Asphalt in der Stader Altstadt! Warum keine Granitsteine?

bc. Stade. In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) ging es mal wieder um den Ausbau der Stockhausstraße, der in zwei Abschnitten in diesem und im nächsten Jahr von der Stadtverwaltung geplant wird (das WOCHENBLATT berichtete). Frank Wilshusen, ehemals Chef der Wohnstätte, stellte Stadtbaurat Lars Kolk einige Fragen, die sich im Grunde genommen alle um ein Thema drehten: Warum verwendet die Stadt für die Sanierung Asphalt und keine Altstadt-typischen Granitsteine? Welche Gründe (Lärmemission, Kosten, etc.) gibt es?
Die Stadtverwaltung wies daraufhin, dass es durch das neue Einkaufszentrum zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen durch Lieferverkehr in der Stockhausstraße kommen werde. Die Entscheidung für eine Asphaltdecke sei getroffen worden, um die Situation an eine zeitgemäße Belieferung anzupassen. Kolk betonte aber auch: „Grundsätzlich sollten die Straßenbeläge in der Altstadt bewahrt werden.“ Andere Straßen in der Innenstadt hätten das Problem (Anlieferung) in dieser Form nicht. Tiefbauchef Gerd Allers ergänzte, dass Granitstein-Decken dazu neigen, zu versacken, Asphaltstraßen seien in der Unterhaltung günstiger. Allers: „Würden wir die vorhandenen Granitsteine wieder einbauen, würde uns das 75.000 Euro mehr kosten.“ Für die Anwohner würde das einen Euro Ausbaubeitrag mehr pro Quadratmeter bedeuten.
Wolfgang Drusell, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Aktuelles Stade“, machte klar: „Ich hoffe, dass die Stockhausstraße eine Ausnahme bleibt.“ Der Charakter der Altstadt müsse erhalten bleiben.

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