Tödliche Gefahr
Wenn sich das Virus in Altenheimen ausbreitet

Im Johannisheim in Stade gab es während der ersten Corona-Welle fünf Todesfälle
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wei. Jork/Stade. Besonders die Alten- und Pflegeheime stehen angesichts der Corona-Pandemie vor einer Herausforderung. Dort sind Menschen aus einer Risikogruppe auf relativ engem Raum zusammen. Gerade diese älteren Menschen sind einer recht hohen Infektionsgefahr ausgesetzt, wenn das Coronavirus in eine solche Wohneinrichtung eingeschleppt wird.

Ein Beispiel dafür ist das Seniorenwohnheim CMS Pflegewohnstift in Jork, das wegen eines Corona-Ausbruches immer noch für Besucher geschlossen ist (das Wochenblatt berichtete). Insgesamt sind dort bis heute insgesamt 40 Bewohner positiv getestet worden. Davon ist einer verstorben und zum jetzigen Zeitpunkt sind noch 26 Bewohner erkrankt. Von den Mitarbeitern wurden insgesamt 19 Personen positiv getestet. Aktuell sind noch elf erkrankt (Stand: 4. Dezember).

Nach dem ersten positiven Test wurde in Jork sofort gehandelt. In Rücksprache mit den Behörden seien umfassende Isolations-, Schutz- und Hygienemaßnahmen eingeleitet worden, berichtet Rüdiger Stahlschmidt, Leiter der Unternehmenskommunikation der Alloheim Senioren-Residenzen. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf ist Betreiber der Jorker Einrichtung.

Derzeit befänden sich alle positiv getesteten Bewohner in einem Wohnbereich in Isolation. Sie stünden unter Beobachtung, so Stahlschmidt. So werde zum Beispiel mehrmals am Tag Fieber gemessen und Symptom-kontrollen würden durchgeführt. Die positiv getesteten Mitarbeiter hielten sich in häuslicher Isolation auf. "Wenn die Bewohner symptomfrei sind, endet die Zimmeriso-lation nach der vom Gesundheitsamt festgelegten Frist", berichtet Stahlschmidt.

Die zweite Corona-Welle gut überstanden hat bis jetzt das Johannisheim in Stade. Noch zu Beginn der Corona-Pandemie im April wurden in dem Alten- und Pflegeheim die ersten COVID-19-Infektionen diagnostiziert. Es starben insgesamt fünf Bewohner, die sich mit dem Virus angesteckt hatten. Auch hier wurde eine Isolier- und Quarantänestation eingerichtet. Sie werde zurzeit aber nicht mehr benötigt, da das Heim Corona-frei sei, berichtet Claus Hinrichs, Vorsitzender der Träger-Stiftung des Johannis-heims.
Hinrichs ist froh, dass die Einrichtung in diesem Herbst bis jetzt verschont geblieben ist. Im Heim sind entsprechende Maßnahmen ergriffen worden, damit dies auch so bleibt. "Wir haben aus der ersten Phase gelernt und machen jetzt hoffentlich alles richtig", sagt Hinrichs. Es herrschen strenge Regeln - sowohl für die Bewohner als auch für die Mitarbeiter und Besucher. Die Einhaltung der Regeln sei allerdings nicht immer einfach, erklärt Hinrichs. Das Pflegeheim sei ja kein Gefängnis und die mobilen Bewohner können sich frei bewegen. "Wir hoffen, dass eine zweite Welle an uns vorbeigeht, denn das eine Mal reicht."

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