Stadt soll Grundstücke auf Erbpacht vergeben statt zu verkaufen
SPD: Günstigen Wohnraum schaffen

jd. Stade. Die Politik in Stade soll sich nach dem Willen der SPD verstärkt dem Thema Wohnen widmen. Die Genossen möchten erreichen, dass in Zukunft mehr die sozialen Belange bei der Schaffung von Wohnraum berücksichtigt werden. Dazu soll die Stadt ein Fachbüro beauftragen, ein "integriertes Wohn- und Stadtentwicklungskonzept" zu erarbeiten. Darin soll auch eine Abwägung der Nutzungskonflikte zwischen Wohnen, Arbeiten und Umweltbelangen erfolgen. Das Konzept müsse langfristig angelegt werden, so SPD-Fraktionschef Kai Holm, der einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gestellt hat: "Angepeilt ist ein Zeitraum von 20 Jahren." Die Kosten für das Konzept sollen bereits im Haushalt 2020 eingeplant werden.

Grund und Boden sei eine knappe und wertvolle Ressource, mit der sorgsam umgegangen werden müsse, begründet Holm den Vorstoß der SPD. Er gibt zu bedenken, ob es nicht sinnvoller sei, städtische Grundstücke nicht an Investoren zu verkaufen, sondern diesen für einen begrenzten Zeitraum auf Erbpacht zur Verfügung zu stellen. "So könnten zukünftige Generationen zukunftsweisende Nutzungsänderungen und Neuplanungen nach dem Ablauf der Pacht tätigen." Die Stadt Stade behalte so die Gestaltungshoheit bei Gebäuden, um den Herausforderungen der Zukunft begegnen zu können.

Holm sieht noch einen weiteren Vorteil: "Werden Grundstücke im Rahmen des Erbbaurechtes vergeben, so fallen hier keine hohen Grundstückskosten an." So könnten Bauherren preiswerteren Wohnraum schaffen, denn gerade teure Grundstücke seien Preistreiber bei den Baukosten. Auch Bodenspekulation beuge man so vor und für die Bürger könne Wohneigentum auch im unteren Preissegment geschaffen werden.

Die SPD möchte außerdem erreichen, dass Wohnbebauung mit einem geringen Flächenverbrauch grundsätzlich bevorzugt wird und gemeinnützige Wohnungsgenossenschaften den Vorrang vor gewerblichen Investoren haben.

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