Schwermetall auf Wohngrundstücken in Bützfleth

Auf Wohngrundstücken am Industriestandort Bützfleth wurden bei privaten Bodenuntersuchungen hohe Schwermetallwerte festgestellt. Die Herkunft der Schadstoffe - ob z.B. von Schiffen auf der Elbe - ist noch unklar    Foto: Archiv/Luftbildfotograf/Martin Elsen
  • Auf Wohngrundstücken am Industriestandort Bützfleth wurden bei privaten Bodenuntersuchungen hohe Schwermetallwerte festgestellt. Die Herkunft der Schadstoffe - ob z.B. von Schiffen auf der Elbe - ist noch unklar Foto: Archiv/Luftbildfotograf/Martin Elsen
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Bodenproben beunruhigen Bewohner / Schadstoff-Quelle unklar

tp. Bützfleth. Gleich zwei Fälle von Schwermetallbelastung im Boden von Wohngrundstücken in Stade-Bützfleth beschäftigen derzeit die Behörden und Politik. Nachdem laut Medienberichten kürzlich auf einem Privatgrundstück am Borsteler Weg bei der Analyse von Bodenproben hohe Werte von Eisen, Zink, Blei, Kupfer und Mangan festgestellt wurden, liegt jetzt auch das Ergebnis einer davon unabhängigen Bodenuntersuchung an der Flethstraße vor.

Im ersten Fall ließ die Mieterin Svenja von Allwörden, die auf der Weide neben dem Haus Alpakas halten will, Bodenproben vom Raiffeisen Laborservice untersuchen. Es wurden außergewöhnlich hohe Werte festgestellt. Laut Experten besteht die Gefahr, dass die giftigen Schwermetalle über Pflanzen in die menschliche Nahrungskette gelangen könnten. Svenja von Allwörden sagt: "Einige weitere Nachbarn lassen inzwischen Bodenproben untersuchen."

Nach Angaben von Ortsbürgermeister Sönke Hartlef ist dies kein Einzelfall: Aktuell informierte ihn ein Bauherr auf einem Einfamlienhaus-Grundstück über ähnliche Ergebnisse einer Bodenuntersuchung durch das renommierte Institut Fresenius. Hartlef hat die Vorfälle zum Anlass genommen, die zuständige untere Bodenschutzbehörde des Landkreises Stade zu einer umfassenden Untersuchung von Bodenproben aus dem gesamten Ortschaftsbereich einschließlich landwirtschaftlicher Flächen aufzufordern. Der Ortsbürgermeister verlangt eine eine zeitliche und räumliche Einordnung der Bodenverschmutzung. Denn die Ursache sei bislang noch spekulativ. Kritische Beobachter würden vermuten, dass die Schwermetalle von dem seit einem Jahrzehnt geschlossenen Industrieunternehmen Hydro Aluminium stammen könnte, so Hartlef. Einige Fachleute wiederum seien der Meinung, höhere Schwermetallwerte seien typisch für die Geologie des Urstromtals der Elbe. Eine andere Vermutung gehe dahin, dass die Schadstoffe von großen Schiffen auf der Elbe stammen könnten, so der Bürgermeister.

Unterdessen hat die FDP-Fraktion die Ortschafts-Verwaltung beantragt, zu Beginn des Jahres 2019 an zehn ausgewählten Messpunkten im gesamten Dorf Bodenproben zu nehmen, auf Schwermetalle untersuchen zu lassen und die Ergebnisse im Frühjahr öffentlich auf einer Sitzung vorzustellen.

Sönke Hartlef meint, die Bodenuntersuchung sei zunächst die Aufgabe des Landkreises. Laut Kreis-PressesprecherChristian Schmidt will die untere Bodenschutzbehörde umgehend Kontakt zu den betroffenen Privatleuten aufnehmen, um sich über die formalen und praktischen Rahmenbedingungen der Probenentnahme zu informieren. Weitere Schritte - unter Umständen amtliche Bodenuntersuchungen - sollen folgen. Der Landkreis will die  Öffentlichkeit darüber auf dem Laufenden halten.

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Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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