SPD in Stade beantragt Beitritt zur "Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen"

Kai Holm auf dem Radweg an der Einmündung der Bronzeschmiede (re.) in die Harsefelder Straße
2Bilder
  • Kai Holm auf dem Radweg an der Einmündung der Bronzeschmiede (re.) in die Harsefelder Straße
  • hochgeladen von Thorsten Penz

Kai Holm: "Ein Gesamtkonzept muss her"

tp. Stade. Die Einmündung der Wohnstraße Bronzeschmiede in die von Lastwagen und Pkw stark befahrene Harsefelder Straße ist nur einer von vielen Gefahrenstellen für Radfahrer im Verkehrsnetz der Stadt Stade. Laut dem SPD-Fraktions-Chef im Rat, Kai Holm, gibt es dutzende weiterer neuralgischer Punkte mit dringendem Verbesserungsbedarf für Fahrradfahrer. "Wir brauchen ein schlüssiges Gesamtkonzept", sagt Holm. Dafür erhofft er sich fachlichen Beistand von Verkehrs-Experten der "Arbeitsgemeinschaft (AG) fahrradfreudlicher Kommunen in Niedersachsen".

Entsprechend beantragten die Sozialdemokraten jetzt den Beitritt der Stadt zu der Organisation. Eine erste Beratung darüber soll auf der Sitzung des Ausschusses für Feuerwehr, Sicherheit und Ordnung am Mittwoch, 7. November, um 18 Uhr im historischen Rathaus erfolgen.

Beim WOCHENBLATT-Ortstermin wies Holm exemplarisch auf die für Radler riskante Verkehrssituation an der Ecke Bronzeschmiede/Harsefelder Straße hin. Trotz der Stop-Schilder und deutlicher Fahrbahnmarkierungen würden Radfahrer, die stadtauswärts den Radweg an Harsefelder Straße befahren, häufig von den aus der Bronzeschmiede nahenden Autofahrern übersehen. Holm berichtet von zahlreichen "brenzligen Situationen" aufgrund schlechter Sichtverhältnisse wegen einer Hecke. Als Sofortmaßnahme schlägt er das Aufstellen zweier Verkehrsspiegel vor.

Vielerorts in der Innenstadt sieht der Sozialdemokrat Optimierungsbedarf hinsichtlich der Sicherheit für Pedalritter, z. B. an der Kreuzung Bielfeldtweg/Bremervörder Straße, wo durchgehende Radwege fehlen, sowie an diversen Kreiseln. Beim Verkehrsrund an Kuhweidenweg in Ottenbeck etwa klappe die Verständigung nicht zwischen den Autofahrern und den vorfahrtsberechtigten Radlern. 

Mit dem Beitritt zur AG soll sich die Lage Verbessern: "Politik und Verwaltung sind sich einig im Ziel, Stade Stück für Stück fahrradfreundlicher zu gestalten. Immer wieder stellt sich dabei die Frage nach dem 'Wie' - aktuell sind Radwege nach Riensförde in der Diskussion, zudem wird auf einen noch einzustellenden Verkehrsplaner gewartet. Konzeptionell geht es nicht wirklich weiter, es bleibt bei Insellösungen, engagierte Bürger äußern zunehmend ihren Frust", so Holm in seiner Begründung des Antrages. Mit dem Beitritt zur AG würde sich "ein Füllhorn von Informationen und Vernetzungen ergeben, denn durch die aktuell 52 Mitgliedskommunen sind hier rund 71 Prozent der Einwohnerschaft von Niedersachsen und Bremen organisiert".

Der Landkreis Stade bilde noch einen auffällig "blinden Fleck", so Holm.  Einzig der Flecken Harsefeld hat für das kommende Jahr seinen Beitritt beschlossen. Über den Beitritt der Stadt Stade ließe sich "ein erklärter Wille zur Förderung des Radverkehrs dokumentieren".

Kai Holm auf dem Radweg an der Einmündung der Bronzeschmiede (re.) in die Harsefelder Straße
Radfahrer auf der Harsefelder Straße (quer) werden von Autofahrern auf der Straße Bronzeschmiede (unten) wegen des Hecken-Bewuchses (re.) häufig erst spät erkannt
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.