"Kein Zentimeter Platz für Intoleranz"

Gemeinsam für Toleranz (v. li.): Tobias Paulsen vom Stadeum, Karina Holst, Referentin für Integration, Astrid Eggert, Geschäftsführerin der Stader Betreuungsdienste, Kultur-Manager Dr. Andreas Schäfer, Bürgermeisterin Silvis Nieber und Stadtwerke-Chef Christoph Born
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"Auch wir sind Charlie Hebodo": Stadt Stade solidarisiert sich mit Terror-Opfern in Frankreich / Plakate und Kondolenzbuch

tp. Stade. Die Stadt Stade verurteilt den tödlichen Terroranschlag auf die Redaktion des islamkritischen Satire-Magazins "Charlie Hebdo" am vergangenen Mittwoch aufs Schärfste. Die Verwaltungsspitze mit Bürgermeisterin Silvia Nieber und dem Ersten Stadtrat Dirk Kraska hat in Kooperation mit dem städtischen Kultur-Manager Dr. Andreas Schäfer eine Solidaritätserklärung verfasst, Plakate gedruckt und ein Kondolenzbuch ausgelegt.

"Kein Zentimeter Platz für Intoleranz", sagte Bürgermeisterin Nieber bei der Vorstellung der Erklärung, mit der sich die Stadt der weltweiten Solidaritätswelle unter dem Slogan "Auch wir sind Charlie Hebdo" anschließt. Darin heißt es: "Terror bleibt Terror und Mord bleibt Mord - das zeigt uns der feige terroristische Anschlag von Paris. Der Überfall auf 'Charlie Hebdo' geschieht zu einer Zeit, da die Gesellschaften Europas eine grundlegende Debatte über die kulturelle und religiöse Vielfalt und Toleranz einerseits und sich verfestigende Pauschal-Vorurteile gegen den Islam andererseits führen; diese Debatte muss fortgesetzt werden. Nun umso mehr und vor allem ohne Hysterie und ohne den Wunsch nach Vergeltung. Der Terrorakt richtet sich gegen Grundwerte der europäischen Gesellschaften, die für Meinungs- und Pressefreiheit und für die gegenseitige Achtung von Kultur und Religion stehen."

Die Chefs der städtischen Tochterunternehmen Stadtwerke, Stader Betreuungsdienste und Stadeum unterstützen die Position der Stadtverwaltung für ein offenes und vielfältiges Miteinander und hängen schwarze Schilder bzw. Plakate mit der Aufschrift "Auch wir sind Charlie Hebdo" in ihre Gebäude. Wer sich der Initiative anschließen will, bekommt Gratis-Plakate im neuen Rathaus.
Bürger haben zudem die Möglichkeit, den Angehörigen der zwölf bei dem blutigen Anschlag hingerichteten Journalisten, Karikaturisten und Polizisten ihr Beileid zu bekunden. Bis Ende Februar können sich Mitfühlende dazu in ein Kondolenzbuch im historischen Rathaus eintragen. Am Rathaus wehen Flaggen mit Trauerflor.

Unterdessen hat sich die muslimische "Ahmadiyya"-Gemeinde Deutschland, deren Mitglieder in Stade eine Moschee besitzen, von dem Terroranschlag entschlossen distanziert. Diese "unentschuldbare Barbarei" sprenge jede Grenze religiöser Prinzipien und stehe im klaren Widerspruch zu allen Glaubensinhalten des Islam. Der heilige Koran garantiere Meinungs- und Redefreiheit. Gemäß den Lehren des Islam stehe es keinem Menschen zu, über andere wegen vermeintlicher Blasphemie oder Propheten-Lästerung zu richten oder sie gar zu bestrafen.

Gemeinsam für Toleranz (v. li.): Tobias Paulsen vom Stadeum, Karina Holst, Referentin für Integration, Astrid Eggert, Geschäftsführerin der Stader Betreuungsdienste, Kultur-Manager Dr. Andreas Schäfer, Bürgermeisterin Silvis Nieber und Stadtwerke-Chef Christoph Born
Flaggen mit Trauerflor am historischen Stader Rathaus
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Thorsten Penz aus Stade

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