Gründächer in Stade jetzt zulässig

Karin Aval zeigt auf ein Gründach in ihrer Nachbarschaft im Stadtteil Ottenbeck. Hier gibt es sogar so etwas wie eine kleine Öko-Siedlung
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Erfolg für die Grünen-Ratsfrau Karin Aval / Ausnahmen möglich

bc. Stade. Es ist ihr Baby! Die Grünen-Ratsfrau Karin Aval kämpft seit Jahren im Stadtrat darum, dass Gründächer in Stader Bebauungsplänen zugelassen werden dürfen. Immer wieder stellt sie Anfragen, vor fast exakt zwei Jahren Anfang März dann auch einen Antrag, der im Umweltausschuss positiv beschieden wird. Doch zur Umsetzung kam es nie. Bis jetzt. In seiner jüngsten Sitzung hat der gleiche Ausschuss auf Antrag der Grünen empfohlen, dass künftig Gründächer als allgemeine Ausnahme für alle Gebäude zulässig sind.
Schon damals in der Ausschuss-Sitzung am 3. März 2016 erklärt Stadtbaurat Lars Kolk Aval etwas wachsweich: Es werde zugesichert, dass in künftigen B-Plänen die Möglichkeiten einer Dachbegrünung wohlwollend und zugleich kritisch geprüft werden soll. Jetzt wurde das Ganze manifestiert. Gesonderte Regelungen gibt es nur noch für die Altstadt. Eine Belohnung für Avals Hartnäckigkeit.
Aval: „Gründächer können einen wichtigen Beitrag leisten, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern." Sie zählt die Vorteile auf: „Diese Dächer halten Regenwasser zurück, wirken gegen die Temperaturerhöhung in besiedelten Siedlungsflächen und bieten Nahrung für Insekten. Schadstoffe wie Feinstäube werden ebenfalls gebunden."
Nun müsse die Möglichkeit einer Dachbegrünung nur noch publik werden, so Aval freudestrahlend. Jahrelang hat sie in der Hamburger Umweltbehörde gearbeitet. In Hamburg gibt es sogar Förderprogramme für Gründächer.

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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