An Trostlosigkeit kaum zu überbieten
Lehrer und Schüler hoffen auf einen neuen Schulhof in Campe

Konrektorin Claudia Goldbach auf dem mit Rissen und Hubbeln übersäten Schulhof. Im Hintergrund ist die unschöne Garagenwand zu sehen
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  • Konrektorin Claudia Goldbach auf dem mit Rissen und Hubbeln übersäten Schulhof. Im Hintergrund ist die unschöne Garagenwand zu sehen
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  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Stade. An Trostlosigkeit kaum zu überbieten ist der Schulhof der Grundschule Campe. Seit nunmehr fast 20 Jahren soll sich daran etwas ändern, berichtet Konrektorin Claudia Goldbach. Seit sie im Jahr 2000 nach Campe kam, stellte die Stadt Stade jedes Jahr Geld für die Neugestaltung des Schulhofes in den Haushalt ein. "Und jedesmal war am Ende doch kein Geld mehr für uns übrig", sagt Claudia Goldbach.
Inzwischen ist der Schulhof übersät mit Unebenheiten und Löchern. Richtige Sitzgelegenheiten oder Ruhezonen gibt es kaum. Seit vor einigen Wochen eine abgängige Holzpergola entfernt werden musste, blicken Schüler und Lehrer zu allem Überfluss auch noch gegen eine hässliche und mit schwarzen Flecken bedeckte Garagen-Rückwand.
"Unser ehemaliger Schüler und bekannter Künstler Leo Cordes würde die Wand gerne für uns verschönern", sagt Claudia Goldbach. Viele weitere Ideen für einen schönen Schulhof gibt es auch. Eine Arbeitsgemeinschaft habe viel Zeit investiert und im vergangenen Jahr einen Entwurf bei der Stadtverwaltung eingereicht. Doch dann sei der Etat wieder gekürzt worden, so die Konrektorin.
Abgesehen von einem vor zehn Jahren installierten Klettergerüst mit Rutsche biete der Schulhof wenig Anreize und sei für eine Ganztagsschule ungeeignet, sind sich die Lehrer und Eltern einig. Auch weil es im Schulgebäude keine Aula gebe, komme dem Schulhof eine besonders wichtige Funktion zu. Doch während die Klassenräume mit modernster Technik ausgestattet seien, sei der Schulhof einfach nur trostlos und in desolatem Zustand. In Campe hofft man deshalb, dass sich bald etwas ändert.
Bei der Stadt ist das Problem bekannt. "Auch ich bin absolut nicht zufrieden mit der Situation", äußerte sich zum Beispiel der Erste Stadtrat Dirk Kraska auf Nachfrage in einer Sitzung des Sozialausschusses. Doch da auch die Rohre im Untergrund des Schulhofes erneuert werden müssten, sei nur eine komplette Neugestaltung sinnvoll und müsse gut geplant werden. Im Haushalt seien für dieses Jahr 50.000 Euro Planungskosten eingestellt, im kommenden Jahr noch einmal 250.000 Euro für die Neugestaltung.
Was die hässliche Garagen-Rückwand angeht, wolle die Stadt noch mit dem Eigentümer sprechen, berichtet Tjorven Plate, Leiter der Stabsstelle Vorstandsbüro in Stade, auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Es gebe bereits Überlegungen, wie die Mauer gestaltet werden könnte. Bei den derzeit vorhandenen Flecken auf der Wand handele es sich aber nicht um Schimmel, sondern um Feuchtigkeits- und Stockflecken, die aufgrund des Schattens entstanden seien, betont Plate. Zudem habe der gepflanzte Efeu Wuchsflecken hinterlassen.
Die Planungen für die Schulhofsanierung sollen nach derzeitigem Stand im zweiten Halbjahr 2019 beginnen, so Plate.

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