Wetternviertel in Stade: Politik will Anwohner beteiligen

Wetternviertel: Wie soll es bewahrt werden?

bc. Stade. Die Stadtverwaltung will angesichts aktuell vorliegender Bauanträge die homogene Struktur des Wetternviertels bewahren. Als Instrument wählte das Bauamt einen sogenannten Gestaltungsrahmen als sonstiges städtebauliches Konzept (das WOCHENBLATT berichtete). Dieser war Thema im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss.
Stadtbaurat Lars Kolk erläuterte die Hintergründe: Zunächst sei ein Gestaltungsrahmen, nach denen sich die Bauherren optimalerweise zu halten haben, nur verwaltungsintern bindend. Aber: Sollte sich ein Bauherr partout stur stellen, dient der Gestaltungsrahmen als Grundlage dafür, dass die Verwaltung die Politik mit ins Boot holen kann. Diese könnte sich dann beispielsweise entscheiden, doch einen Bebauungsplan für ein Plangebiet aufzustellen - mit einer entsprechenden Veränderungssperre.
Zur Erklärung: Bislang werden Bauvorhaben im Wetternviertel, zu dessen Geltungsbereich der Abschnitt der Wetternstraße südwestlich der Parkstraße sowie die Nebenstraßen Burgweide, Kronweide und nahezu vollständig die südwestlich gelegene Bebauung des Marschdammes gehört, nach Paragraf 34 des Baugesetzbuches bewertet.
Das heißt: Neubauten müssen sich in die Umgebung einfügen. Kolk: "Nach Paragraf 34 gibt es gestalterisch keine Einwirkmöglichkeiten."
Die Ausschuss-Mitglieder wollten in der jüngsten Sitzung keine abschließende Empfehlung aussprechen. CDU- und SPD-Fraktion ist es lieber, die Anwohner und deren Vorstellungen vorher zu hören. SPD-Ratsfrau Daniela Oswald: "Ich würde mich wohler fühlen, die Anwohner zu beteiligen." Genauso sieht es auch CDU-Ratsherr Arthur Schreiber.

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