Vortrag über aktuelle Probleme des Kontinents
Afrika im Fokus

Landschaftspräsident Dr. Botho von Schwarzkopf (li.) überreichte Prinz Asserate als Dank für seinen Vortrag die Schrift "Elbe-Weser-Dreieck - Kleine Landeskunde der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden"
  • Landschaftspräsident Dr. Botho von Schwarzkopf (li.) überreichte Prinz Asserate als Dank für seinen Vortrag die Schrift "Elbe-Weser-Dreieck - Kleine Landeskunde der ehemaligen Herzogtümer Bremen und Verden"
  • Foto: Dr. Hans-Eckhard Dannenberg
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. In seinem Vortrag "Afrika wohin? Politik, Wirtschaft, Emigration, Religion" informierte Prinz Dr. Asfa-Wossen Asserate, Autor und politischer Analyst, im Niedersächsischen Landesarchiv in Stade vor rund 120 Zuhörern über die Herausforderungen und mögliche Lösungen in Afrika.

Das Mitglied des äthiopischen Kaiserhauses gab einen Überblick über viele historische Entwicklungen und aktuelle Probleme des Kontinents. Der Vortrag basierte unter anderem auf seinem Buch „Die neue Völkerwanderung: Wer Europa bewahren will, muss Afrika retten“ von 2016. Hier analysiert er Migrationsursachen, vor allem in Hinblick auf die Situation in Afrika, und die Auswirkungen auf Europa. Laut Asserate liegen die Ursachen der gegenwärtigen Flüchtlingswelle vor allem in Afrika selbst. Misswirtschaft und Gräueltaten von Despoten raubten und rauben Millionen Afrikanern die Zukunftsperspektive.

Der Redner stellte zudem die Frage, was Europa tun kann, um dem Kontinent eine Zukunft zu geben. Er forderte die Politiker in Europa auf, neue Konzepte zu entwickeln, die Afrika und damit auch einem friedlichen internationalen Miteinander nachhaltig dienen. „Wer Europa bewahren will, muss Afrika helfen“ - so lautete sein Fazit des Vortrags und gleichzeitig auch der Titel seines aktuellen Buches.

Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate wurde 1948 in Addis Abeba als Mitglied des äthiopischen Kaiserhauses geboren. Er ist Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten, Autor und politischer Analyst. 1974 verließ er Äthiopien während der blutigen Revolution. Sein Vater wurde getötet, seine Mutter und Geschwister kamen ins Gefängnis. 15 Jahre lang kämpfte Prinz Asserate von Deutschland aus für die Freilassung seiner Familie und die Befreiung seines Landes von der Militärdiktatur. Er gründete den „Council for Civil Liberties in Ethiopia", die erste Menschenrechtsorganisation für Äthiopien.

Prinz Asserate studierte Rechtswissenschaften, Volkswirtschaft und Geschichte in Tübingen und Cambridge und promovierte 1978 in Frankfurt am Main mit einer historischen Arbeit zur äthiopischen Geschichte. Seit 1981 ist er deutscher Staatsbürger. In seinen zahlreichen Publikationen setzt er sich mit grundlegenden politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen Afrikas und auch Deutschlands und Europas auseinander.

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