Zwerge und Riesen der Meere

In der Ausstellung "Abgetaucht": Biologin Petra Nicolay mit dem Modell eines Schweinswals
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Bilologin Petra Nicolay ist von Walen fasziniert / Natureum-Sonderausstellung ist ihr Meisterstück


tp. Balje. Der Romanklassiker Moby Dick, der Kino-Kassenschlager Free Willy oder die biblische Geschichte von Jona im Bauch des Wals - die Giganten der Ozeane faszinieren die Menscheit seit Jahrtausenden. Auch für Naturfreundin Petra Nikolay (36) gibt es kaum ein spannenderes Thema. Seit ihrer Kindheit beschäftigt sie sich mit den urtümlichen Riesen aus dem Meer, die inzwischen ihren Berufsalltag bestimmen. Für das Natureum Niederelbe in Balje konzipierte sie jetzt die neue Sonderausstellung "Abgetaucht - Die Welt der Wale", die am Sonntag, 25. März, eröffnet wird.

"Als kleines Mädchen verschlang ich stapelweise Bücher über Wale", sagt Petra Nikolay, die sich nach dem Abitur für ein Biologiestudium in ihrer süddeutschen Heimatstadt Erlangen enntschied. "Mit der Wahl des Faches schlug ich ganz schön aus der Art", sagt Nikolay, die aus einer Ärzte- und Juristenfamilie stammt. Während des Studiums spezialisierte sie sich auf Zoologie und Tierphysiologie. Ihre Diplom-Arbeit schrieb die Hobby-Aquaristin über Seepferdchen und Seenadeln.

Nach beruflichen Stationen - u.a. in Deutschlands größtem Aquarium im Meeresmuseum Ozeaneum in Stralsund und im Multimar Wattforum in Tönning, einem Informationszentrum für den Nationalpark Wattenmeer, - erhielt sie im Jahr 2011 nach eigenem Bekunden "ein verlockendes Jobangebot" vom Natureum. In der an der Oste-Mündung gelegenen Naturkunde-Einrichtung des Landkreises Stade ist sie Kuratorin und stellvertretende Geschäftsführerin.

Ihr Gesellenstück im Natureum war die beliebte Dauerausstellung "Lebensader Elbstrom". Auch die Bernstein-Ausstellung stammt aus ihrer Feder. Als Meisterstück darf sie nun mit Fug und Recht die neue Ausstellung "Abgetaucht" betrachten, in der all ihr Herzblut und ihr Know-how als Wal-Expertin stecken.

"Wale sind die höchstentwickelten Wassertiere aller Zeiten und haben die Lebensräume von den Ozeanen bis zu den Flüssen, vom Flachwasser bis in die Tiefsee erobert. Unter ihnen gibt es Zwerge wie den heimischen Schweinswal aber auch Giganten wie den Blauwal, der das größte Tier der Erde ist", schwärmt die Kuratorin, die selbst Wal-Führungen anbietet. Bis Novemer können Naturfreunde auf über 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche anhand von Originalobjekten und Modellen erfahren, was diese Tiere so einzigartig macht." Auf einer inszenierten Reise "schwimmen" Besucher mit zahlreichen lebensgroßen Tiernachbildungen durch die Evolution, die Welt der Biologie und das Leben der Wale.

Neben Original-Walskeletten und dem XXL-Kieferknochen eines Blauwals, in dem eine ganze Schulklasse Platz findet, gehören ein Wal-Herz und eine kürbisgroße Nachbildung einer Seepocke zu den Ausstellungs-Höhepunkten.

Viele der ausgestellten Wal-Arten hat Petra Nikolay schon in natura gesehen. Die Biologin, die gerne taucht und fotografiert, reist im Urlaub häufig zu den Wal-Gründen: In Dänemark ging ihr ein Schweinswal vor die Kamera-Linse und in Norwegen konnte sie einen Pottwal beim Abtauchen beobachten. In diesem Sommer ist Kanada das Reiseziel der In Cuxhaven lebenden Biologin: "Ich hoffe, dass ich dort einen Orca treffe."

http://www.natureum-niederelbe.de

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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