Das endgültige Aus!

Verwaist - die Anlage wird abgebaut
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Gorodki-Sportler in Drochtersen sind frustriert und lösen Abteilung auf

ig. Drochtersen. Einen Neubau an anderer Stelle wird es nicht geben. Die Gorodki-Anlage im Drochterser Sportzentrum wird abgebaut. "Interessenten für die Anlage und für den Zaun gibt es", sagt Bürgermeister-Stellvertreter Maik Eckhoff.
Die Anlage neben dem Sportplatz wurde geschlossen, weil sich Anleger über den Lautstärke beschwerten, die von der Anlage ausging (das WOCHENBLATT berichtete).
Angedacht war jetzt ein neues Spielbereich auf dem Gelände des Drochterser Tennisvereins, gleich neben dem Kedinger Stadion. "Dort wird ein Tennisplatz nicht genutzt. Es gab grünes Licht vom Club", so Eckhoff. Das bestätigte auch Tennis-Boss Siegfried Kreit: "Es gab ein Treffen vor Ort mit dem Abteilungssprecher. Wir waren im Vorstand grundsätzlich dafür, hätten Betriebszeiten dann absprechen müssen."
Die Gorodki-Sportler lehnten jetzt aber endgültig den alternativen Standort ab, weil sie sich nicht in der Lage sehen, wieder neu aufzubauen, quasi von vorne zu beginnen. Was zu verstehen ist: Die 22 Mitglieder der TVG-Sparte, die sich inzwischen auflöste, haben viele Stunden in den Aufbau der Anlage investiert. "Der Frust ist groß. Wir wollen nicht mehr", so ein Sportler, der nicht genannt werden möchte.
Die Männer, die in der Gemeinde Gorodki bekannt machten, kommen aus Russland oder Kirgisien. Dort ist Gorodki ein Volkssport. Ziel des Spiels ist es, Holzfiguren mit einem Wurfstab aus einer abgegrenzten Spielfläche heraus zu schlagen.
Die Anlage entstand im August 2011. "Sie wurde in Abstimmung mit der Gemeinde und dem Vorsitzenden des TVG Drochtersen auf dem kleinen Dienstweg errichtet“, so Bürgermeister Hans-Wilhelm Bösch. Die Crux: Es fehlte eine Baugenehmigung. „Wir wollten den Sportbegeisterten schnell und unkompliziert entgegenkommen", begründete der Verwaltungschef damals das Vorgehen.
Hintergrund: Der Drochterser Sportverein hatte sich erfolgreich bei der Aktion „Integrieren durch Sport" vom Kreissportbund um einen Zuschuss beworben, erhielt 1.500 Euro. 2.000 Euro gab es von der Gemeinde Drochtersen. Startkapital waren 1000 Euro, die Silvester 2010 beim Verkauf von Glücksschweinen zusammenkamen.

Autor:

Dirk Ludewig aus Stade

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