Nachholprogramm
Niedersachsen gibt fünf Millionen Euro, damit Kinder schwimmen lernen

Eine Trainerin bringt Kindern das Schwimmen bei, korrigiert die Körperhaltung im Wasser
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(ts). Weil Schwimmbäder während der Corona-Pandemie zwischenzeitlich geschlossen waren, haben Jungen und Mädchen weder in der Schule noch in der Freizeit das Schwimmen lernen können. Das Land Niedersachsen hat deshalb ein Nachholprogramm initiiert. Bis Ende 2022 sollen mit bis zu fünf Millionen Euro Angebote für Kinder und Jugendliche geschaffen werden, die keinen Schwimmkursus belegen oder im Schulsport das Schwimmen nicht erlernen können. Beteiligt sind der Landessportbund, der Landesschwimmverband, die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Schwimmsportvereine. Das geht aus einer Antwort der Niedersächsischen Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Landtag hervor.

Wie hoch der Anteil der Kinder, die das Schwimmen erlernt haben, nach den ersten vier Schuljahren ist, konnte die Landesregierung nicht beantworten. Dazu gebe es keine Statistik, heißt es in der Antwort. Der Lehrplan für das Schulfach Sport in Grundschulen sieht vor, dass jedes Kind am Ende der Grundschulzeit sicher schwimmen können soll. Das bedeutet, dass die Jungen und Mädchen sich im Wasser angstfrei bewegen und die Eigenschaften des Wassers nutzen können.
Das Land Niedersachsen bietet Sportlehrerinnen und Sportlehrern seit dem Jahr 2020 an, sich speziell für den "Schwimm-Erstunterricht" weiterzubilden.

Im Juli berichteten Schwimmtrainerinnen im WOCHENBLATT, warum Kinder Nichtschwimmer bleiben. Die Schwimmabteilungsleiterin im TSV Eintracht Hittfeld, Jutta Fröhlich, forderte ein Maßnahmenbündel. Zusätzliche Schwimmzeiten in Bädern seien nötig, zusätzliche ehrenamtliche Schwimmtrainer in den Sportvereinen, Kooperationen der Schulen und Kindertagesstätten mit Sportvereinen und engagierte Eltern.
Beim TSV Eintracht Hittfeld warten 350 Jungen und Mädchen auf einen Platz in einem Kursus zum Erwerb des Seepferdchen-Abzeichens. Der TSV Buchholz 08 hat sich entschieden, keine Wartelisten mehr zu führen - zu viele Kinder würden auf einen Platz warten.

Autor:

Thomas Sulzyc aus Seevetal

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