Neue Kita-Gebührenordnung mit Sozialstaffel vorgestellt

lt. Lühe. Über die neue Satzung der Kitagebühren wurde kürzlich im Sozialausschuss der Samtgemeinde Lühe diskutiert. Der Samtgemeinderat wird diese Woche darüber entscheiden, ob die neue Sozialstaffel mit fünf Stufen ab Sommer gilt.
Demnach müssten Eltern dann, je nach Einkommen sowie Art und Dauer der Betreuung, unterschiedliche Beiträge für Krippe und Hort zahlen. Die Gebühren für den Elementarbereich fallen wie berichtet weg.
Eltern, die ein Bruttojahreseinkommen von mehr als 54.000 Euro haben, müssten für eine vierstündige Betreuung in der Krippe 200 Euro monatlich zahlen, 349 Euro für sieben Stunden und für eine neunstündige Betreuung 449 Euro. Der Hort (vier stunden täglich) würde 326 Euro kosten.
In der günstigsten Stufe (Jahreseinkommen unter 24.000 Euro) müssten Eltern für vier Stunden Krippe 108 Euro bezahlen, für sieben Stunden 188 Euro sowie 242 Euro für neun Stunden. Die Kosten für den Hort würden sich auf 149 Euro belaufen.
Vor allem die Erhöhung der Hortgebühren wird von vielen Eltern kritisiert. Die Elternvertreterin im Sozialausschuss, Eltje Ockenga, kann gut verstehen, dass einige Besserverdiener auf die Barrikaden gehen.
Gleichwohl weist sie darauf hin, dass die Forderung nach einer Sozialstaffel aus der Elternschaft kam. Dass es eine Erhöhung geben werde, sei von Anfang an klar gewesen. Es gebe auch einige Eltern, die die neue Gebührenordnung begrüßen, weil sie wissen, dass gute Kinderbetreuung nun einmal nicht umsonst angeboten werden könne, so Ockenga.
Sie wolle sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf jeden Fall dafür einsetzen, dass ein so genanntes Platzsharing im Hort möglich wird. Dabei teilen sich Eltern, die ihre Kinder nicht an fünf Tagen in der Woche in den Hort geben, einen Platz.
Zum Vergleich: Derzeit kostet eine Vormittagsbetreuung (8 bis 12 Uhr) in der Samtgemeinde Lühe 150 Euro sowie 220 Euro von 8 bis 14 Uhr. Eine Ganztagsbetreuung (8 bis 16 Uhr) kostet 280 Euro sowie 310 Euro von 8 bis 17 Uhr. Der Hort (13 bis 17 Uhr) schlägt mit 150 Euro zu Buche.

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