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"Muss ich erst alte Postkarten angucken?"

Der Platz Adolf Ravelin auf einer historischen Postkarte, schätzungsweise aus den 1930er Jahren
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  • Der Platz Adolf Ravelin auf einer historischen Postkarte, schätzungsweise aus den 1930er Jahren
  • Foto: Stadtarchiv Stade
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Grüne entfachen Ratsdiskussion über Umgestaltung des Platzes Adolf-Ravelin zu einem Bürgerpark

tp. Stade. Für die einen ist es Kahlschlag städtischen Grüns, für die anderen Landschaftsbau nach geschichtlichem Vorbild: Über die umstrittene Neugestaltung der im 17. Jahrhundert angelegten Bastion Adolf-Ravelin an den Wallanlagen in Stade zu einem als "Bürgerpark" deklarierten Veranstaltungsplatz haben die Grünen auf der jüngsten Ratssitzung eine hitzige Diskussion entfacht.

Die Grünen hatten einen sogenannten Vorbehaltsbeschluss zur Entwicklung des Bürgerparks beantragt. Damit verfolgten sie das Ziel, dass die Verwaltung die Planungsschritte von den politischen Gremien absegnen lassen sollte.
Wie berichtet, herrschte in der Politik Unklarheit über die Marschrichtung bei der Gestaltung des bis vor Kurzem üppig bewachsenen Platzes. Die Grünen übten harsche Kritik an der vor einigen Wochen von der Stadt durchgeführten Abholzung vieler alter Bäume. Die Verwaltung verteidigte den Schritt als Sicherheitsmaßnahme und Grünpflege und verwies auf historische Fotografien, nach denen das Gelände früher licht bewachsen war.

Auf der Sitzung bemängelte Grünen-Fraktionssprecher Reinhard Elfring, dass die Verwaltung die Politik unzureichend in die Planung des Bürgerparks einbezogen habe. Mit der Abholzung im Februar sei endgültig klar geworden, "hier wird kein Bürgerpark geschaffen, sondern eine Stellfläche für Marktbeschicker und ein Veranstaltungsgelände", so Elfring. Er sprach von "Etikettenschwindel". Sein Grünen-Kollege Uwe Merckens kommentierte lax: "Muss ich mir erst alte Postkarten angucken, um zu erfahren wie das Gelände einmal aussehen soll?"
Die Verwaltung und Politiker anderer Fraktionen sahen den Fall anders: Horst Deede (Bürgerliste) verwies auf Rückschnitte an anderen Stellen der Wallanlagen: „Die Leute haben sich erst darüber aufgeregt und finden diese inzwischen sehr gelungen.“

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Kristina Kilian-Klinge beurteile Merckens' Kommentar als Polemik, die nichts in einer politischen Beratung zu suchen habe.
Der Erste Stadtrat Dirk Kraska empfand den Vorwurf des Etikettenschwindels als "ehrenrührig" und verwies auf das systematische Vorgehen der Verwaltung bei der Bürgerpark-Planung in mehreren mit der Politik abgestimmten Schritten: Grünpflege, Drainage des Platzes, Befestigung für den Zweck als Open-Air-Veranstaltungsort und Bau eines Radweges auf dem Wall. Später erfolge die eigentliche, mit einer 240.000-Euro-Spende der Dow finanzierte Errichtung des Parks. Die Pläne dazu sollen im Ausschuss für Stadtentwicklung beraten werden.
Ihren Antrag zogen die Grünen schließlich zurück, da eine Ratsmehrheit aussichtslos schien.

• In den vergangenen Jahrzehnten wurde der Adolf-Ravelin immer wieder als Veranstaltungsplatz genutzt. Doch es gab Probleme mit Nässe auf dem Gelände. Zuletzt fiel im Jahr 2005 eine Musikveranstaltung ins Wasser. Daraufhin stellte die Stadt die kulturellen Aktivitäten ein.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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