Digitale Live-Events, Ausstellungen und Podcasts
Museumsbesuche sind in Stade vom Sofa aus möglich

Ausschnitt des Gemäldes "Madonna mit der Pflaume I" von Hans Thuar
  • Ausschnitt des Gemäldes "Madonna mit der Pflaume I" von Hans Thuar
  • Foto: Privatbesitz/Museen Stade
  • hochgeladen von Jaana Bollmann

jab. Stade. Wer während des Lockdowns und wegen strenger Corona-Verordnungen nicht öffnen kann, muss kreativ werden. Das haben sich auch die Museen Stade gedacht. Sie bieten virtuelle Führungen durch ihre Ausstellungen an. Seit Neuestem gibt es sogar statt einer After-Work-Veranstaltung eine After-Homeoffice-Führung.

Seit November ist das Kunsthaus Stade geschlossen und die Ausstellung "Ziemlich beste Freunde. Hans Thuar und August Macke" in einen Winterschlaf gefallen. Nur rund sechs Wochen war sie der Öffentlichkeit zugänglich, bis das Kunsthaus wegen des Lockdowns schließen musste. Da die Ausstellung aber so gut beim Publikum ankam, verlängerten sie die Verantwortlichen in Absprache mit den Leihgebern.

Führungen auf Instagram

Aber auch online können Kunstliebhaber sich ausgewählte Werke ganz in Ruhe vom Sofa aus anschauen. Zudem können sie den Bildbesprechungen der Ausstellungskuratorin Dr. Ina Ewers-Schultz zu ausgewählten Bildern zuhören. Bisher haben dieses neue Projekt rund 100 Menschen genutzt. Auch für die klassischen After-Work-Führungen gibt es nun eine Lösung: Auf Instagram werden neuerdings Führungen live aus dem Kunsthaus übertragen. Die Online-Führung findet Mittwoch, 24. Februar und 10. März, statt und startet jeweils um 17.30 Uhr. Das Gespräch dauert eine halbe Stunde.

Es ist möglich, ganz nahe an die Werke heranzutreten, in sie einzutauchen und sie geführt durch die Kunstvermittler der Museen Stade, Wiebke Etzold und Christoph Peltz, eingehend zu betrachten. Um teilzunehmen, reicht es, sich bei Instagram mit den Museen Stade zu befreunden. Es ist keine Anmeldung zu den Führungen erforderlich.

Die erste Führung fand vergangene Woche unter dem Titel "Nicht so stille Stillleben" statt. 15 Menschen haben daran teilgenommen. Das entspreche dem Schnitt der analogen Führungen im Museum, sagt der Museumsdirektor Dr. Sebastian Möllers. Im Nachhinein hätten sich aber noch mehr das Video angesehen. Denn das ist 24 Stunden nach der Live-Führung noch verfügbar. "Sicher ist hier noch viel Potential nach oben, aber es war unser erster Versuch", erklärt Möllers. Erst seit Kurzem gebe es das Instagram-Profil der Museen, aber die Kunstprofis tasten sich an das neue Medium heran.

Online die Ausstellung besuchen

Dank einer Förderung im Rahmen des Projekts "Neustart" des BKM kann die Ausstellung „Pilgerspuren – Wege in den Himmel“ als virtueller Rundgang besucht werden, was auch viele Menschen nutzen. "Wir haben dazu bereits viel positives Feedback bekommen", sagt Möllers. Monatlich nehmen etwa 500 bis 600 Menschen das Angebot wahr. "Insgesamt können wir feststellen, dass unsere digitalen Angebote, die wir stetig ausbauen, während der Corona-Pandemie zunehmend genutzt werden", sagt er.

Auch über Corona hinaus kann sich Möllers vorstellen, über digitale Formate auf die Museen, die Ausstellungen und auch auf Vermittlungsprogramme aufmerksam zu machen. "Die professionelle Umsetzung benötigt allerdings viel Erfahrung und in der Startphase auch viel personellen Einsatz. Ich glaube aber, dass es sich langfristig lohnen wird", so der Museumsdirektor.

• Weitere After-Homeoffice-Führungen werden am Mittwoch, 24. Februar und 10. März, auf dem Instagram-Profil der Museen Stade gezeigt. Auf dem Programm stehen dabei die Themen "Maria privat. Religiöse Symbolik bei August Macke und Hans Thuar" und "Ein Kunstwerk muss gut gelogene Natur sein".

Allein im Museum: Der Stader Schwedenspeicher in Corona-Zeiten
Autor:

Jaana Bollmann aus Stade

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