Feuerwehrneubau in Horneburg: Planungen verzögern sich

Die baufällige Festhalle soll einem Neubau für die Feuerwehr weichen. Noch gehört das Grundstück aber dem Schützenverein
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lt. Horneburg. So schnell und unkompliziert wie erhofft, lässt sich der geplante Neubau für die Horneburger Feuerwehr auf dem jetzigen Festhallen-Gelände am Schützenweg wohl doch nicht realisieren. Auf Wunsch des Schützenvereins, der Grundstückseigentümer ist, hat der Bauausschuss des Flecken in der vergangenen Woche die geplante Aufstellung des geänderten Bebauungsplanes von der Tagesordnung genommen - lediglich Peter Dankers (Grüne) und Hans-Jürgen Detje (CDU) stimmten gegen die Absetzung des Tagesordnungspunktes.
Mit der Änderung der Zweckbestimmung von „Festhalle – Schießstand“ in „Feuerwehr“ sollten die Voraussetzungen für den Beginn der Planungen geschaffen werden. Ohne Aufstellungsbeschluss kann die Samtgemeinde weder Planer noch Gutachter beauftragen.
Es habe aber noch keine offiziellen Verkaufs-Verhandlungen bezüglich des Grundstücks zwischen Samtgemeinde und Schützenverein gegeben, so Carsten Dittmer, Vorsitzender des Schützenvereins. Der Vorstand wollte nicht, dass die Mitglieder den Eindruck bekämen, dass bereits alles "in Sack und Tüten" sei.
Dass die Aufstellung des geänderten Bebauungsplanes plötzlich als Tagesordnungspunkt in der Ausschusssitzung auftauchte, sei "unglücklich" gewesen, so Dittmer.
Der Schützen-Vorsitzende betont gleichwohl, dass der Vorstand generell keine Probleme damit habe, die Feuerwehr als neue Nachbarn zu bekommen. Der Verein warte aber derzeit noch auf eine Aussage vom Finanzamt, bevor die Verkaufsverhandlungen beginnen könnten.
Samtgemeinde-Bürgermeister Matthias Herwede weist darauf hin, dass der Schützenverein keine Nachteile durch die Aufstellung des Bebauungsplanes gehabt hätte. Dass die Samtgemeinde das Verfahren bereits anschieben wollte, bevor das Grundstück überhaupt verkauft sei, liege an der Langwierigkeit von Bauleitverfahren, so Herwede.
Die Verhandlungen hätten aus seiner Sicht auch parallel zum angeschobenen Verfahren geführt werden können, um schließlich früher mit dem Bau beginnen zu können.
Nun kann der Tagesordnungspunkt frühestens in drei Monaten wieder im Bauausschuss behandelt werden. Ein Kaufangebot habe die Samtgemeinde übrigens bereits abgegeben. Das letzte Wort über den Verkauf hat die Mitgliederversammlung der Schützen.
Wie berichtet, hatten sich in den vergangenen Monaten die Feuerwehr, der Flecken Horneburg und der Samtgemeinderat für die Festhalle als neuen Standort für die Feuerwehr ausgesprochen. Im Vorfeld hatten Studenten der Hochschule (HS) 21 in Buxtehude verschiedene Entwürfe vorgestellt und den Festhallen-Standort und den jetzigen Standort in der Ortsmitte miteinander verglichen. Zu einem eindeutigen Ergebnis, welcher Standort geeigneter ist, waren die Studenten nicht gekommen.

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