Vorbildlich integrierte Flüchtlingsfamilie braucht Starthilfe: Wer passt auf den kleinen Hassan auf?


tp. Himmelpforten.
Im Christkinddorf Himmelfporten gelten Najla Hussein Hassan (31), ihr Ehemann Haydar Al Tamimi (48) und die vier Kinder Batoul (16), Ali (12), Melek (8) und Hassan (1) als vorbildlich integrierte Flüchtlingsfamilie. Die Eltern absolvieren eine Berufsausbildung und lernen fleißig Deutsch, die Kinder besuchen Schulen und den Kindergarten im Ort. Nur bei der Alltagsbewältigung in der neuen Umgebung stößt die aus dem Irak stammende Familie mitunter auf erhebliche Probleme, wenn Nesthäkchen Hassan überraschend erkrankt und niemand Zeit hat, spontan auf den Anderthalbjährigen aufzupassen.

Jetzt wendet sich eine gute Bekannte der Familie, Diplom-Psychologin Katrin Henk, an das WOCHENBLATT: "Meine Idee wäre, dass die Familie eine 'Hilfs-Oma' findet."
Die Familie verließ den krisengeschüttelten Irak wegen Repressalien vor dreieinhalb Jahren. In der Hauptstadt Bagdad arbeitete Mutter Najla als selbständige Friseurin. Ihr Ehemann Haydar, studierter Physiker, hatte ein Geschäft für Handy-Zubehör. Nach einer dramatischen Flucht über die Türkei fand die Familie eine neue Heimat im beschaulichen Himmelpforten. "Es ist wirklich eine Vorzeigefamilie in puncto Integration", sagt Katrin Henk, die Najla Hussein Hassan wegen eines Kriegstraumas psychologisch behandelt.

Derzeit hoffen die Familienmitglieder auf die offizielle Anerkennung als Asylbewerber. Bislang genießen sie nur den niedrigen, sogenannten subsidiären Schutz: Die Behörden haben zumindest einen Abschiebestopp verhängt. Um ihre Chancen auf ein dauerhaftes Bleiberecht zu verbessern, haben beide Eltern eine Lehre begonnen: Haydar Al Tamimi macht eine Ausbildung zum Fliesenleger, Najla Hussein Hassan absolviert erneut eine in Deutschland anerkannte Ausbildung zur Friseurin. Parallel macht Najla ihren Führerschein. Alle sprechen gut deutsch, die älteste Tochter ist Klassenbeste auf dem Gymnasium.

Der jüngste, in Deutschland geborene Sohn Hassan besucht den Kindergarten in Himmelpforten, wo ihn seine Mutter ihn jeden Morgen abgibt, um dann mit dem Zug und der S-Bahn knapp anderthalb Stunden von Himmelpforten nach Harsefeld zu fahren, wo sie ihre Ausbildung absolviert. Nach der Schule holt die älteste Tochter ihren kleinen Bruder aus dem Kindergarten ab und versorgt ihre jüngeren Geschwister, bis die Eltern abends von ihrer Arbeit zurück sind.

Zu Jahresbeginn gab es wiederholt Schwierigkeiten, als der kleine Hassan während der Grippewelle längere Zeit erkrankte und ihn der Kindergarten zum Gesundheitsschutz der anderen Kinder nicht betreuen konnte. Die Mutter musste sich einige Male krankmelden, um zu Hause bei ihrem Jüngsten zu bleiben. Mehrfach sprang auch die älteste Tochter ein. Zwar hat die Familie nachmittags Hilfe von einer Tagesmutter und öfter schickte auch der örtliche "Arbeitskreis Asyl" eine freiwillige Tages-Oma, doch immer wieder klafften Bettreuungslücken, die die Familie vor massive Alltagsschwerigkeiten stellte.

Wer ehrenamtlich helfen möchte, meldet sich unter Tel. 0176 - 41034798 bei Najla Hussein Hassan.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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