Gewappnet für die neuen Anforderungen
"MachMit"-Zentrum in Stade und Buxtehude führt Integrationsarbeit fort

jab. Landkreis. Integration mit ihren vielen Facetten bedeutet vor allem das verbindende Miteinander von Menschen. Da ist besonders das Miteinander der Menschen mit Migrationshintergrund, die neuzugewandert sind, und der Menschen, die bereits im Landkreis leben, gemeint. Die Integration kann dabei als fließender Prozess gesehen werden, der vom Engagement vieler Beteiligter lebt. Die ehrenamtlichen Helfer sind besonders hervorzuheben.

Dass Integration von Neuzugewanderten auch weiterhin im Landkreis ein großes Thema ist, zeigt der Vertrag des Landkreises Stade mit dem Diakonieverband der Ev.-lutherischen Kirchenkreise Buxtehude und Stade. Ziel ist die Einrichtung und der Betrieb eines Zentrums für ehrenamtliche Integrationsarbeit im Landkreis Stade. Das "MachMit"-Zentrum soll am 1. Januar 2020 seine Türen öffnen. Das Projekt ist zunächst auf zwei Jahre begrenzt.

Bereits 2016 wurde ein ähnlicher Vertrag mit dem Diakonieverband der Evangelisch-lutherischen Kirchenkreise Buxtehude und Stade geschlossen. Dabei ging es um die Einrichtung und den Betrieb einer Koordinationsstelle für Schulung und Supervision ehrenamtlicher Migrationshelfer im Landkreis Stade. Neben der Netzwerkarbeit sowie Schulungs- und Informationsangeboten wurden auch die Integrationslotsen ausgebildet.

Über die Jahre haben sich die Aufgaben der Ehrenamtlichen stark verändert. War am Anfang der starken Zuwanderung noch die akute Nothilfe gefragt, geht es nun vermehrt um die Unterstützung bei der Integration in die deutsche Gesellschaft. Zudem geht die Anzahl der freiwilligen Helfer immer mehr zurück, aber nicht alle Aspekte der Integrationsarbeit können durch hauptamtlich Tätige abgedeckt werden. Somit müssen neue Engagierte gewonnen werden, um eine erfolgreiche Integrationsarbeit für Menschen mit Migrationshintergrund gewährleisten zu können.

Das Konzept des "MachMit"-Zentrums sieht vor, eine Weiterentwicklung der Arbeit für die künftigen Anforderungen auszuarbeiten - unter Berücksichtigung der bisher gewonnenen fachlichen Erkenntnisse. Dazu bringt vor allem der Diakonieverband seine Erfahrungen ein. Ziel des Projekts ist es, das vorhandene ehrenamtliche Engagement zu stärken, aber auch neue Menschen, auch mit Migrationshintergrund, für das Ehrenamt in der Integrationsarbeit zu begeistern, sie an das Ehrenamt heranzuführen und einen interkulturellen Dialog zu fördern, z.B. durch Austauschforen und interkulturelle Veranstaltungsangebote.

Die Arbeit findet dabei immer in enger Abstimmung mit dem Diakonieverband und der Koordinationsstelle "Migration und Teilhabe" des Landkreises Stade statt. Finanziert wird das Projekt anteilig durch den Landkreis Stade und den Diakonieverband. Der Landkreis trägt jährlich maximal 61.500 Euro für Personal- sowie Sachkosten. In Stade befindet sich das Zentrum beim Diakonieverband, Neubourgstraße 6, und in Buxtehude in der Harburger Straße 2.

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