Einsatzauftrag vom Land
Impfzentrum für den Landkreis Stade genehmigt

Das Material beispielsweise für die Arztkabinen, die die Hilfsorganisationen in der Halle des künftigen Impfzentrums aufbauen, stammt teilweise noch aus der Flüchtlingshilfe
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jab. Stade. Die Mitarbeiter von THW und DLRG schleppen Balken, hämmern und bohren Kabinen zusammen. Um sieben Uhr haben sie am Samstag begonnen, in den ehemaligen Industriehallen des Unternehmens Saertex ein Impfzentrum zu errichten. Denn nur wenige Stunden zuvor am Freitagnachmittag erhielt der Landkreis die Genehmigung, hier alles für die kommenden Impfungen gegen das Coronavirus vorzubereiten.

Nachdem die Verantwortlichen unterschiedliche Liegenschaften geprüft hatten, entschied man sich schnell für das Gebäude am Sophie-Scholl-Weg. Auch wenn der Landkreis aufgrund seiner Einwohnerzahl die Möglichkeit gehabt hätte, zwei Zentren aufzubauen, votierte man für nur eins. Der ehemalige Standort des Industrieunternehmens bietet optimale Voraussetzungen, um ein zentral gelegenes und gut zu erreichendes Impfzentrum zu errichten. Zudem sei ein Zentrum finanziell und personell günstiger. Für den Betrieb an zwei Standorten seien insgesamt 15 Personen mehr nötig.

Mit dem Eigentümer sei man sich schnell einig gewesen, erläutert Landkreis-Dezernentin Nicole Streitz. Bereits geführte Gespräche mit potenziellen Nachfolgern auf dem Gelände seien abgebrochen worden. Eine Möglichkeit, weitere Parkplätze gegenüber dem Gebäude mit Schotter zu errichten, gebe es auch, ergänzt Landrat Michael Roesberg.

Noch Fragen offen

Auch wenn es sich hierbei um gute Nachrichten handelt, viele Fragen gilt es von der Bundesregierung, aber auch vom Land, noch zu klären. Da sind sich Dezernentin Nicole Streitz und Landrat Michael Roesberg einig. Beispielsweise, auf welche Weise und in welcher Form der Impfstoff letztendlich zum Zentrum geliefert wird. Bei einem Impfstoff, der gemischt werden muss und dann sechs Stunden haltbar ist, wäre für das Stader Impfzentrum eine Überlegung, ob von den acht Stunden eines Impftages abgewichen wird und zwei Sechs-Stunden-Schichten eingerichtet werden, sagt Streitz. Sobald der Impfstoff freigegeben wird, werde es aber konkrete Lösungen geben, erklärt die Dezernentin.

Auch die Vergabe der Priorität, wer zuerst geimpft werden soll, muss noch geklärt werden. Danach richtet sich dann die Vergabe der Termine. Denn einfach so für einen Pieks vorbeizukommen, geht nicht. "Es wird nur auf amtliche Aufforderung geimpft", erklärt Roesberg. Die Terminvergabe soll über ein zentrales System erfolgen, das außerdem an ein Logistiksystem für den Impfstoff gekoppelt werden soll. Damit ist immer die richtige Menge vorhanden.

"Impfung ist kein Freibrief"

Bis zum 15. Dezember sollen vier Impfstrecken aufgebaut werden, von der eine bereits mit Personal ausgestattet wird und somit einsatzbereit sein soll. Roesberg rechnet allerdings nicht damit, dass noch vor Weihnachten der erste Impfstoff zugelassen wird. Im Frühjahr sollen die Impfstrecken dann auf acht aufgestockt werden. Parallel zu den jetzigen Impfstrecken werden vier mobile Impfdienste aufgebaut. Sie impfen beispielsweise Menschen in Alten- oder Pflegeheimen, die zu den Hochrisikogruppen zählen. Der Landrat versetzt allerdings der Erwartungshaltung einiger Menschen einen Dämpfer: "Eine Impfung ist kein Freibrief." Weiterhin müsse sich jeder an die Regelungen halten, z.B. eine Maske tragen und Abstand halten. In der Gesellschaft dürften keine Unterschiede gemacht werden.

Landrat äußert Kritik an Bundespolitik

Der Bund vermeldet neue Verordnungen, das Land und die Landkreise müssen diese umsetzen. Das sorgt für ordentlich Kritik seitens der Ausführenden: "Alle paar Tage verkündet der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine neue Botschaft, die uns massiv trifft", sagt Landrat Michael Roesberg. Zuletzt war es die Nachricht, dass sich Erzieher per Schnelltest selbst auf Corona untersuchen können sollen. Das Gesundheitsamt im Landkreis Stade kratze bereits jetzt an der Kapazitätsgrenze. Wenn nun noch die von Laien durchgeführten Tests ausgeführt würden und diese positiv ausfielen, müsste das Gesundheitsamt auch hier weitere Schritte einleiten "Mit der Verfolgung der Kontakte bei positiv getesteten Personen sind wir am Limit", sagt Roesberg. Kämen nun die der Schnelltests hinzu, "dann saufen wir ab".

Allerdings kritisiert der Landrat auch, dass die Empfehlung von einen Tag auf den anderen umgesetzt werden müsse. Dabei hätte man gar nicht ausreichend Tests, um alle Einrichtungen mit ihnen zu versorgen. Dazu benötige der Landkreis Wochen, wenn nicht sogar Monate, sagt Roesberg.

Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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