Mehrzweckhalle Agathenburg: Sanierung oder Neubau?

Was wird aus der Mehrzweckhalle in Agathenburg? Darüber muss sich der Rat nun einig werden
  • Was wird aus der Mehrzweckhalle in Agathenburg? Darüber muss sich der Rat nun einig werden
  • hochgeladen von Lena Stehr

lt. Agathenburg. Soll die Mehrzweckhalle in Agathenburg saniert oder abgerissen und neu gebaut werden? Mit dieser Frage müssen sich die Politiker der Gemeinde nun intensiv beschäftigen. Bis zum Jahresende will der Rat mit den Hallennutzern und Bürgern ins Gespräch kommen, um dann eine grundsätzliche Entscheidung treffen zu können, so Bürgermeister Gerd Allers.
In der jüngsten Ratssitzung stellten der Architekt Carsten Kettler und der Planer Thorsten Paul Margenburg vom Stader Architelturbüro "Ganske & Kettler" zwei mögliche Sanierungs-Varianten sowie zwei Neubau-Varianten für die 1974 in Betrieb genommene Mehrzweckhalle vor. Die Kosten liegen dabei zwischen 975.000 Euro (günstigste Sanierungs-Variante) und 2,175 Millionen Euro (teuerste Neubau-Variante).
Bei der kostengünstigsten Sanierung würde u.a. das Ethernit-Dach durch ein Foliendach ersetzt werden. Beim internen Umbau würden der Jugendraum und die Teeküche wegfallen, die Umkleiden würden erneuert sowie die Halle von außen energetisch saniert werden.
Bei der zweiten Sanierungs-Variante, einer Komplettsanierung für 1,335 Millionen Euro, würde die Halle um einen Anbau im Süden erweitert werden - Jugendraum und Teeküche blieben erhalten. Der Jugendraum würde außerdem einen separaten Eingang bekommen. Eine großzügige Verglasung würde soviel Licht von außen in die Halle lassen, so dass weniger elektrisches Licht nötig wäre, erleuterte Thorsten Margenburg. Zudem würde der Sportboden erneuert werden.
Sollte sich die Gemeinde für einen Neubau im Wert von 2,035 Millionen Euro entscheiden, könnte die Halle um 90 Grad gedreht werden. Es stünden u.a. mehr Parkplätze zur Verfügung und es gäbe zwischen Backhaus und Halleneingang einen zentralen Bereich für die Dorfgemeinschaft. Die Halle bekäme eine Fassade aus Klinker und besonders lichtdurchlässigem Profilglas sowie ein Flachdach.
Die teuerste Neubau-Variante im Wert von 2,175 Millionen Euro hätte eine noch höherwertige Fassade mit optisch ansprechenden Holzelementen sowie ein spezielles Metalldach, das besonders unempfindlich gegen Laub ist.
Architekt Carsten Kettler machte deutlich, dass durchaus auch Mischungen der verschiedenen Varianten möglich seien. Die geschätzten Kosten sollten dem Rat als Entscheidungshilfe dienen. Insbesondere bei der Planung des Daches bedürfe es noch weiterer Untersuchungen, um fundierte Aussagen zu den genauen Anforderungen und Kosten treffen zu können. Die Zahlen seien alle nicht "in Stein gemeißelt", so Kettler.
"Wir nehmen einen Eindruck mit und wissen hoffentlich am Ende des Jahres in welche Richtung es geht", so Gerd Allers. Der Bürgermister hofft außerdem auf Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm, da es sich nicht nur um eine Sportstätte, sondern um eine förderfähige Mehrzweckhalle handelt. Je teurer die Sanierung bzw. der Neubau aber werden würde, desto mehr steige der Gemeindeanteil, gab Allers zu Bedenken. Im Haushalt sind bereits 1,3 Millionen Euro für die Mehrzweckhalle eingeplant. "Es gibt noch viel zu diskutieren", so der Bürgermeister.

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