Nottensdorf und Bliedersdorf verpassen Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm

In den vergangenen Monaten fanden viele Workshops - wie hier mit Knut Willenbockel (Samtgemeinde-Verwaltung) - statt. Sie sollen nicht umsonst gewesen sein
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lt. Nottensdorf/Bliedersdorf. Enttäuschung in Nottensdorf und Bliedersdorf. Wie Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast jetzt mitteilte, gehören die beiden Horneburger Gemeinden leider nicht zu den insgesamt 14 Regionen, die in diesem Jahr in das Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen werden.
"Es fehlte offensichtlich ein i-Tüpfelchen bei unserer Bewerbung", so Bliedersdorfs Bürgermeister Tobias Terne auf WOCHENBLATT-Nachfrage. Ganz knapp sei die Entscheidung dann daraufhin zugunsten von Ahlerstedt ausgefallen, habe es aus dem zuständigen Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg geheißen.
Doch die Gemeinden wollen nun keinesfalls aufgeben und sich nicht entmutigen lassen. Ein neuer Antrag - bzw. eine überarbeitete Version des vergangenen Antrages - werde derzeit in der Verwaltung vorbereitet, so Terne. Er soll fristgerecht zum 1. August eingereicht werden.
"Wir haben das Signal bekommen, dass wir auf dem richtigen Weg sind und sind guter Dinge, dass es beim nächsten Mal klappt", sagt Terne. Die neue Bewerbung werde aber trotzdem kein Selbstgänger, da die Konkurrenz wieder groß sei.
Die Motivation in den Arbeitsgruppen, die in den vergangenen Monaten hervorragende Arbeit geleistet hätten, sei nach wie vor hoch, so der Bürgermeister. Fest stehe, dass die Arbeit in jedem Fall weiter gehe und die Gemeinden näher zusammen wachsen werden.
Schon allein deswegen, weil z.B. die geplante Zusammenlegung der beiden Grundschulen auf jeden Fall umgesetzt werde. Viele andere größere geplante Projekte, wie z.B. ein Bürgerzentrum, seien allerdings ohne eine Förderung durch das Dorfentwicklungsprogramm nicht möglich, betont Terne.

• Einen Sachstandsbericht zum Thema gibt es bei den Ratssitzungen in Bliedersdorf am Montag, 25. Juni, um 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus sowie in Nottensdorf am Mittwoch, 27. Juni, um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. (lt). Insgesamt wurden beim Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg für dieses Jahr 41 Anträge auf Aufnahme ins Dorfentwicklungsprogramm abgegeben. Damit befinden sich nun 285 Dorfentwicklungsverfahren in der Förderung. Insgesamt erreicht das Programm mit bislang 800 beteiligten Dörfern einen neuen Höchstwert. Niedersachsen wird nach gegenwärtigen Planungen 2019 rund 40 Millionen Euro für die Vorhaben der Dorfentwicklung zur Verfügung stellen.
Aus dem Amtsbezirk Lüneburg wurden neben Ahlerstedt (siehe Harsefelder Umschau im WOCHENBLATT) noch die Dorfregionen Egestorf (Landkreis Harburg), Findorff Land (Landkreis Rotenburg Wümme) und Vastorf - Thomasburg (Landkreis Lüneburg) ins Dorfentwicklungsprogramm aufgenommen.
www.arl-lg.niedersachsen.de, Stichwort Dorfentwicklung. 

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