Wellenrauschen statt Radio Luxemburg
Zurück in die 70er: Wie ein altes Radio Erinnerungen weckt

Jörg Dammann auf Sendersuche: auf der "Kult-Frequenz" von Radio Luxemburg hört er nur Pfeifgeräusche
  • Jörg Dammann auf Sendersuche: auf der "Kult-Frequenz" von Radio Luxemburg hört er nur Pfeifgeräusche
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Panorama
Auch während der Rastzeit vollführen die Kraniche ihre imposanten Tänze mit lauten trompetenartigen Rufen
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Vogelbestand im Aufwind
70 Kranich-Paare im Landkreis Stade gezählt

sv/nw. Landkreis Stade. In den 1990er Jahren war der Kranich nur ein sehr seltener Gast im Landkreis Stade. 1996 konnte lediglich ein Brutpaar nachgewiesen werden – inzwischen haben 70 Kranichpaare ihr Revier im Landkreis. Dr. Uwe Andreas, Leiter des Naturschutzamtes: „Dieser große Erfolg ist der Renaturierung und Wiedervernässung in den Naturschutzgebieten Feerner Moor und Hohes Moor sowie in den Kehdinger Mooren zu verdanken.“ Die Zahl der Kraniche nimmt zuWährend der Zugzeit der Kraniche...

Panorama
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Corona-Zahlen am 26. Januar im Landkreis Harburg
Inzidenzwert sinkt den dritten Tag in Folge

(lm). Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Harburg ist am heutigen Mittwoch, 26. Januar, erneut leicht gesunken. Am Vortag lag der Wert bei 1.274,5, heute bei 1.263,6. Am Mittwoch der Vorwoche zuvor belief sich der Inzidenzwert auf 976,9.  374 neue Corona-Fälle wurden heute vermeldet, 3.235 waren es in den vergangenen sieben Tagen. Die landesweiten Werte der Hospitalisierungsinzidenz (6,9 auf 7,3) und der Intensivbettenbelegung (4,9 auf 5,2 Prozent) sind dagegen angestiegen.  Seit Ausbruch der...

Service

Zeitnahe Benachrichtigung nicht mehr möglich
Corona: Gesundheitsamt im Kreis Stade kommt nicht mehr hinterher

jd. Stade.  Die Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade steigen weiter – und das Gesundheitsamt kommt nicht mehr hinterher. Eine zeitnahe Kontaktnachverfolgung bzw. Benachrichtigung von Personen, die positiv getestet wurden, ist seit dieser Woche nicht mehr möglich. „Wir schieben derzeit rund 1.000 Betroffene vor uns her, die wir nicht mehr – wie bisher üblich – binnen 24 Stunden angerufen haben“, sagt Landrat Kai Seefried. Die Masse der Infizierten sei einfach zu groß, um alle Fälle innerhalb...

Wirtschaft
Beim umstrittenen Thema Surfpark hielten sich die Stimmen von Befürwortern und Gegnern die Waage

Online-Voting im WOCHENBLATT
Leser-Umfrage zum Surfpark Stade: Fast ein Patt

jd. Stade. Dieses Bauprojekt bietet offenbar reichlich Diskussionsstoff: Beim geplanten Surfpark in Stade gehen die Meinungen auseinander. Das WOCHENBLATT wollte ein Stimmungsbild bei den Leserinnen und Lesern einfangen und richtete daher ein Online-Voting aus. Das brachte folgendes Ergebnis: 49 Prozent sprechen sich für einen Surfpark aus, 46 Prozent positionieren sich ganz klar dagegen. Der Aussage, dass der Surfpark nur gebaut werden soll, wenn bestimmte ökologische Kriterien eingehalten...

Wirtschaft
Die Beluga XL soll die Beluga ST ersetzen
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Die Beluga-Reihe
Airbus gründet kommerzielle Airline für XXL-Fracht

(sv). Sie ist zu einem gewohnten Anblick am Himmel über Stade geworden: Die Beluga im Anflug auf Finkenwerder. Vor fast 30 Jahren absolvierte die Airbus-Beluga-Reihe ihren Erstflug mit XXL-Frachten, nun sollen die bisher eingesetzten Beluga ST bis 2023 durch sechs größere Beluga XL ersetzt werden, die statt einem gleich zwei A350-Flügel transportieren können. Am Boden sollen die ausgemusterten ST-Flugzeuge jedoch nicht bleiben: Angesichts des wachsenden Nischenmarkts hat Airbus jetzt einen...

Panorama
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Corona-Warnapp
Was tun bei einer Begegnung mit erhöhtem Risiko?

(sv). Die Corona-Zahlen befinden sich seit Anfang des Jahres in einer steilen Aufwärtskurve. Durch die sich schnell verbreitende Corona-Variante Omikron schlägt vieler Orts nun die Corona-Warnapp häufiger aus und meldet Begegnungen mit niedrigem oder hohem Risiko. Aber was bedeuten die Risikowarnungen und was ist in einem solchen Fall zu tun? Das RKI erklärt die Meldungen folgendermaßen: Begegnung mit niedrigem Risiko"Zeigt die Corona-Warnapp ein 'niedri­ges Risiko' an und listet gleich­zeitig...

Panorama
Viele Pflegekräfte arbeiten am Rande ihrer Kräfte. Ab Mitte März gilt eine Impfpflicht - zunächst in Gesundheits- und Pflegeberufen

Dramatischeren Pflegenotstand suggerieren
Fake-Annoncen gegen die Impfpflicht

(bim). Bundesweit werden aktuell Anzeigenblätter mit Stellengesuchen von Pflegekräften überschüttet, die ungeimpft sind und ab Mitte März - dann soll die Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal gelten - angeblich nach neuen "Wirkungskreisen" und "Herausforderungen" suchen. So auch das WOCHENBLATT. Allerdings handelt es sich dabei offenbar um eine Kampagne von Impfgegnern. "Keine seriöse Krankenschwester würde eine solche Stellenanzeige schalten", erklärte eine medizinische Fachkraft dem...

Politik
So sieht das Grobkonzept für das Eingangsgebäude für Gastronomie undden Eingangs-/Kassenbereich aus   Foto: Polyplan GmbH und Planungsbüro Kreikenbaum + Heinemann, Bremen

Baubeginn im August
Im August beginnt der Bau des Naturbades in Winsen

thl. Winsen. Im Mai 2024 soll das Naturbad im Eckermannpark fertig sein und kurz danach eröffnet werden. Diesen Fahrplan gab jetzt Angelina Gastvogel von der Stadtverwaltung in der Sitzung des des Ausschusses für Kultur, Freizeit, Tourismus und Partnerschaften vor, die am Dienstagabend im Marstall stattfand. Gastvogel stellte dabei die Entwurfsplanung für das Bad vor, die nahezu komplett abgeschlossen ist. "Der Förderantrag beim Bund ist fristgerecht eingereicht worden, jetzt sind wir im...

(jd).Vintage ist in und Scandinavian Style ist chic: Das dachte sich der Stader WOCHENBLATT-Redaktionsleiter Jörg Dammann, als bei ihm zu Hause die Renovierung eines Zimmers anstand. Das passende Möbel hatte er bereits - in Form eines String-Regals aus den siebziger Jahren in nordischem Design. Den Retro-Look perfekt machte ein Original-Radio aus dieser Zeit.

Welche Erinnerungen das Gerät bei unserem Redaktionsleiter weckte, lesen Sie hier:

"Diese Kleinanzeige war für mich ein Volltreffer. Ein Radio der Marke Nordmende, Baujahr 1972 und in der gleichen Holzart wie das Regal: Nussbaum. Mit dem Verkäufer wurde ich schnell handelseinig. Jetzt ist das gute Stück ein Hingucker in dem frisch renovierten Raum. Für mich ist das Radio aber mehr als ein reines Deko-Objekt. Es ist eine Erinnerung an meine Jugendzeit, als die Welt noch analog war.

Auch bei bei uns zu Hause läuft alles nur noch über Streaming-Dienste. Spotify, Netflix und Co. liefern Musik und Filme, als Schaltzentrale dient das Handy. Aber jetzt kann ich wieder herrlich altmodische silberne Knöpfe drücken und den dicksten Knopf auf dem Bedienfeld hin- und herdrehen für die Sendersuche. Als hätte ich eine Zeitkapsel geöffnet: Da war sie wieder - die Skala mit den vielen Sendernamen aus aller Welt. Das Radio empfängt nicht nur UKW, auch Lang-, Mittel- und Kurzwellensender lassen sich damit hören.

"Radio Elbdeich" für die ganze Welt: Neues Projekt von Produzent Rainer Oehme

In einem alten Prospekt, auf den ich beim Googeln stoße, wird das Modell ST5005 von Nordmende vollmundig als 'gelungene Verbindung von elegantem Design, großartigem Bedienungskomfort und erstaunlicher Leistungsfähigkeit' beworben, die für den 'anspruchsvollen Musikliebhaber' gedacht sei. Als solcher fühle ich mich denn gleich, als ich die rote Anzeigenadel über die beleuchtete Senderskala bewege.

Doch auf das anfängliche Hochgefühl folgt schnell die Ernüchterung: Abgesehen von UWK empfange ich auf den anderen Wellenbereichen meist nur Rauschen. Nach eingehender Recherche im Internet bin ich schlauer: Die vielen Sender aus Kinder- und Jugendzeiten sind längst abgeschaltet, die Masten gesprengt. Wozu auch lange oder kurze Wellen über den Äther schicken, wenn Radioprogramme rund um den Globus bequem per Handy, Tablet oder PC gestreamt werden können?

Ein Opfer der digitalen Revolution ist der Kultsender der siebziger Jahre schlechthin: Radio Luxemburg auf Mittelwelle. Unter den jungen Leuten war es der mit Abstand beliebteste Sender dieser Zeit. Während die deutschen Sender 'Schnarchmusik' spielten, dröhnte auf diesem Kanal Rock und Pop aus dem Radio.
Früher herrschte auf der Mittelwelle ein buntes Sprachen- und Musikgewusel. Je nach Frequenz waren folkloristische Klänge vom Balkan, quäkige Stimmen aus Skandinavien und hektisches Wortgebrabbel aus südlichen Gefilden zu hören.

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Die Langwelle hingegen fand ich schon damals langweilig. Dort funkten so staatstragende Sender wie der Deutschlandfunk. Neben ellenlangen Wortbeiträgen lief oft Klassik. Ein Graus für uns jugendliche Radiohörer. Bei der Kurzwelle hingegen hörte ich damals öfter hinein: Das Sprachgewimmel war noch größer als bei der Mittelwelle. Nachts, wenn sich die Radiowellen besonders gut ausbreiteten, konnte man sich auf der Kurzwelle die ganze Welt ins Haus holen.

Mein neues altes Nordmende-Radio verfügt leider nur über einen kleinen Teilbereich des Kurzwellenspektrums: das sogenannte 49-Meter-Band, auch Europa-Band genannt, weil sich dort die europäischen Sender tummelten. Als Jugendlicher fand ich es spannend, ab und zu dort mal reinzuhören - aber nicht wegen der Musik. Damals waren diese Frequenzen ein Schlachtfeld des Kalten Krieges: Radio Moskau schickte auf Deutsch seine sozialistische Propaganda ins imperialistische Westdeutschland, Voice of America hielt dagegen und verkündete den DDR-Bürgern die Stimme der Freiheit.

Nach einer langen Radio-Nacht war mir endgültig klar: Von den vielen ausländischen Kurzwellen-Stationen, die auf der Skala aufgelistet sind, existieren nur noch wenige. Dennoch werde ich meine nächsten Abende wohl wieder vor dem Radio verbringen - und in Erinnerungen schwelgen."

• Liebe Leserinnen und Leser, verbinden auch Sie tolle Erinnerungen mit dem analogen Radiozeitalter oder sind Sie sogar mit Ihrem Radio immer noch auf Kurz- oder Mittelwelle unterwegs? Dann schreiben Sie an:

joerg.dammann@kreiszeitung.net.

Wir freuen uns auf Ihre Geschichte. 

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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