Kein Bauen in zweiter Reihe in Haddorf

Andreas Schwab auf dem großzügig geschnittenen Wohngrundstück in Haddorf
2Bilder
  • Andreas Schwab auf dem großzügig geschnittenen Wohngrundstück in Haddorf
  • hochgeladen von Thorsten Penz

Das könnte Sie auch interessieren:

Panorama
5 Bilder

Corona-Zahlen am 17. September
Hanstedt beklagt zwei Corona-Tote

(sv). Traurige Nachrichten: Der Landkreis Harburg meldet am heutigen Freitag, 17. September, zwei neue Corona-Tote. Die beiden Verstorbenen kamen aus der Samtgemeinde Hanstedt, die bis gestern noch die einzige Kommune im Landkreis Harburg ohne Corona-Toten gewesen war. Somit sind nun insgesamt 116 Personen im Landkreis an oder mit dem Coronavirus gestorben. Aktuell befinden sich neun Personen aufgrund einer Corona-Infektion im Krankenhaus, davon werden vier intensiv behandelt und drei beatmet....

Blaulicht
Durch die Wucht des Aufpralls wurde die gesamte Beifahrerseite des Audis aufgerissen
2 Bilder

Schwerer Unfall in Hanstedt
Trunkenheitsfahrt endet am Baum

thl. Hanstedt. In der Nacht zu Sonntag kam es auf der L213, zwischen Hanstedt und Nindorf, zu einem schweren Verkehrsunfall. Der alkoholisierte 18-jährige Fahrer kam mit seinem Pkw Audi von der Straße ab und kollidierte anschließend mit einem Baum. Neben dem Fahrer befand sich ein 23-jähriger Beifahrer in dem Fahrzeug. Bei dem Aufprall wurden beide Insassen verletzt, der Beifahrer schwebt derzeit in Lebensgefahr. Der alkoholisierte 18-jährige Fahrer war nicht im Besitz einer gültigen...

Wirtschaft
Die "Macher" von Ankerkraut: Stefan und Anne Lemcke freuen sich auf den Umzug nach Winsen
3 Bilder

Gewürzfabrikant hat Grundstück im Gewerbegebiet Luhdorf gekauft
Ankerkraut schafft 80 neue Arbeitsplätze in Winsen

thl. Winsen. Paukenschlag für die Stadt Winsen: Die Firma Ankerkraut verlagert spätestens Ende 2022 ihren Firmensitz in das Gewerbegebiet Luhdorf, wo das Unternehmen im sogenannten zweiten Bauabschnitt ein Grundstück erworben hat. Dort sollen die bisherigen drei Firmenstandorte in Stelle (Lager) sowie in Hamburg-Heimfeld (Zentrale) und Hamburg-Sinstorf (Produktion) zusammengeführt werden. Das bestätigen die beiden Geschäftsführer Stefan (44) und Anne Lemcke (42) dem WOCHENBLATT auf Nachfrage....

Blaulicht
Katze "Alfi" wurde von einem Luftgewehrschützen angeschossen
3 Bilder

In Wenzendorf
Fiese Attacke auf Katzendame "Alfi"

bim. Wenzendorf. War es ein fieser Katzenhasser, der aus dem Hinterhalt auf wehrlose Vierbeiner schießt? Oder hat ein Sportschütze in dem Wohngebiet mit seinem Luftgewehr übers Ziel hinausgeschossen? Katze "Alfi" wurde am Samstag, 4. September, gegen 14 Uhr im Bereich des Wennerstorfer Kirchwegs im Wenzendorfer Ortsteil Dierstorf-Heide von einem Luftgewehr ins Bein geschossen und schwer verletzt. Ihre Halter Melanie und Kay Lorenzen hoffen, dass der Tierquäler gefasst wird. Freigängerin und...

Politik
Über die Abschaffung der Gelben Säcke diskutiert der Kreistag am 6. Oktober

Kreisumweltausschuss empfiehlt Wechsel in neues Sammelsystem für Plastikmüll / Über 10.000 Landkreisbewohner haben online abgestimmt
Klares Votum für die Gelbe Tonne

as. Landkreis Harburg. Haufen von gelben Säcken, die sich am Straßenrand türmen, Joghurtdeckel und Butterpapierchen, die aus zerrissenen Tüten drängen und nach der Sammlung Straßen und Plätze verschmutzen - damit könnte schon bald Schluss sein. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz des Landkreis Harburg hat jetzt empfohlen, ab Januar 2023 die Gelbe Tonne einzuführen. Schon 2014 hat das WOCHENBLATT die Einführung einer Gelbe Tonne ins Spiel gebracht. Seither hat das WOCHENBLATT immer wieder...

Wohnbau-Projekt abgelehnt / Investor sieht sich als Bürokratie-Opfer

tp. Haddorf. Aus zwei mach eins: dieses einfache Prinzip hat sich schon vielfach ausgezahlt - nicht aber für Immobilienmakler Andreas Schwab aus Stade. Bei seinem Projekt, am Heidkamp 8 in der Ortschaft Haddorf zwei Wohngebäude zu errichten, macht ihm das Bauamt in Stade einen Strich durch die Rechnung. Die Behörde duldet in dem ruhigen Wohngebiet kein Bauen in zweiter Reihe. Auch Nachbarn wehren sich gegen die Pläne.

Einige Monate, nachdem Schwab das mehr als 1.500 Quadratmeter große Grundstück für rund 200.000 Euro erwarb, ging er frohen Mutes ans Werk und entwickelte mithilfe eines Architekten Entwürfe für ein Mietshaus mit drei Wohnungen an der Straßenseite sowie einem dahinter gelegenen Einfamilienhaus zur Vermietung, für das er eine eigene Fläche abteilte. "Bestem Wissen und Gewissen" folgend, respektierte Schwab nach eigenen Worten den örtlichen Baustil, hielt vorgeschriebene Firsthöhen und Mindestabstände zu Nachbargrundstücken ein. Doch das Stader Bauamt erteilte ihm eine Absage.

Die Behörde um den Leiter Bauen und Stadtentwicklung, Nils Jacobs, beruft sich dabei auf Paragraf 34 des Baugesetzbuches, in dem Vorhaben in Gebieten ohne Bebauungsplan geregelt sind, wie es am Heidkamp der Fall ist. Die Zweite-Reihe-Bebauung sei dort unzulässig, "da sie sich nicht nach Art und Maß der baulichen Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche in die Eigenart näheren Umgebung einfügt". Auch sieht Jacobs die Interessen der Nachbarn, die nach dem Gesetz in solchen Fällen gefragt werden müssten, nicht ausreichend gewahrt. Ein Anwohner sammelte Unterschriften gegen Schwabs Projekt. Die Gegner gaben dabei u.a. die Parkplatzknappheit in der engen Wohnstraße zu bedenken.

In der Einzellfallbetrachtung fällt für die Stadt auch nicht bedeutend ins Gewicht, dass nur eine Straße weiter, am Mittelsdorfer Weg, ein Bauvorhaben in zweiter Reihe gestattet wurde.

Zwischenzeitlich hat Andreas Schwab seine Entwürfe reduziert und plant jetzt nur noch zwei Einfamilienhäuser. Doch auch hier signalisierte das Amt rotes Licht und stellte ihm nur für ein Wohnhaus mit Einliegerwohnung Erfolg in Aussicht.

Als letzte Lösung für das nicht zulässige, aber vom Investor gewollte Vorhaben schlägt die Behörde die Aufstellung eine Bebauungsplanes vor. Angesichts der auf ihn zukommenden Kosten, die Andreas Schwab auf mindestens 30.000 Euro beziffert, und des schon jetzt erlittenen finanziellen Schadens sieht davon ab, das Bauleitverfahren auf eigene Faust zu eröffnen. Der Unternehmer sieht sich als Opfer von Bürokratie. Aus seiner Sicht läuft die Haltung der Stadt deren eigenen Bemühungen zuwider, Wohnraum in Baulücken zu schaffen.

Andreas Schwab auf dem großzügig geschnittenen Wohngrundstück in Haddorf
Nachbarn und das Bauamt lehnen die Pläne des Immobilienmaklers Andreas Schwab ab, am Heidkamp 8 in Haddorf zwei Wohngebäude zu errichten
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen