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Rasante Zunahme: Immer mehr gefälschte Impfausweise

Mit dem Auto vorfahren und sich testen lassen
Landkreis Stade erhält eigenes Corona-Testzentrum / Abstriche erfolgen im Pkw

Ein Corona-Test sozusagen im Vorbeifahren: Das soll bald im Landkreis Stade möglich sein
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jd. Stade. Es soll mehr Corona-Tests geben: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine neue nationale Teststrategie ausgerufen. Seit Mitte Oktober gilt eine Verordnung aus Spahns Ministerium, die den Kreis der Personen erweitert, die einen Corona-Test auf Kosten der Krankenkasse in Anspruch nehmen können. Doch die Kapazitäten der Gesundheitsämter reichen oft gar nicht aus, um noch mehr Abstriche als bisher vornehmen zu können. Der Landkreis Harburg hat bereits reagiert und ein eigenes Testzentrum eingerichtet. Nun zieht auch der Landkreis Stade nach. Nach Auskunft der zuständigen Dezernentin Nicole Streitz kann ein solches Testzentrum möglicherweise bereits im Laufe der kommenden Woche seine Arbeit aufnehmen. Standort des Zentrums wird nach dem jetzigen Stand entweder Stade oder Buxtehude sein.

Nach der "Verordnung zum Anspruch auf Testung" sollen jetzt auch Personen getestet werden, die trotz des direkten Kontaktes zu einem Corona-Infizierten keinerlei Symptome entwickelt haben. In der Verordnung werden sie als "asymptomatische Kontaktpersonen" bezeichnet. Das bedeutet: Es müssen keine Corona-typischen Krankheitszeichen vorliegen, um getestet zu werden.

Als Kontaktperson gilt man u.a., wenn man mit einem positiv auf Corona getesteten Menschen im selben Haushalt lebt, miteinander Sport getrieben, gemeinsam gesungen oder gefeiert hat. Das Gleiche gilt für gemeinsame Aufenthalte in einer "relativ beengten Raumsituation". Das könnte beispielsweise bei einem Gruppentreffen der Fall sein. Auch wenn in einer Gemeinschaftseinrichtung oder -unterkunft ein Corona-Fall festgestellt wurde, haben die anderen Personen, die dort wohnen oder sich länger aufgehalten haben, Anspruch auf einen Test.

Das sind nur einige Beispiele - doch sie zeigen bereits, dass der Personenkreis mit einem Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Test wesentlich umfangreicher geworden ist. Daher muss der Landkreis Stade seine Testmöglichkeiten deutlich erweitern. Laut Streitz werden die Abstriche künftig nicht mehr durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes durchgeführt, weil diese mit der Kontakt-Nachverfolgung bereits ausgelastet sind.

Der Landkreis holt sich für das neue Testzentrum daher die Hilfsorganisationen mit ins Boot. "Wir haben diese Woche mit Vertretern aller Verbände zusammengesessen und über unsere Pläne gesprochen", berichtet Streitz. Geplant ist, in dem Zentrum zunächst Mitglieder der Hilfsorganisationen einzusetzen. Diese erhalten vorher eine Einweisung, wie die Abstriche fachgerecht vorzunehmen sind. Sollte sich der Umfang der Testungen weiter erhöhen, dann werde bei Bedarf auch ein Unternehmen mit der Durchführung der Abstriche beauftragt.

Konzipiert ist das Ganze als sogenanntes Drive-Thru: Das heißt, die zu testenden Personen fahren mit dem Auto in einer Halle (oder zunächst vielleicht auch nur in einem Zelt) vor und bleiben bei der Entnahme der Abstriche auch in ihrem Pkw sitzen. "So muss niemand im Regen stehen", meint Streitz. Man wolle schließlich nicht, dass sich jemand erkältet, weil er draußen bei Regenwetter auf den Test wartet.

Streitz weist darauf hin, dass auch im künftigen Testzentrum Abstriche nur dann vorgenommen werden, wenn das Gesundheitsamt dazu auffordert. Ohne offizielle Terminvergabe sei kein Test möglich.

Corona-Verdacht: Das ist zu tun

Was ist zu tun, wenn man den Verdacht hat, mit Corona infiziert zu sein? Dazu gibt das Land offiziell einige Hinweise:
Auf keinen Fall sollte die betreffende Person unangemeldet den Arzt aufsuchen. Wie am besten vorzugehen ist, wenn bereits typische Krankheitssymptome vorliegen, sollte zunächst telefonisch mit dem Hausarzt geklärt werden. Außerhalb der Sprechstunden kann man den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundesweit geltenden Telefonnummer 116 117 anrufen.

Sofern ein Test aus ärztlicher Sicht erforderlich ist, wird der Hausarzt oder der Bereitschaftsdienst mitteilen, wo der Test durchgeführt werden kann.

Wer direkten Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte (Grundregel: mindestens 15 Minuten "Face-to-Face"), wendet sich an das Gesundheitsamt, auch wenn keine Symptome vorliegen. Das Gesundheitsamt legt nach einer individuellen Befragung weitere Maßnahmen fest.

Autor:

Jörg Dammann aus Stade

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