Sommerlicher Ausflugstipp
Kultur in und um Stade genießen: Erst ins Schloss, dann ins Museum

Das Schloss Agathenburg ist einer der Höhepunkte dieser Ausflugstipps, bei denen es vor allem um Kunst und Kutur geht
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  • Das Schloss Agathenburg ist einer der Höhepunkte dieser Ausflugstipps, bei denen es vor allem um Kunst und Kutur geht
  • Foto: Schloss Agathenburg
  • hochgeladen von Jörg Dammann

jd/nw. Stade. Bei vielen Familien geht es in diesem Jahr Corona-bedingt nicht auf große Urlaubsreise. Stattdessen sind Ausflüge angesagt. Auch dafür muss man gar nicht so weit weg fahren: Der Landkreis Stade bietet jede Menge Ziele. Das WOCHENBLATT stellt in diesem Sommer im Rahmen einer kleinen Serie regionale Ausflugstipps vor.

In den letzten beiden Samstags-Ausgaben ging es eher sportlich zu. Vorgestellt wurden die Elbe-Radweg und der Este-Wanderweg. Diesmal wird nicht in die Pedalen getreten und es müssen auch nicht die Wanderschuhe geschnürt werden. Statt der Füße und der Beine sind bei den hier vorgestellten Ausflügen eher die Sinne gefordert.

Vorgestellt wird u.a. eine der historischen Perlen der Region: das Schloss Agathenburg. Das Schloss befindet zwar nicht im Dornröschenschlaf, doch ein wenig mehr Beachtung und damit auch ein paar Besucher mehr hätte dieses im Landkreis einzigartig Bauwerk durch aus verdient. Ein ideale Gelegenheit, dass Schloss näher kennenzulernen, sind die im Sommer laufenden Ausstellungen.

Wer einen Tagesausflug plant, kann anschließend nach Stade weiterfahren. Das ist auch mit dem Rad problemlos machbar, denn vom Schloss Agathenburg in die Stader Innenstadt sind es gerade mal sieben Kilometer. In der Hansestadt erwatet die Ausflügler ein buntes Kultur- und Museumsangebot. Für alle, die dort noch nicht waren, sollte auf jeden Fall der Schwedenspeicher auf dem Programm stehen. Aber auch die Kunstausstellungen sind sehenswert.

Historisches Juwel mit Weitblick: Schloss Agathenburg

Seit dem 17. Jahrhundert erhebt sich dieses Bauwerk an der Geestkante und bietet einen weiten Blick über das Alte Land bis hin zur Elbe: Der siegreiche Feldherr Hans Christoph von Königsmarck ließ Schloss Agathenburg mit der prächtigen Aussicht die Weite des Elbtals im Jahr 1655 erbauen. Vom Glanz und Untergang der mächtigen Grafenfamilie erzählt die Dauerausstellung "Die Königsmarcks". In den Sommerferien lässt sich bei einem Ausflug zum Schloss eine spannende Reise in die Welt des Barocks unternehmen. Bei strahlendem Sonnenschein bietet der Park eine grüne Oase. Auf der Terrasse des Schlosscafés lassen sich kühle Getränke, eine duftende Tasse Kaffee und süße Leckereien genießen.

Lust auf Kunst
Für zusätzliche Highlights sorgt von Juli bis August die neue Ausstellung "Und alle Lust…", die in den weiteren Ausstellungsräumen des Schlosses zu sehen ist. Sechs Künstler und Künstlerinnen befassen sich hier mit Lust im Kontext von künstlerischem Schaffen. Dabei geht es um die Fragestellung, wie Lust entsteht und ob sie Initialzündung für das künstlerische und forschende Arbeiten sein kann.

Auch die Besucher sind hier gefordert. Denn Lust kann auch beim Betrachten von Kunstwerken eine Rolle spielen. Den Ausgangspunkt der künstlerischen Auseinandersetzung bilden die Architektur des Schlosses, seine Ausstattung und die besondere Atmosphäre dieses einzigartigen Gemäuers.

Wer noch tiefer in die Ausstellung eintauchen möchte, nutzt eines dieser Angebote: Der "FamilienKunstTag" am Sonntag, 30. August, bietet kleinen und großen Teilnehmern spannende Einblicke und eigene kreative Entfaltungsmöglichkeiten. Führungen finden am 30. August sowie am Donnerstag, 3. September, statt. Den Abschluss dieser kulturellen Aktivitäten bildet am Samstag, 12. September, die Werkstatt für Kunst und Fotografie mit dem Thema "Die Lust der Täuschung".

Mini-Musik-Festival
Im September werden im Schloss Agathenburg neue Wege beschritten. Beim Mini-Musik-Festival "ÜberBrücken" erklingen vom 4. bis 6. September ein Wochenende lang gleich vier Kammermusik-Konzerte – auch im Schlosspark unter freiem Himmel. Neben altbekannte Stücken der großen Meister, stehen auch neue Werke heutiger Komponistinnen und Komponisten auf dem Notenblatt. Vier Konzerte überbrücken die Kluft zwischen Alt und Neu und führen auf sicheren Pfaden an unbekannte Klänge heran.

Weitere Infos
Das Schloss Agathenburg ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags und sonntags empfängt es seine Besucher von 11 bis 18 Uhr. Alle weiteren Informationen online unter: www.schlossagathenburg.de.

Schwedenspeicher: Museumserlebnis für die ganze Familie

Das Museum Schwedenspeicher am Wasser West in Stade bietet auf 1.650 Quadratmetern Spannendes und Informatives für die gesamte Familie. Zusätzlicher Besuchermagnet ist derzeit das Streetart-Kunstwerk vor dem Gebäude . Die Straßenmalerei wirkt in ihrer 3D-Optik wie echt.

Im Museum selbst gibt es auch für die Kinder allerhand zu entdecken. Anschaulich gestaltete Schaukästen entführen die Kinder auf eine Gedankenreise, interaktive Stationen regen zum Mitmachen und Ausprobieren an. In kuscheligen Höhlen wird die Ausstellung unterhaltsam und kindgerecht erklärt und der Außerirdische "Milo" nimmt sie in den kleinen Zeitkapseln mit auf seine Reise.

Das Schwedenspeicher-Museum hat dienstags bis freitags von 10 bis 17 Uhr sowie am Wochenende (samstags und sonntags) von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Mehr Infos unter www.museen-stade.de.

Buntes Nachtleben und menschliche Schicksale

Mit einer Sonderausstellung lockt das Kunsthaus Stade (Wasser West 7). Gezeigt werden Werke der Künstlerin Jeanne Mammen (1890 - 1976). Mammen hat in ihren Bildern die legendären 1920er Jahre in Berlin festgehalten. Dargestellt sind schillernde Bühnenstars und das illustre Nachtleben, aber auch die Menschen am Rande der Gesellschaft.

Dabei wird in ihren virtuosen Zeichnungen und Gemälden besonders das Subtile sichtbar – Nähe und Entfremdung, Sehnsucht und harter Alltag werden nuancenreich gezeigt. Erstmals wurde in dieser Ausstellung ein großes Augenmerk auf die Mammen-Werke über Hamburg gelegt, die im Kunsthaus eine komplette Etage füllen.

Mit Texten passend zur Ausstellung ist der neue Podcast der Museen Stade bespielt. Kristin Kehr und Tristan Jorde lesen Texte aus den 1920er- und 1930er-Jahren, mit denen man sich wunderbar in Jeanne Mammens-Lebenswelt einhören kann.

Die Sonderschau kann noch bis Sonntag, 30. August, im Kunsthaus Stade besucht werden. Das Kunsthaus ist dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs von 10 bis 19 Uhr und am Wochenende von 10 bis 19 Uhr.

Das Schloss Agathenburg ist einer der Höhepunkte dieser Ausflugstipps, bei denen es vor allem um Kunst und Kutur geht
Vor dem Schwedenspeicher können Besucher derzeit selbst Teil einer 3D-Kunstinstalltion werden
Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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