Alkoholkonsum und Partylärm an der Bahnhofstoilette in Stade

Party vor der Damentoilette: Maik Peters geriet mit feiernden Jugendlichen in Konflikt
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Maik Peters (52) mahnt Polizei, härter durchzugreifen: "Da traut sich keine Frau hin"

tp. Stade. Das Bahnhofsumfeld gehört seit Jahren zu den Brennpunkten in der Stader City. Polizeikontrollen und regelmäßige Rundgänge der Ehrenamtlichen-Streife "Bürger im Dienst" führen offenbar zu keinem durchschlagenden Erfolg bei den Bemühungen der Behörden, die gefühlte Sicherheit der Bürger zu stärken. "Da traut sich doch keine Frau hin", sagt WOCHENBLATT-Leser Maik Peters (52) und zeigt auf die Damentoilette im Erdgeschoss des Bahnhofs-Parkpalette, wo nach seiner Beobachtung am vergangenen Wochenende eine Gruppe junger Erwachsener nachts eine Party feierte und Passanten anpöbelten. Er mahnt die Polizei, härter durchzugreifen.

Ein knappes Dutzend junger Männer und Frauen (um 20 Jahre alt) hätten in der Nacht auf Sonntag vor der WC-Anlage lautstark mit Musik und reichlich Alkohol gefeiert und den Eingang zum Damenklo blockiert. Zwei der feiernden Jugendlichen hätten sich sogar in der Toilette aufgehalten.

Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung mit den Feiernden rief Maik Peters die Polizei, die nach seinen Angaben eine Zivilstreife schickte. Die Party-Gruppe rückte schließlich ab. Maik Peters glaubt aber nicht an einen nachhaltigen Erfolg. Nach seinen Beobachtungen würden die Jugendlichen, von denen mehrere "polizeibekannt" seien, lediglich kurz den Standort in der Bahnhofsgegend wechseln, sich abwechselnd in der Wartehalle oder am benachbarten Skater-Anlage unter der Hansebrücke aufhalten.

Das WOCHENBLATT mischt sich ein und hat bei der Polizei nach, was sie für die gefühlte Sicherheit auf dem Bahnhofsgelände tut. "Wir haben den Bereich ständig im Fokus", sagt Stades Polizeisprecher André Janz. Die Kontrollen sollen gegebenenfalls verstärkt werden. Zudem will Janz die Vorfälle aus der Samstagnacht der Arbeitsgruppe "Sicherheit und Sauberkeit im Bahnhofsumfeld" melden. Zu der in Stade und Buxtehude aktiven Sicherheitskooperation gehören Vertreter der Stadtverwaltungen, der Polizeiinspektionen, der Bundespolizei, der Deutschen Bahn und des Hamburger Verkehrsverbundes.

Kommentar:

Gut, dass sich die Arbeitsgruppe "Sicherheit und Sauberkeit" bei ihrem nächsten Treffen mit den Vorwürfen der Belästigung und Ruhestörung in der Samstagnacht beschäftigt. Dann können die Beteiligten gleich ein weiterem Dauerthema widmen: Im Treppenhaus der Parkpalette richte es meistens bestialisch nach Urin. Denn auch das ist der Aufenthaltsqualität für die Durchreisenden und dem Image Stades als gastfreundliche Touristenstadt kaum zuträglich. Thorsten Penz

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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