Thema Industriegleis und Autobahn in Stade

Zwei Chemiezwischenfälle ereigneten sich im Sommer 2017 auf den Gleisen in Stade   Fotos: tp/Archiv
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Infomarkt für alle Bürger im Stader Rathaus / Bürgerinitiative beobachtet Planung weiter kritisch

tp. Stade. Ein Infomarkt anlässlich der Groß-Bauprojekte Autobahn A26 und Industriegleis der Deutschen Bahn (DB) findet am Donnerstag 12. April, 16 bis 20 Uhr, im historischen Rathaus in Stade statt. Fachleute werden vor Ort sein, um individuelle Fragen zu beantworten. An dem Infoabend werden auch Mitglieder der ehemaligen Bürgerinitiative zur Verlegung des alten Industriegleises auf eine stadtferne Trasse um den Gründer Dr. Henning Hoins teilnehmen.

Mit der Weiterführung der A26 im Bauabschnitt 5b zwischen der Anschlussstelle Stade Ost und der Freiburger Straße sowie der Verlegung des DB-Industriegleises Stade-Bützfleth kommen in den nächsten Jahren zwei große Bauvorhaben, die eng miteinander verbunden sind, auf die Stadt Stade sowie in Abschnitten auf die Nachbargemeinde Hollern-Twielenfleth zu. Mit der Eröffnung des Planfeststellungsverfahren des Abschnitts 5b wird im Frühjahr 2019 gerechnet.

Um beide Projekte bestmöglich aufeinander abzustimmen, arbeiten die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV), die Stadt Stade und die DB Netz AG eng zusammen. Die NLStBV, die Sadt und die Bahn möchten allen Bürgern im Rahmen des Info-Abends die Möglichkeit bieten, sich im persönlichen Gespräch über die Planungen zu informieren. Es gibt sogenannte Themeninseln zum Gesamtvorhaben Küstenautobahn (mit A20), zur Verlegung des Industriegleises, zur Streckenführung, zum Straßenentwurf, zum Baugrund, zur Bautechnik, zum Immissionsschutz (Lärm), zur Umweltplanung, zum Grunderwerb und natürlich auch zum weiteren Planungsverfahren. 

An diesem Tag will sich Industriegleis-Aktivist Dr. Hoins voraussichtlich nicht kritisch zu den Bauvorhaben äußern, die Planungen aber weiter kritisch beobachten. Hoins, der mit einer Fertigstellung des Industriegleises in sechs bis zehn Jahren rechnet, will sich mit seinen Mitstreitern weiter für die wichtigsten Ziele im Interesse der Anwohner zu einsetzen: Die Langzüge aus mit giftigen chemikalien beladenen Güterwaggons sollen spätestens auf der neuen Schienenstrecke vom Industriegebiet Bützfleth ohne aufwändiges und riskantes Rangieren im Stadtgebiet und ohne stundenlanges Parken auf den Gleisen unverzügllich zum großen Güterbahnhof in Hamburg-Maschen durchgezogen werden.

Hoins verweist in diesem Zusammenhang auf die weiter bestehende Gefahr von Chemiezwischenfällen. Wie berichtet, schlugen im vergangenen Sommer gleich zwei Mal Chemie-Kesselwagen Leck und riefen ein Großaufgebot an Rettern auf den Plan.
Kritische Hintergrundinformationen zur Industriegleisplanung erteilt der Stader BI-Sprecher Jochen Brockmann, Tel. 0151 - 27548795.

Zwei Chemiezwischenfälle ereigneten sich im Sommer 2017 auf den Gleisen in Stade   Fotos: tp/Archiv
Kritischer Beobachter der Gleisplanung: Dr. Henning Hoins
Autor:

Thorsten Penz aus Stade

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