Tarifstreit
Beschäftigte im öffentlichen Dienst gingen bei Verdi-Warnstreik in Stade auf die Straße

Vor der Sparkasse am Pferdemarkt versammelten sich die Beschäftigten
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jab. Stade. Im Tarifstreit im öffentlichen Dienst zwischen der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und der Gewerkschaft Verdi kam es bisher zu keiner Lösung. Aus diesem Grund rief Verdi am Dienstagmorgen zu einem Warnstreik in Stade auf.

Rund 100 Personen, darunter Beschäftigte der Agentur für Arbeit, des Jobcenters, der Stader Verwaltung, der Sparkasse Stade/Altes Land und der Kommunalen Betriebe, kamen auf den Pferdemarkt. "Wir mussten ca. 30 Menschen wieder wegschicken", sagte Gewerkschaftssekretärin Jana Mehl. Das Ordnungsamt hatte nur 75 Teilnehmer für die Veranstaltung zwischen der Sparkasse Stade/Altes Land und dem Zeughaus genehmigt. Auch vor der Agentur für Arbeit und den Kommunalen Betrieben streikten die Angestellten an diesem Tag. Insgesamt nahmen rund 170 Menschen an den Aktionen teil.

"Der alte Tarifvertrag ist nach 28 Monaten ausgelaufen. Wir haben der VKA ein Angebot gemacht, wegen Corona auf Verhandlungen zu verzichten und mit einer Übergangslösung zu arbeiten, bis sich die Lage etwas beruhigt hat", so Gewerkschaftssekretärin Stefanie Weiß. Danach hätte man sich wieder an den Verhandlungstisch setzen können, doch die Arbeitgeber seien nicht darauf eingegangen.

Gefordert wird von der Gewerkschaft 4,8 Prozent mehr Lohn, aber mindestens 150 Euro mehr bzw. 100 Euro für Auszubildende. Dazu fordern sie einen Ausgleich der Arbeitszeiten zwischen Ost und West sowie die Weiterführung der Altersteilzeit. Hinzu kommt die Übernahme von Auszubildenden. Doch auch in der zweiten Verhandlungsrunde gab es bisher keine Einigung. "Daher setzen die Arbeitnehmer jetzt mit den Warnstreiks ein Zeichen", so Weiß. "Es gab zwar viel Applaus für die systemrelevanten Berufe, aber kein Geld."
Am 22. und 23. Oktober sollen die Verhandlungen fortgeführt werden. Bis dahin seien bereits weitere Aktionen in Planung. Weiß: "Das war das erste Zeichen. Wir werden nochmal von uns hören lassen."

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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