Verkehrswacht mahnt steigende Unfallzahlen an und bietet Training
Vorsicht auf dem Pedelec

Pedelecs werden immer beliebter, doch leider steigen auch die Unfallzahlen
  • Pedelecs werden immer beliebter, doch leider steigen auch die Unfallzahlen
  • Foto: www.pd-f.de / r-m
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Stade. Pedelecs (von engl.: pedal electric cycle) mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit, die den Radler unterstützen, wenn er in die Pedale tritt, werden immer beliebter - sowohl bei Pendlern, die endlich auch ohne Auto unverschwitzt im Büro ankommen, als auch bei Senioren, denen die Radtour plötzlich wieder deutlich leichter fällt. Doch die Stader Verkehrswacht mahnt zur Vorsicht.
Denn: "Bedauerlicherweise haben die Unfallzahlen der Pedelec-Benutzer stark zugenommen", sagt Peter Stötzner von der Verkehrswacht. Das neue Gefährt verleite viele Radler zu höherem Tempo und damit zu einem erhöhten Risiko.
Eine neue Studie der Allianz belegt, dass Pedelecs eine hohe Unfallquote haben. So sei bei einer Fahrt auf einem Pedelec die Gefahr eines tödlichen Unfalls nach Berechnungen der Versicherung dreimal höher als auf einem normalen Fahrrad. Den Angaben der Allianz zufolge kommen im statistischen Schnitt pro Milliarde gefahrener Kilometer 11,64 Pedelec-Fahrer ums Leben, die vergleichbare Quote für nicht motorisierte Fahrräder liegt bei 8,96.
Im Landkreis Stade waren laut Unfallstatistik der Polizei im vergangenen Jahr 253 Radfahrer insgesamt an Unfällen beteiligt, davon wurden 147 leicht (2017: 137) und 35 schwer verletzt (2017: 22). Drei Radfahrer kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
Neunzehn der beteiligten Radfahrer waren Pedelec- und E-Bike-Nutzer. Davon wurde einer schwer und vierzehn leicht verletzt.
• Die Verkehrswacht Stade möchte nun mit einem Pilotprojekt dem Unfalltrend entgegenwirken und bietet am Samstag, 26. Oktober, einen zweistündigen "Schnupper- und Geschicklichkeitskurs" an, in dem das richtige Gefährt für Neueinsteiger gefunden werden kann und bei dem "alte Hasen" sich an einem Parcours versuchen müssen und bremsen und Kurven fahren üben.
• Nähere Informationen unter Tel.:  04141 - 529687 (AB). Übrigens: Der gern verwendete Begriff „E-Bike“ bezeichnet nur einen verschwindend geringen Teil der Elektroräder, nämlich solche mit motorrad-artigem Gas-Drehgriff. Circa 95 Prozent aller Elektroräder sind sogenannte Pedelecs, die den Radler unterstützen bis 25 Kilometer pro Stunde (km/h). Sie gelten vor dem Gesetz als Fahrräder. „S-Pedelecs“ unterstützen mit einem Antrieb bis 45 km/h. Für diese Räder braucht man mindestens einen Mofaführerschein, ein Versicherungskennzeichen und einen Fahrradhelm. "E-Bike" oder Pedelec?

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