Nach Risiko-Lecks auf Gas-Tanker und in Chemiewaggons in Stade: Umweltaktivisten schlagen Alarm

Schlug Leck auf der Elbe: der Gas-Tanker "Bow Guardian"   Fotos: tp/Hemke privat/WGB
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Silke Hemke BUND: "Sicherheitsmaßnahmen verschärfen!" /
Dr. Jochen Witt : "Die Abbenflether Reede stilllegen"

tp. Bützfleth. Die Menschen an der Unterelbe sind in größter Sorge: Nachdem in der Nacht auf Freitag, 20. Oktober, aus dem Gas-Tanker "Bow Guardian" auf der Reede bei Bützfleth-Abbenfleth das giftige und leicht entzündliche Propylen entwich und nach Angaben des Ortsbürgermeisters Sönke Hartlef Explosionsgefahr herrschte, sind die Menschen im Alten Land verunsichert und die Mitglieder örtlichen Umweltverbände alarmiert. Kritiker sehen sich jetzt in ihren seit Jahren wiederholten Warnungen vor Gesundheitsgefahren und in ihren Forderungen nach behutsamerer Planung der Industrieanlagen an dem Stader Industriestandort - vom neuen Kohlekraftwerk über das Industriegleis bis zur Müllverbrennungsanlage - bestätigt.

Nicht zuletzt, weil sich zumindest nach subjektivem Eindruck die Fälle häufen: In den vergangenen Jahren und Monaten gab es u.a. Gas-Austritte aus dem Dow-Werk und Chemie-Waggons schlugen auf den Gleisen Leck, bevor jüngst durch einen Pumpen-Defekt auf der "Bow Guardian" 150 Anwohner aus ihren Häusern vor der drohenden Gefahr evakuiert werden mussten.

Die Kohlekraft-Gegnerin und Stader BUND-Sprecherin Silke Hemke, sagt: "Es liegt in der Natur der Sache, dass bei dem Betrieb eines chemischen Werkes wie Dow bei der Produktion Risiken bestehen - auch bei den Transporten, ob zu Wasser oder per Bahn." Bei dem auf dem Werksgelände geplanten Kohlekraftwerk lägen die Gesundheitsrisiken auf der Hand: "Gefährlicher Feinstaub, Quecksilber-Einträge und enorme Kohlendioxid-Emissionen sowie menschenunwürdige Zuständen in den überseeischen Kohleabbaugebieten."

Insofern sollten die Verantwortlichen bei Dow die Zwischenfälle zum Anlass nehmen, "die Sicherheitsmaßnahmen grundlegend zu überprüfen, um sie gegebenenfalls zu verschärfen“. Der BUND fordert die Bundesbehörden auf, den Schifffahrtsverkehr und damit verbundene Risiken auf der Elbe grundlegend zu überprüfen. "Als Gegner der Elbvertiefung weisen wir darauf hin, dass die Gefahr von schweren Unfällen auf der Elbe zugenommen hat und mit einer Elbvertiefung wohl zunehmen wird. Bisher ist unsere Region weitgehend glimpflich davongekommen. Damit werden wir nicht immer rechnen können."

"An den aktuellen Zwischenfällen kann man sehen, wie schnell der Transport von Gift und Schadstoffen aus dem Ruder laufen kann", sagt Jochen Brockmann, Sprecher der Stader Bürgerinitiative (BI) "Pro Industriegleis". Die BI befürwortet zwar die Industrie in Bützfleth, setzt sich aber für die Verlegung des alten, siedlungsnahen Industriegleises zugunsten eines neuen Gleises für den Güterverkehr direkt bis zum Bützflether Industriegebiet in weitem Abstand zu Wohnhäusern ein.
"Technisches und menschliches Versagen ist einfach nicht auszuschließen. Trotz der gut gemeinten Sicherheitsvorkehrungen der verantwortlichen Unternehmen sind wir weiter besorgt." Als "absurd" bezeichnet Brockmann die Diskrepanz zwischen den auf dem Werk geltenden strengen Sicherheitsanforderungen und den "abenteuerlichen Vorkommnissen mit Gefahrengütern außerhalb der Werkstore wie der jüngsten Beinahe-Katastrophe".

Dr. Jochen Witt von der "Bürgerinitiative für eine umweltverträgliche Industrie" in Bützfleth, erklärt: Durch die Dow selbst fühlen sich die Initiativenmitglieder "eher wenig gefährdet, da deren Chemietanks nach unserem Wissen überwiegend eine doppelte Hülle aufweisen und die Anlagen gefühlt weit weg sind".

Das Problem des jüngsten Zwischenfalls auf der Elbe liege eher an der dicht an der Wohnbebauung liegenden Abbenflether Reede. "Deshalb fordert unsere BI die sofortige Stilllegung der Abbenflether Reede, auch um die Nutzung als Schiffswaschplatz mit einhergehender negativer Beeinflussung der Wasserqualität der Elbe zukünftig auszuschließen."

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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