jd. Stade. Bei den Corona-Zahlen liegt die Stadt Stade kreisweit an der Spitze - und das in doppelter Hinsicht: Sowohl hinsichtlich der absoluten Zahlen als auch bezogen auf die Einwohnerzahlen weist die Hansestadt die höchsten Werte im Landkreis Stade auf. Aktuell werden für Stade 193 Personen gemeldet, die sich aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation befinden. Das sind rund 40 Prozent aller derzeitigen Fälle im Landkreis. Die nächsthöheren Fallzahlen werden für Buxtehude (83) gemeldet. 

Die meisten Kommunen im Landkreis verzeichneten in den vergangenen Tagen sinkende Zahlen oder zumindest blieben die Werte auf ähnlich hohem Niveau. Anders in Stade: Dort gab es innerhalb von zehn Tagen einen Anstieg der akuten Fälle um 60 Prozent. Einen höheren Anstieg gibt es nur in der Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten (122 Prozent). 

Aufgrund der unterschiedlichen Einwohnerzahlen der Kommunen ist ein kreisweiter Vergleich aber nur möglich, wenn man die Corona-Fälle auf einen einheitlichen Vergleichswert umrechnet. Das WOCHENBLATT bezieht sich daher immer auf Fälle pro 10.000 Einwohner (Erläuterungen dazu unten).

Bezogen auf 10.000 Einwohner, weist Drochtersen weiterhin den zweithöchsten Wert auf. Dort gibt es aktuell 37,1 Corona-Fälle pro 10.000 Einwohner. Auf Rang drei liegt aktuell die Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten (21,5). Auf Platz vier befindet sich Buxtehude (20,7), gefolgt von Nordkehdingen (19,1). 

Wichtiger Hinweis:

Bei den genannten Zahlen handelt es sich nicht um die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz, sondern um die Anzahl der aktuellen Fälle. Damit die Kommunen miteinander vergleichen werden können, wurden diese Zahlen zusätzlich auf 10.000 Einwohner umgerechnet. Warum auf 10.000 und nicht - wie bei den Inzidenzwerten - auf 100.000 Einwohner? Die kleineren ländlichen Gemeinden haben gerade mal 10.000 Einwohner. Eine Umrechnung auf einen zehnmal höheren Wert wäre da unangemessen.

Das WOCHENBLATT kann für den Landkreis Stade keine kommunalen Werte bei der Sieben-Tage-Inzidenz nennen, da der Landkreis Stade diese Werte nicht veröffentlicht. Das hat folgenden Grund: In den kleineren Gemeinden würden die Zahlen bereits bei wenigen Fällen in die Höhe schnellen. Dazu zwei Beispiele: In der Samtgemeinde Apensen würden nur zwei neue Corona-Fälle pro Tag zu einem Inzidenzwert von fast 150 führen. Oder ein Corona-Ausbruch in einem Pflegeheim mit 30 Infizierten hätte beispielsweise in Fredenbeck einen Inzidenzwert von 240 zur Folge.

Wer die in der Grafik angegebenen Corona-Fälle zusammenrechnet, kommt auf 481. Die Differenz zur aktuellen gemeldeten Zahl von 529 Fällen ergibt sich daraus, dass die Fallzahlen für die Kommunen mit zeitlicher Verzögerung erfasst werden.

________________________________________________________________________________

Artikel vom 23. April:

jd. Stade. Jetzt hat es die Kreisstadt getroffen: Die aktuellen Corona-Zahlen in Stade steigen seit Tagen. Innerhalb einer Woche hat sich dort die Zahl der aktuellen Corona-Fälle verdoppelt. Derzeit befinden sich 140 Personen aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation. Danach folgen Buxtehude und Harsefeld mit 87 bzw. 77 Fällen. Die niedrigsten Zahlen weist wie immer Nordkehdingen auf: Dort gibt es derzeit elf akute Corona-Fälle, was im Vergleich zu den Vorwochen aber auch recht hoch ist.

Aufgrund der unterschiedlichen Einwohnerzahlen der Kommunen ist ein kreisweiter Vergleich aber nur möglich, wenn man die Corona-Fälle auf einen einheitlichen Vergleichswert umrechnet. Das WOCHENBLATT bezieht sich dabei immer auf Fälle pro 10.000 Einwohner (Erläuterungen dazu unten).  

Bezogen auf 10.000 Einwohner, weist jetzt Drochtersen den höchsten Wert auf. Dort gibt es aktuell 41,6 Corona-Fälle pro 10.000 Einwohner. Auf Rang zwei liegt wie in der Vorwoche Harsefeld (34,1). Auf Platz drei hat sich jetzt Stade (29,3) vor Jork (28,6) geschoben. 

Grundschule wird vorerst geschlossen

Die Ursache für die steigenden Fallzahlen in Stade scheint u.a. in einem Cluster im Altländer Viertel zu liegen. In der dortigen Montessori-Grundschule befanden sich zunächst drei Schulklassen in Quarantäne. Mehrere Kinder und Lehrkräfte sollen positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Seit dem heutigen Mittwoch, 21. April, ist die Grundschule vorsorglich geschlossen. Ebenfalls betroffen ist der Montessori-Kindergarten. Dort befindet sich eine Gruppe in Quarantäne. 

Aktuelle Corona-Fallzahlen im Landkreis Stade erstmals wieder rückläufig

Außerdem gibt es in folgenden Kitas im Landkreis Corona-Fälle:

Regenbogen-Kindergarten Kutenholz: eine Gruppe in Quarantäne
Kita St. Wilhadi, Stade: eine Gruppe in Quarantäne
Kita Oldendorf : eine Gruppe in Quarantäne
Kita Estebrügge: eine Gruppe in Quarantäne

jd. Stade. Harsefeld ist wieder Corona-Spitzenreiter: Die Samtgemeinde weist bei den aktuellen Corona-Fällen erneut den höchsten Wert im Landkreis Stade auf. In der Geest-Kommune gibt es derzeit 78 Personen, die sich aufgrund eines positiven Corona-Tests in Isolation befinden. Erst danach kommen die beiden Städte: In Buxtehude gibt es 73 aktuelle Fälle und in Stade 60. 

Die absoluten Zahlen sind allerdings nicht aussagekräftig, wenn man einen Vergleich zwischen den einzelnen Kommunen ziehen will. Um eine Vergleichsmöglichkeit zu schaffen, hat das WOCHENBLATT die aktuellen Fallzahlen auf jeweils 10.000 Einwohner umgerechnet. 

Betrachtet man die aktuellen Fallzahlen pro 10.000 Einwohner, dann liegt nicht Harsefeld, sondern Horneburg an der Spitze. Dort gibt es derzeit 40,5 Corona-Fälle pro 10.000 Einwohner. In Harsefeld sind 35,2. Ebenfalls einen Wert verzeichnet Jork mit 30,1 Fällen pro 10.000 Einwohner. Die beiden Städte hingegen bewegen sich nur im Mittelfeld. 

In Harsefeld sollen die relativ hohen Fallzahlen pro 10.000 Einwohner nach Angaben des Landkreises ihre Ursachen in Corona-Ausbrüchen in vier Betrieben haben (mehr dazu hier). In der Geest-Kommune sollen zahlreiche Beschäftigte mit ihren Familien wohnen. Dort befindet sich auch eine Gruppe der Kita "Weltentdecker" in Quarantäne.

Nicht zuletzt wegen der Corona-Ausbrüche sind die Fallzahlen kreisweit in die Höhe geschnellt. Dabei wurde jetzt auch die 400er-Marke überschritten: Derzeit befinden sich 416 Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, in Isolation. Hoch ist auch die Zahl derjenigen, die sich als direkte Kontaktperson eines Infizierten in Quarantäne begeben mussten: 1.560 Menschen im Landkreis dürfen wegen einer Quarantäne-Verfügung des Gesundheitsamtes ihre Wohnung nicht verlassen.

Seit dem Ausbruch der Pandemie sind 109 Menschen an bzw. mit Corona verstorben. Wegen einer COVID-19-Erkrankung werden 18 Personen stationär in den Elbe Kliniken behandelt, davon liegen sechs Patienten auf der Intensivstation.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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