alt-text

++ A K T U E L L ++

199 Werftmitarbeitern droht die Kündigung

"Parteimitgliedschaft darf keine Rolle spielen"

Wollte Ratsmitglieder nicht vor den Kopf stoßen: Bürgermeisterin Silvia Nieber
  • Wollte Ratsmitglieder nicht vor den Kopf stoßen: Bürgermeisterin Silvia Nieber
  • hochgeladen von Thorsten Penz

Das könnte Sie auch interessieren:

Politik
Über die Abschaffung der Gelben Säcke diskutiert der Kreistag am 6. Oktober

Kreisumweltausschuss empfiehlt Wechsel in neues Sammelsystem für Plastikmüll / Über 10.000 Landkreisbewohner haben online abgestimmt
Klares Votum für die Gelbe Tonne

as. Landkreis Harburg. Haufen von gelben Säcken, die sich am Straßenrand türmen, Joghurtdeckel und Butterpapierchen, die aus zerrissenen Tüten drängen und nach der Sammlung Straßen und Plätze verschmutzen - damit könnte schon bald Schluss sein. Der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz des Landkreis Harburg hat jetzt empfohlen, ab Januar 2023 die Gelbe Tonne einzuführen. Schon 2014 hat das WOCHENBLATT die Einführung einer Gelbe Tonne ins Spiel gebracht. Seither hat das WOCHENBLATT immer wieder...

Panorama

Alarmierende Corona-Zahlen
Deshalb sind die Inzidenzwerte in Tostedt so hoch

bim. Tostedt. Warum sind die Corona-Zahlen in der Samtgemeinde Tostedt so viel höher als in anderen Kommunen im Landkreis Harburg? Das wollen viele WOCHENBLATT-Leser wissen. Der Inzidenzwert in Tostedt lag am gestrigen Dienstag, 14. September, bei 332,5 (Vortag: 291,4). 89 Fälle wurden dort in den vergangenen sieben Tagen registriert. Wie der Landkreis jetzt auf WOCHENBLATT-Anfrage mitteilt, sind die hohen Werte auf "eine christliche Religionsgemeinschaft mit mehreren Großfamilien mit vielen...

Politik
Langes Warten auf die Ergebnisse der Kommunalwahl: Ginge das auch schneller?

Lange Wartezeiten, extrem hoher Briefwahlanteil, späte Ergebnisse
Corona-Kommunalwahl: Was lief gut, was klappte gar nicht?

tk/os. Landkreis. Geduld war gefragt bei dieser Kommunalwahl. Abstandsregeln verursachten lange Schlagen vor den Wahllokalen, Senioren suchten vergeblich nach Stühlen zum Ausruhen, Stimmen wurden teils erst in den späten Nachtstunden ausgezählt: Die Kommunalwahl in Zeiten der Pandemie stellte die Organisatoren vor neue Herausforderungen, nicht überall wurden sie bewältigt. Vor allem der extrem hohe Anteil an Briefwählern verursachte Probleme. Hätten die Kommunen sich besser vorbereiten können?...

Blaulicht
Katze "Alfi" wurde von einem Luftgewehrschützen angeschossen
3 Bilder

In Wenzendorf
Fiese Attacke auf Katzendame "Alfi"

bim. Wenzendorf. War es ein fieser Katzenhasser, der aus dem Hinterhalt auf wehrlose Vierbeiner schießt? Oder hat ein Sportschütze in dem Wohngebiet mit seinem Luftgewehr übers Ziel hinausgeschossen? Katze "Alfi" wurde am Samstag, 4. September, gegen 14 Uhr im Bereich des Wennerstorfer Kirchwegs im Wenzendorfer Ortsteil Dierstorf-Heide von einem Luftgewehr ins Bein geschossen und schwer verletzt. Ihre Halter Melanie und Kay Lorenzen hoffen, dass der Tierquäler gefasst wird. Freigängerin und...

Blaulicht

Vom Balkon in die Tiefe gefallen
Junger Mann stürzt in den Tod

tk. Buxtehude. Ein junger Mann (21) ist bei einem tragischen Unglück am Samstagmorgen gegen 6 Uhr in Buxtehude ums Leben gekommen. Er war während einer Feier zum Rauchen auf den Balkon gegangen und vom sechsten Stock in die Tiefe gestürzt. Wie es zu diesem Drama kam, ist unbekannt. Die Polizei geht nach ihren Ermittlungen von einem Unglücksfall aus. ++Update++ Seevetal: Das Ende einer Verfolgungsjagd

Panorama
4 Bilder

Corona-Zahlen am 16. September
Inzidenz sinkt auf 85,9 im Landkreis Harburg

(sv). Der Inzidenzwert im Landkreis Harburg ist am heutigen Donnerstag, 16. September, wieder auf 85,9 (Vortag: 95,7) gesunken. Der Landkreis meldet heute 352 aktive Fälle (+9) und 220 Corona-Fälle in den letzten sieben Tagen (+25). Die Hospitalisierungsinzidenz steigt leicht auf 4,7 (+0,1). Die Intensivbettenbelegung sinkt auf 5,5 Prozent (-0,2 Prozent). Seit Ausbruch der Pandemie verzeichnete der Landkreis insgesamt 7.667 Corona-Fälle (+19). Davon sind bislang insgesamt 7.201 Personen wieder...

Politik
Kai Seefried tritt sein Amt als Landrat am 1. November an. Gespräche mit vielen Akteuren aus Politik und Gesellschaft führt er aber jetzt schon. "Ich will Themen aufnehmen", sagt er.

Der künftige Stader Landrat legt am 1. November offiziell los
Kai Seefried: "Als Mensch, nicht als CDU-Politiker punkten"

tk. Stade. Kai Seefried (CDU), der neue Stader Landrat, wird in den kommenden Wochen viele Gespräche führen. Mit Kreistagspolitikern, aber auch mit Verbänden und Institutionen aus der Region. "Ich setze in der Politik auf ein Miteinander der Fraktionen", sagt Seefried, der am Wahlsonntag mit 55,85 Prozent auf den Chefposten im Kreishaus gewählt worden ist. Wenn er in den kommenden Wochen mit Bürgerinnen und Bürgern redet, geht es ihm vor allem darum "Themen aufzunehmen". Noch, das betont...

Blaulicht
Der "Maskenmann", der verurteilte Kindermörder Martin Ney, 2013 vor dem Stader Landgericht

Der Kindermörder wurde in Frankreich vernommen
Der "Maskenmann" ist wieder zurück in Deutschland

tk. Stade. Der vom Landgericht Stade wegen dreifachen Kindesmordes verurteile Martin Ney ist zurück in Deutschland und sitzt wieder in der JVA Celle ein. Der als "Maskenmann" berüchtigte Mörder und Kinderschänder wurde im Januar nach Frankreich ausgeliefert, weil er verdächtigt wird, auch dort ein Kind getötet zu haben. Wie die Zeitung "Ouest France" zuerst berichtete, kann ihm der Ermittlungsrichter in Nantes diese Tat aber nicht nachweisen, so dass die fristgerechte Überstellung zurück nach...

Flop bei Stadtbaurat-Suche: Bürgermeisterin Silvia Nieber entschuldigt sich / Kein Super-Honorar für Headhunter

tp. Stade. Die angespannte Stimmung zwischen Rat und Verwaltung ist noch nicht verflogen, nachdem die Suche nach einem Nachfolger für den im August aus Altersgründen ausscheidenden Stadtbaurat Kersten Schröder-Doms (68) im ersten Anlauf fehlschlug und nun ein teurer Personaldienstleister einen neuen Kandidaten für das Amt des Spitzen-Wahlbeamten an Land ziehen soll (das WOCHENBLATT berichtete mehrfach). Der Streit zwischen den Fraktionen und Bürgermeisterin Silvia Nieber (SPD), die in einer von Kritikern als eigenmächtig beurteilten Entscheidung einen als "grün angehaucht" geltenden Favoriten schasste, wurde in einer nicht-öffentlichen Ratssitzung zwar offiziell beigelegt. Dennoch blickt die Öffentlichkeit jetzt skeptisch auf das Rathaus und will wissen, wie es nach dem Hick-Hack weitergeht. Die Redaktion sprach mit Silvia Nieber.

WOCHENBLATT: Beim Pressegespräch nach der Sitzung stichelte der Grünen-Ratsherr Uwe Merckens, von einem Antrag auf Abwahl der Bürgermeisterin habe seine Partei nochmal abgesehen. Und die CDU fordert nachdrücklich, das Profil des neuen Kandidaten mitzubestimmen. Fühlen Sie sich in Ihrer Macht beschnitten?
Silvia Nieber: Ich habe kein Problem damit, dass mit allen Fraktionen das Profil gemeinsam erarbeitet wird. Wir haben dies gemeinsam als ersten Schritt des weiteren Verfahrens festgelegt. Herr Merckens hat auch gesagt, wir haben alle haben im Hinblick auf die schnelle Festlegung auf den Bewerber einen Fehler gemacht.
WOCHENBLATT: Was haben Sie falsch gemacht, Frau Bürgermeisterin?
Silvia Nieber: Ich habe einen bedeutenden Kommunikationsfehler gemacht, für den ich mich auch bereits entschudigt habe. In meine Entscheidung, den Kandidaten nicht vorzuschlagen, habe ich die Fraktionen lediglich im Rahmen eines interfraktionellen Gesprächs einbezogen und nicht den großen Kreis der an den Vorstellungsgesprächen beteiligten Ratsmitglieder. Es war nicht meine Absicht, Mitglieder des Rates vor den Kopf zu stoßen.
WOCHENBLATT: Welche Rolle spielt die Parteimitgliedschaft bei der Bewerberauswahl?
Silvia Nieber: Die darf keine Rolle spielen. Entscheidend sind fachliche Qualifikation und soziale Kompetenz. Wenn schon die Parteimitgliedschaft angesprochen wird, muss offen damit umgegangen werden. Diese darf nicht im Nachhinein durch Recherche bekannt werden - auch wenn es sich um eine vergangene Mitgliedschaft handelt. So etwas zerstört Vertrauen.
WOCHENBLATT: Haben die sieben Kandidaten, darunter der Stader Wirtschaftsförderer Thomas Friedrichs und der abgelehnte Bewerber aus Bad Oeynhausen, aus dem ersten Anlauf noch eine Chance oder sind die für Stade „verbrannt“?
Silvia Nieber: Ich habe bereits erklärt, dass das Ausschreibungsverfahren erfolglos abgeschlossen ist, weil weitere Bewerber nicht mehrheitsfähig sind oder nicht in Betracht kommen.
WOCHENBLATT: Nun soll ein Personalberater die Suche nach dem Stadtbaurat übernehmen. Ein solcher Headhunter verlangt nach unseren Recherchen als Honorar bis zu zwei Jahresgehälter des entsprechenden Spitzen-Verwaltungsbeamten.
Silvia Nieber: Ein Honorar von zwei Jahresgehältern wird die Stadt Stade auf gar keinen Fall bezahlen. Zunächst werde ich Referenzen über Headhunter einholen, die bereits in anderen Städten tätig waren.
WOCHENBLATT: Die von der Stadt gewählte klassische Stellenausschreibung mit Anzeigen in Tageszeitungen, Magazinen und im Internet gilt in Fachkreisen als veraltet und unprofessionell.
Silvia Nieber: Das kann nur jemand sagen, der das Niedersächsische Kommunalverfassungsgesetz nicht kennt. Die direkte Beauftragung eines Headhunters verstößt gegen dieses Gesetz, weil es keine öffentliche Ausschreibung ist, so wie es für diese Funktion vorgesehen ist. Also wäre durch eine Dreiviertelmehrheit des Stadtrates der Verzicht auf öffentliche Ausschreibung zu beschließen oder der Headhunter wird verpflichtet, auch öffentlich die Stelle auszuschreiben.
WOCHENBLATT: Vielen Dank für das Interview, Frau Nieber.

Autor:

Thorsten Penz aus Stade

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen