Kein Jugendparlament für Horneburg

Welcher Weg führt dazu, dass Jugendliche ihre Möglichkeiten der politischen Mitbestimmung nutzen?
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lt. Horneburg. Wie kann man Jugendliche für Politik begeistern und sie besser oder überhaupt in Entscheidungsprozesse auf kommunaler Ebene einbinden? Diese Frage stellt sich aktuell in der Samtgemeinde Horneburg. Im Jugend- und Sozialausschuss ging es kürzlich um den Antrag der SPD-Fraktion, ein Kinder- und Jugendparlament einzurichten.
"Wir haben die Jugendlichen zu wenig im Blick", sagt Hannelore Kathenbach von der SPD. Dabei müssten junge Menschen schon so früh wie möglich an demokratische Prozesse herangeführt werden und die Möglichkeit bekommen, sich politisch einzubringen, ohne einer Partei anzugehören. Ansonsten fehle den ohnehin überalterten Räten irgendwann der Nachwuchs.
Fachbereichsleiter Knut Willenbockel sieht die Lösung des Problems nicht in der Einrichtung eines verpflichtenden Jugendparlaments. Die Jugendlichen sollten lieber ohne Zwang dazu ermutigt werden, sich einzubringen. Es gebe ja bereits die Jugendkonferenz (Juko, siehe Kasten), in der dies möglich sei. Die Juko müsse wieder mehr mit Leben gefüllt werden, so Willenbockel.
Wie man es schaffen könnte, dass die Jugendlichen ihre Möglichkeiten der Beteiligung auch nutzen, treibt auch Horneburgs Jugendpflegerin Luisa Hinz um. In den Jugendzentren werde immer wieder darauf hingewirkt, dass die Jugendlichen z.B. mal eine Sitzung der Juko besuchen. Die Realität sehe aber so aus, dass pro Sitzung selten mehr als zwei oder drei Jugendliche - häufig auch gar keine - anwesend seien. Stattdessen reden dann die Vertreter der Vereine, die teilweise schon im Großelternalter sind, über die Jugendlichen statt mit ihnen.
Am besten sollten die Jugendlichen schon im Kindergarten gelernt haben, dass sie Dinge mitentscheiden können, so Hinz. In den Kitas und Schulen müsste bereits der Grundstein für das Demokratieverständnis gelegt werden. Es sei gut, dass in Horneburg nun darüber diskutiert werde.
Der Ausschuss hat sich darauf verständigt, dass künftig der Sprecher der Juko, der nicht älter als 27 Jahre alt sein darf, als festes beratendes Mitglied im Jugendausschuss Anträge stellen und mitdiskutieren darf. Abstimmen darf er aber nicht.
Hannelore Kathenbach findet das "unglücklich". Sie wünscht sich nach wie vor eine Art Jugendparlament, das über ein kleines Budget verfügt und eigenständig Anträge einbringen kann.
• Auch in anderen Kommunen wurde in der Vergangenheit immer wieder über Jugendräte oder Jugendparlamente diskutiert. Letztendlich sind die Ideen aber immer wieder an der mangelnden Beteiligung der Jugendlichen gescheitert, u.a. in Buxtehude und Harsefeld. (lt/nw). Die Jugendkonferenz Horneburg (Juko) ist ein Zusammenschluss aller Vereine der Samtgemeinde, die im Bereich der Kinder - und Jugendarbeit tätig sind. Jeder Interessierte darf an der Juko teilnehmen, ausdrücklich auch Kinder und Jugendliche. Die Juko bietet finanzielle Förderung für Vereine und betreut einen fest installierten Sozialfonds. Ebenso organisiert sie eigene Projekte (Ferienspaß) und verfügt über einen großen und stetig wachsenden Materialverleih. Vier Mal im Jahr finden Sitzungen der Juko statt, an denen jeder teilnehmen darf.
• www.jukoho.de Engagiert für
die Jugend

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