Vereins-Zoff in Stader Ortschaft eskaliert

Die Polizei rückte beim Leichtathletiktraining auf dem Sportplatz in Wiepenkathen an - ähnlich wie auf dieser Fotomontage
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  • Die Polizei rückte beim Leichtathletiktraining auf dem Sportplatz in Wiepenkathen an - ähnlich wie auf dieser Fotomontage
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Sportverein TSV Wiepenkathen schasst Leichtatletik-Trainer und schickt Polizei auf den Sportplatz

tp. Wiepenkathen. Polizeistreife auf dem Sportplatz, weinende Kinder, empörte Eltern, eine drohende Austrittswelle - ein seit Monaten andauernder Zoff im Sportverein TSV Wiepenkathen ist jetzt eskaliert.

Der TSV-Vorstand hat den in der Region als gewissenhaft und sportlich erfolgreich geltenden ehrenamtlichen Leichtathletik-Trainer Klaus Zacher (50) geschasst. Als Zacher dennoch das Training mit seiner Mannschaft mit Jungen und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren fortsetzte, rief die Vorsitzende Martina Schmidt, mit der er seit längerem im Clinch liegt, die Polizei.

Zacher hatte nach eigenem Bekunden mit einer Reaktion gerechnet, "doch nicht mit dieser". Er bedauert den Vorfall, auf den die aufgeregten Kinder emotional reagierten, bei einigen flossen die Tränen.

Hintergrund der Querelen ist ein Rundschreiben Zachers vom vergangenen Frühjahr, indem er der Vorsitzenden u.a. Verschwendung und Veruntreuung von Vereinsgeldern vorwarf. Entsprechende Informationen gewann Zacher über seine Ehefrau Elisabeth Zacher, die seinerzeit Vize-Klubpräsidentin war. Zwischenzeitlich wurde sie, angeblich auf Betreiben der Vorsitzenden Schmidt, die hohen Rückhalt aus der Fußballsparte genießt, durch einen Nachfolger ersetzt.

Nach der Sommerpause sollten sich unter den Sportlern in der Stader Ortschaft Wiepenkathen die Wogen glätten, Vereinsfinanzen diskutiert werden. Stattdessen erteilte die TSV-Spitze den Eheleuten Zacher im September wegen vereinsschädigenden Verhaltens und unzumutbarer Tätigkeit die Kündigung.
Zacher, der keinen Grund für einen Ausschluss sah, trat - unter Berufung auf seine Aufsichtspflicht - vor wenigen Tagen dennoch zum Training an. Die Vorsitzende, die noch versucht haben soll, das Training abzusagen, rückte mit ihrem Vize an und verwies Klaus Zacher des Sportgeländes.

Angesichts der Vorfälle wollen viele Eltern die Mitgliedschaft ihrer Kinder kündigen.
Insider rechnen wegen umstrittenen Plänen mit einer weiteren Austrittswelle: Dem Vernehmen nach plant der Vereinsvorstand die Einführung von Spartenbeiträgen für Fußballer und Leichtathleten.

"Diese Entwicklung ist sehr traurig", sagt der Vorsitzende des Kreis-Leichathletikverbandes Stade, Johann Schlichtmann auf WOCHENBLATT-Nachfrage: Er hält große Stücke auf die ehrenamtliche Arbeit des Ehepaares Zacher. Klaus Zacher habe sein Team zu sportlichen Erfolgen verholfen und werde seinen Posten als Verbandstrainer behalten. Elisabeth Zacher habe erst kürzlich unentgeltlich die Homepage des Kreisleichtathletikverbandes überarbeitet. Die Eheleute seien für ihre Sparsamkeit bekannt, so Schlichtmann. "Wir Leichtathleten sind so, schämen uns schon, wenn wir Startgelder bei Wettkämpfen anheben müssen."

• Martina Schmidt will sich gegenüber unserer Redaktion in der kommenden Woche zu der Angelegenheit äußern.

Die Polizei rückte beim Leichtathletiktraining auf dem Sportplatz in Wiepenkathen an - ähnlich wie auf dieser Fotomontage
"Traurige Entwicklung": Johann Schlichtmann, Chef des  des Kreis-Leichathletikverbandes
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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