Viele Akteure aus dem Kreis Stade sind dabei
"Solidarität.Grenzenlos": Über Rassismus reden

Die Veranstaltungen sollen zum selbstkritischen Nachdenken über Rassismus in unserer 
Gesellschaft anregen
  • Die Veranstaltungen sollen zum selbstkritischen Nachdenken über Rassismus in unserer
    Gesellschaft anregen
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tk. Stade. Diese Arbeitsgruppe ist vielfältig: evangelische und katholische Kirche, Jugendverbände, BI Menschenwürde, Buxtehuder Stadtteileltern, Stade Sicherer Hafen, das Netzwerk für Vielfalt und Demokratie sowie noch einige andere mehr. Gemeinsam haben die Akteure im März die digitale Veranstaltungsreihe "Solidarität.Grenzenlos" organisiert. Leitthema mit vielen Facetten: Rassismus in unserer Gesellschaft. Es geht darum, rassistische Strukturen sichtbar zu machen, sich bewusst mit weißen Privilegien auseinanderzusetzen und sich auch bewusst mit der Frage zu konfrontieren: Wie rassistisch ist mein Denken und Handeln selbst? "Wir suchen nach Ansatzpunkten, rassistische Strukturen zu verändern", sagt Anna-Lena Passior aus der Arbeitsgruppe.

"Die Spaltung unserer Gesellschaft stellt die größte Gefahr und Herausforderung dar", ergänzt Dr. Dunja Sabra von den Stadtteileltern. Es gehe darum, ausgrenzendes Verhalten zu hinterfragen und sich mit strukturellem Rassismus auseinanderzusetzen. "Wenn Gemeinschaftsgefühl und Gerechtigkeit unser gesamtgesellschaftliches Ziel sind, dann ist rassismuskritisches Denken der Weg dorthin", betont sie. Rassismus, erklären die Mitglieder der Arbeitsgruppe, werde zu oft mit Rechtsextremismus gleichgesetzt. Das habe unter anderem zur Folge, dass die alltägliche Diskriminierung aus dem Blickfeld gerate. 

Bei den digitalen Veranstaltungen wird eine Vielzahl unterschiedlicher Themen beleuchtet. Die Teilnahme ist kostenlos.

Ein Überblick:

Mittwoch, 3, März, 16 bis 17.30 Uhr:  Schreibwerkstatt für Schülerinnen und Schüler (vor allem Klasse neun und zehn) mit Said Rezek. Schwerpunkt ist rassistische Hetze im Netz.
Freitag,12. März, 17 bis 21 Uhr: Rassismus - erst erkennen, dann beenden mit Tsepo Bollwinkel. Es geht um die Entwicklung und Geschichte rassistischer Strukturen, die Auswirkungen auf Betroffene und die Frage des eigenen Engagements.

Freitag,19. März, 19 bis 21 Uhr: Sind die anderen wirklich so anders? Impulsvortrag und Diskussion mit Dr. Dunja Sabra über antimuslimischen Rassismus.

Dienstag, 23. März, 19 bis 21 Uhr: Deutsche Kirche - weiße Kirche? mit Marita Wagner.

Mittwoch, 24. März, 19.30 bis 21 Uhr: Sprache und Sein, Vortrag und Lesung mit Kübra Gümüsay.

Sonntag, 28. März, 15 bis 19 Uhr: "Still We Rise" - Empowerment Workshop mit Tsepo Bollwinkel.

Ausführliche Infos über die einzelnen Veranstaltungen und die Referentinnen und Referenten auf unserer Homepage (den Link zum Artikel klicken).

Rassismus erkennen und stoppen

Die Anmeldung für die digitalen Seminare und Workshops erfolgt per E-Mail an solidaritaet-grenzenlos-lk-stade@gmx.de.

• In den folgenden Wochen wird das WOCHENBLATT in lockerer Reihenfolge in einer Serie Artikel zum Thema Rassismus präsentieren. Dabei schreiben als Gastautorinnen und -autoren Menschen, die von Rassismus betroffen sind oder die sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben.

Hintergrund

(tk). Die Vereinten Nationen haben den 21. März zum "Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung" ausgerufen. Dieser Tag geht auf den 21. März 1960 zurück. Damals fand im südafrikanischen Sharpeville eine friedliche Demonstration von rund 20.000 Menschen gegen das Apartheids-Regime statt. Die Polizei schoss auf die Demonstranten und 69 Menschen wurden getötet.

In Deutschland hat zudem die Debatte über strukturellen Rassismus zugenommen, seitdem die "Black Lives Matter"-Bewegung aus den USA immer unüberhörbarer die tödlichen Polizeischüsse auf Schwarze thematisiert und ein Umdenken in Politik und Gesellschaft fordert. Tag gegen
Rassismus

Autor:

Tom Kreib aus Buxtehude

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