Moment mal! Warum nicht ganzjährig am "Sande" parken

Seitdem das Hertie-Parkhaus geschlossen ist, sind auf einen Schlag 420 Parkplätze in der Stader Innenstadt weggefallen. Dass die Geschäftsleute darüber „not amused“ sind, dürfte einleuchten. Die Idee von Bürgermeisterin Silvia Nieber, den Platz „Am Sande“ zumindest im Weihnachtsgeschäft ab Anfang November für ca. 100 Autos freizugeben, fand entsprechend großen Anklang in der Geschäftswelt.

Am 8. Februar ist es damit aber vorbei. Dann wird der Platz, der sich in Sachen Attraktivität nicht von einem Parkplatz unterscheidet, wieder gesperrt. Mal braucht die Stader Fastnachtsgilde die „Steinwüste“, im April findet hier der Frühjahrsmarkt statt, im Sommer das Altstadtfest.... Den überwiegenden Teil des Jahres liegt der Platz aber brach. Warum also reagiert die Stadt nicht so flexibel und gibt ihn zwischen den Veranstaltungen als Parkraum frei?

Nieber erklärt es so: „Das wäre nicht bürgerfreundlich, wenn der Platz mal geschlossen und mal offen wäre.“ Dann fehle die Verbindlichkeit und es gebe zusätzlichen Suchverkehr. Das Ansinnen der Geschäftsleute könne sie aber verstehen. Zumal diese höchstwahrscheinlich noch bis 2016 warten müssen, bis die Stadt das neue geplante Innenstadt-Parkhaus fertiggestellt hat.

Ich bin überzeugt davon, dass niemand der Stadt böse ist, wenn er für ein paar Tage aufgrund diverser Events mal nicht auf dem „Sande“ parken kann, dafür aber das übrige Jahr. Wolfgang Drusell, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Aktuelles Stade“, sagt dazu: „Es ist bedauerlich, dass keine flexiblere Lösung gefunden wird.“ Vielleicht überdenkt Frau Nieber ihre Entscheidung ja noch einmal.

Björn Carstens

Autor:

Björn Carstens aus Buxtehude

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