Kinder-Ferienspaß im Landkreis Stade trotz(t) Corona

Kinder müssen trotz der Pandemie nicht auf Ferienaktionen verzichten
  • Kinder müssen trotz der Pandemie nicht auf Ferienaktionen verzichten
  • Foto: Landkreis Stade/Tim Wilhelmi
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Die Jugendpflegen im Landkreis haben Programme auf die Beine gestellt

nw/bo. Landkreis. Die Corona-Pandemie hat auch die Kinder- und Jugendarbeit im Landkreis Stade hart getroffen. Gleichwohl konnte dank des Engagements der kommunalen Jugendpfleger und ihrer Unterstützer fast flächendeckend ein Angebot für Kinder und Jugendliche auf die Beine gestellt werden.

„In einem Arbeitsfeld, in dem es häufig um das Erleben und Ausprobieren in Gruppen geht, in dem Nähe ebenso wichtig ist wie die Gemeinschaft, wurden durch die Corona-Pandemie von heute auf morgen alle Aktivitäten gestoppt. Dass dies wichtig und sinnvoll für die Gesundheit aller war, stellt niemand in Frage. Aber unter den Bedingungen des Gesundheitsschutzes sah die Jugendarbeit sich gezwungen, neue Wege zu gehen“, beschreibt Kreisjugendpflegerin Aleksandra Pallaschke die Situation. Der Versuch mit digitalen Angeboten an die frühere Angebotsvielfalt anzuschließen, habe bei vielen Kindern und Jugendlichen jedoch nicht den erhofften Anklang gefunden. Pallaschke: „Auch wenn es pfiffige Ideen gab und einiges aus der Zeit der digitalen Jugendarbeit sicherlich nach der Krise erhalten bleibt, ist die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen doch etwas, das von Mensch zu Mensch geschehen muss und nicht ausschließlich in einem virtuellen Raum.“

Lange war unklar, ob ein Ferienprogramm in den Jugendpflegen des Landkreises angesichts der Corona-Pandemie überhaupt möglich sein wird. Mit den Lockerungen der Maßnahmen ergab sich langsam ein Bild, wie die Kinder- und Jugendarbeit ihre Arbeit wiederaufnehmen könnte. Die Jugendpflegen mussten die Angebote des Ferienprogramms auf die Umsetzbarkeit gemäß der Vorgabe des Landes Niedersachsen prüfen und Lösungen entwickeln, wie ein dringend notwendiges Ferienprogramm mit Hygiene- und Abstandsregelungen auf die Beine gestellt werden kann. Die Kreisjugendpflegerin: „Dringend sind die Programme nicht nur deshalb, um Eltern in der Ferienzeit zu entlasten, sondern vielmehr, um Kindern und Jugendlichen wieder einen Raum zu bieten, in dem sie Gleichaltrige treffen und gemeinsam etwas erleben können. Gerade die Jüngsten unserer Gesellschaft mussten in den vergangenen Monaten auf sehr viel verzichten.“

Obwohl wegen Corona die ursprüngliche Ferienprogrammplanung nahezu gestrichen werden musste, haben die Jugendpflegen teils mit Unterstützung von Vereinen, Verbänden und Ehrenamtlichen in den Gemeinden kreative Lösungen entwickelt, um auch in Zeiten der Abstandsregelungen und des Schutzes der Gesundheit Angebote zu entwickeln, die an die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen anknüpfen.
Neben kreativen und sportlichen Angeboten stehen überwiegend Veranstaltungen im Freien oder in größeren Räumen auf dem Programm. Die Gruppengrößen liegen bei maximal neun Kindern. Manche Jugendpflegen bieten daher ihre Veranstaltung zwar kürzer, aber mehrmals hintereinander an, um möglichst vielen die Chance zu bieten, teilnehmen zu können.

Auf große Ausflüge und Ferienfahrten wird in diesem Jahr verzichtet werden müssen. Aufgrund der erlaubten geringen Gruppengröße der Teilnehmer und den vielen weiteren Auflagen wird es weniger Angebote als in den Vorjahren geben. Aber alle Beteiligten haben sich die größte Mühe gegeben, das Beste aus einer schwierigen Situation zu machen, und freuen sich auf die Anmeldungen der Kinder und Jugendlichen.

  • Die Angebote zu den Ferienspaßprogrammen können direkt bei den Jugendpflegen angefragt werden:
  • Samtgemeinde Apensen: www.ferienspass-apensen.de
  • Hansestadt Buxtehude: Gabriel Braun, Tel. 04161 - 555222
  • Gemeinde Drochtersen: Fabian Loewe, Tel. 04143 - 913155
  • Samtgemeinde Horneburg: Luisa Hinz, Tel. 04163 - 828622
  • Gemeinde Jork: Gerhard Hallekamp,Tel. 04162 - 8008
  • Samtgemeinde Nordkehdingen: Kherim Fatnassi, Tel. 04779 - 8994726
  • Samtgemeinde Oldendorf-Himmelpforten: Claudia Pernak, Tel. 04144 - 2353299 und Richard Fröhlich, Tel. 04144 - 6982580
  • Hansestadt Stade: Marc Olszewski, Tel. 04141 - 544913
Autor:

Susanne Böttcher aus Buxtehude

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