Kreis Stade beteiligt sich an der europäischen Kampagne gegen die Vermüllung der Straßenränder
To go ist ein "NO GO"

Umweltdezernentin Madeleine Pönitz (li.) und Abfallberaterin Sabine Kiehl riefen zusammen die Kampagne "NO GO" ins Leben Foto: sc
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sc. Stade. Das Auto ist für viele ein Prestigeobjekt oder zumindestens ein wichtiger Bestandteil in ihrem Leben. Um für Sauberkeit im Inneren ihres Wagen zu sorgen, handeln daher einige Autofahrer nach der Devise "Fenster runter, Müll raus". Diese einfache Methode der Abfallentsorgung geht zusehends auf Kosten der Natur und der Umwelt. Dagegen will der Landkreis Stade jetzt angehen: Mit der Kampagne "NO GO", zusammen entwickelt von der Umweltdezernentin Madeleine Pönitz und der Abfallberaterin Sabine Kiehl, sollen die Autofahrer zu einem Umdenken animiert werden. Die Vermüllung von Straßenrändern ist nicht nur ein Problem des Landkreises oder von Deutschland, sondern ein europäisches. Die Kampagne "NO GO" ist daher ein Bestandteil der europaweiten Initiative "Let's clean up Europe".

Manchmal ist der Müll nur mit geübtem Auge am Straßenrand sichtbar, manchmal türmt er sich allerdings neben Bäumen und an den Stränden regelrecht auf. Allein 380 Kilometer Kreisstraßen im Landkreis müssen stetig von Müll, besonders von To-go-Einwegbechern, Zigarettenkippen und Tüten von den Fast-Food-Ketten, befreit werden. Die Straßenmeistereien sammeln im Landkreis Stade jährlich etwa 120 Kubikmeter sichtbaren Müll ein. Hochgerechnet auf die Bundes-, Land-, Gemeinde- und Kreisstraßen sowie die Autobahnen ergebe sich eine Müllmenge von circa 200 Kubikmeter auf insgesamt 680 Kilometern Straße, so Kiehl. Dieser Abfall müsse eingesammelt und entsorgt werden. Das belaste nicht nur die öffentlichen Kassen, sondern auch stark die Umwelt. Besonders der weggeschmissene Kunststoffmüll birgt Schwierigkeiten für die Natur. Da Kunststoffe nur schwer abbaubar sind, gelangt dieser Müll als Mikroplastik in die Flüsse und Böden und so in die Nahrungskette. "Jeder trägt dazu bei, dass Plastikmüll ins Gewässer gelangt", sagt Pönitz. Ein Augenmerk hat die "NO GO"-Kampagne auf das Wegwerfen von Zigarettenkippen gelegt, die viele Autofahrer ohne Bedenken aus dem Fenster werfen. Denn durch die Zigaretten gelangt Gift in den Boden, in das Wasser und in Organismen. Und nicht nur an Straßenrändern sind sie eine Gefahr. „An Stränden oder auf Spielplätzen können Kippen für Kleinkinder sehr gefährlich werden, wenn sie in den Mund gelangen oder gar verschluckt werden", sagt Kiehl. Nicht zu vernachlässigen sei außerdem die Brandgefahr in der trockenen Jahreszeit. "Das ist einfach kein Kavaliersdelikt."

Aufmerksamkeit erhofft sich die Kampagne durch kostenlose Postkarten mit dem Aktionsaufkleber "NO GO", die ab Mitte Mai bei den teilnehmenden Autohändlern, Fahrschulen und Tankstellen sowie in den Rathäusern, im Kreishaus und bei den beiden großen Fast-Food-Restaurants ausliegen. Zusätzlich macht eine Großplakatwand an der Bremervörder Straße in Stade auf das Thema Vermüllung aufmerksam. "Wir wollen die Menschen aufklären und nicht den erhobenen Zeigefinger zeigen", sagt Pönitz.

Umweltdezernentin Madeleine Pönitz (li.) und Abfallberaterin Sabine Kiehl riefen zusammen die Kampagne "NO GO" ins Leben Foto: sc
„NO GO“-Großplakat an der Bremervörder Straße in Stade  Foto: Landkreis Stade/Sabine Kiehl

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